High-End-Notebooks: Diese 6 Laptops sind 2020 wichtig

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Neue Notebooks braucht das Land. Nicht nur auf der CES präsentierten einige der Tech-Schwergewichte ihre neuen, portablen Computer. Wir schauen uns dieabsoluten High-End-Branche an und zeigen die Top-5-Geräte, die du 2020 kennen musst.
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Bildquelle: rh2010 / Adobe Stock

High-End-Ausstattung, Top-Performance und auch ein wenig Design-Funktionalität. Das macht einen modernen Laptop aus. Auf der CES 2020 wird der Trend fortgeführt – es gibt neue Notebooks für das neue Jahr.

In einem eigenen Artikel haben wir außerdem die Geräte von Microsoft vorgestellt. Das Surface-Lineup wird 2020 ebenfalls wichtig, präsentiert wurden die Notebooks und Hybrid-Geräte von Microsoft bereits Anfang Oktober 2019.

6 Produktiv-Notebooks, die du 2020 kennen musst

Die wichtigsten Arbeitsmaschinen kommen 2020 von Apple, Acer, ASUS, HP und Lenovo.

ConceptD Ezel 7 Pro – Mehr High-End geht nicht

Acer vertreibt seine höchste Notebook-Klasse unter dem eigenständigen Label ConceptD. 2020 gibt es das neue ConceptD Ezel 7 Pro.

Acer ConceptD Ezel 7 Pro
Das Acer ConceptD Ezel 7 Pro. Das Label richtet sich an Berufs-Kreative und soll eigenständig neben der Hauptmarke Acer laufen.

Highlights sind der Intel Xeon Prozessor (Xeon ist noch eine Stufe über der Core-i9-Riege) und die Nvidia Quadro GTX Grafikkarte. Das ist das technische „State oft the Art“ in dieser Performance-Klasse. Interessant wird es aber beim Design. Das Display – 4K-Auflösung ist hier Standard – lässt sich dank mehrerer Scharniere fast beliebig positionieren. So kann das Gerät neben dem üblichen Laptop- und Tablet-Modus (komplett umgeklappt) auch in einem Schwebezustand nutzen. Interessant ist das zum Beispiel für Grafikarbeiten, bei der Tastatur- und Touchpad nur sekundär benötigt werden. Für die ideale Bedienung steckt ein Stylus von Wacom im Gehäuse – das Ezel 7 Pro wird so zum echten Grafiktablet.

Touchpad und Display sind zudem mit Gorilla Glass 6 geschützt, was bei der Bedienung angenehm und aus dem Smartphone bekannt ist und zudem robusten Schutz verspricht.

Preis (UVP) und Verfügbarkeit in Deutschland: Mai 2020, Preis noch nicht bekannt

ASUS (ROG) Zephyrus G14 – mit dem gewissen Etwas

Genau wie Acer, kommt auch ASUS aus Taiwan. Aus dem kleinen Land im Dunstkreis Chinas kommt auch der nächste Laptop, der einen Blick wert ist: Das Zephyrus G14 richtet sich ebenso an Kreative, in der CES-Demo zum Beispiel an DJs, entstammt aber auch einer ROG-Serie, ist also streng genommen nicht ganz vom Gaming-Bereich abgekoppelt.

ASUS ROG Zephyrus G14Q
Das ASUS ROG Zephyrus G14Q mit personalisierbarer LED-Rückseite.

Im Vergleich zum ConceptD-Modell ist das G14 nicht voll auf der Performance-Schiene unterwegs. Je nach Konfiguration arbeitet hier der ebenfalls auf der CES neu vorgestellte Prozessor AMD Ryzen 4000. Im Vergleich zum ConceptD-Notebook bietet das ASUS G14 nicht die Riesen-Performance, ist als Arbeitsgerät aber deutlich mobiler nutzbar. Dank Teilnahme an Intels Athena-Projekt wird die Akkulaufzeit hochgeschraubt. Ohnehin: Für die Konkurrenz zu Acers ConceptD ist bei ASUS eher die Linie ProArt StudioBook zuständig.

Zurück zum Zephyrus G14: Cool ist bei dem 1,6 Kilogramm schweren Laptop die Rückseite. Hier ist eine LED-Wand, genannt Matrix-LED, eingebaut, die sich personalisieren lässt und somit insbesondere Business-Vorführungen oder DJ-Sessions einen weiteren, digitalen Branding-Faktor zugesteht.

Preis (UVP) und Verfügbarkeit in Deutschland: 2. Quartal 2020; 1.299 Euro

ASUS ExpertBook – 870 Gramm Power

Auch das nächste Top-Notebook kommt von ASUS: Das ExpertBook ist die Arbeitsmaschine für die, die immer unterwegs sind und vor allem viele Dinge gleichzeitig tun. Mit nur 870 Gramm ist der Laptop fast schon lächerlich leicht.

ASUS ExpertBook
Das ASUS ExpertBook wiegt keine 900 Gramm.

Wer jetzt glaubt, dass darunter die technische Füllung leidet, der irrt. Intels i7 (10. Generation), 2 TB SSD- und bis zu 16 GB Arbeitsspeicher sind in dem kleinen Gehäuse untergebracht, an das man sich aufgrund des Gewichts erst gewöhnen muss. Das Versprechen, das ASUS mit dem ExpertBook gibt, ist aber groß.

Preis (UVP) und Verfügbarkeit in Deutschland: 1. Quartal 2020; 1.799 Euro

Apple MacBook Pro 16 – Der Apple-Weg

Nicht ganz neu, aber ebenfalls ein dickes Brett im 2020er-Notebook-Lineup ist das MacBook Pro 16, das Apple im Herbst vorgestellt und auf den Markt gebracht hat. Je nach Konfiguration leistet es Ungeheures mit i9-Prozessor und bis zu 64 GB Arbeitsspeicher. Damit ist es die Nonplusultra-Arbeitsmaschine für alle, die im Apple-Kosmos zu Hause sind. Trotz Touchbar gibt es bei diesem MacBook auch wieder eine echte, physische Escape-Taste.

Apple Macbook Pro 16
Das Apple Macbook Pro 16.

Obwohl alle hier vorgestellten Notebooks locker im vierstelligen Preisbereich sind, ist Apple in der Spitze am teuersten. Bis zu 7.139 Euro verlangt Apple für die Maximal-Ausstattung und da sind Software-Toppings wie Final Cut und Logic Pro X noch nicht dabei.

Preis (UVP) und Verfügbarkeit in Deutschland: schon erhältlich; 3.199 bis 7.139 Euro

→ Ohne i9-Prozessor ist das MacBook Pro 16 auch schon für unter 3.000 Euro zu haben.

Lenovo ThinkPad X1 Fold – die Vielseitigkeits-Lösung

Lenovo zeigt auf der CES 2020 unter anderem das neue ThinkPad X1 Fold. Das ist aufgeklappt ein riesiges Tablet, zusammengeklappt hat das Gerät eher Netbook-Größe. In Tradition zum Yogabook gibt es hier also keine physische Tastatur. Neu ist aber: Es gibt nun ein durchgehendes Display, so gesehen ist das ThinkPad X1 Fold das erste Windows-Gerät mit faltbarem Display.

Lenovo ThinkPad X1 Fold
Das Lenovo ThinkPad X1 Fold ist streng genommen das erste Windows-10-Gerät mit faltbarem Display.

Idealer und produktiver Begleiter ist das X1 Fold dank des 13,3 Zoll großen Displays (ausgeklappt) und dem SIM-Karten-Slot. Technisch ist hiermit sogar 5G-Konnektivität möglich, zunächst relevanter ist aber der LTE-Cat-20-Support. Intel-Prozessoren der 10. Generation sind konfigurierbar (bis Core i7), mit dabei sind bis zu 8 GB Arbeitsspeicher.

Das Gerät ist nicht günstig. Ab Mitte 2020 soll das ThinkPad X1 Fold auf den Markt kommen. Den UVP, den Lenovo ansetzt, liegt bei 2.499 Dollar. Möglich, dass Lenovo beim Europa-Vertrieb die Zahl lässt und nur die Einheit in Euro verändert.

Preis (UVP) und Verfügbarkeit in Deutschland: Noch nicht bekannt

HP Spectre X360 15 – Mehr Display, weniger Rand

Auch HP stellt zum Jahresanfang 2020 Neuzugänge vor. Dabei sticht das neue Notebook der Spectre-Serie, das Spectre X360 15 hervor. Das namensstiftende 15,5-Zoll-Display führt das neue Designkonzept an: Es ist nur mit minimalem Rand versehen, der soeben die notwendige Technik und oben die obligatorische Webcam beinhaltet. Das mündet im Werbe-Argument, dass 90 Prozent der aufklappbaren Fläche vom Display eingenommen werden, die sogenannte screen-to-body-ratio.

HP Spectre x360 15
Das HP Spectre x360 15 wurde auf der CES 2020 vorgestellt.

Ansonsten setzt auch HP in seinem High-End-Laptop auf einen 4K-Touchscreen und neueste Technik – je nach Konfiguration. Idealvorstellung ist hier ein Intel Core i7 Prozessor der 10. Generation. Trotz dieser Angaben soll das Notebook idealerweise 17 Stunden Akkulaufzeit bieten.

Preis (UVP) und Verfügbarkeit in Deutschland: Ab Mai 2020; 1.699 Euro

Notebooks 2020: „Gaming-Design wird nicht immer nachgefragt“

Auf der CES haben wir uns mit einigen Herstellern von Laptops unterhalten und uns Neuigkeiten zeigen lassen. Aber nicht nur auf der Messe in Las Vegas gab es Notebook-News, Stichwort: das im Herbst vorgestellte MacBook Pro 16 von Apple oder eben die Surface-Laptops aus dem Oktober.

Bei den verschiedenen Terminen blieb immer wieder dies hängen: Von Kreativen und Medienschaffenden wird stets eine hohe Performance nachgefragt. Diese fand man vor allem im Gaming-Bereich. Viele Grafiker, Video-Spezialisten und Design-Gurus arbeiteten also mit Gaming-Equipment. Das Problem – diese Geräte sehen je nach Sichtweise eigenartig aus, plakativ gesagt: Zackige Lüfter, LED-Logos und Relief-Elemente lassen die Laptops wie Raumschiffe wirken. Nachgefragt wird mittlerweile ein klares und funktionales Design. Das Angebot für Arbeitsmaschinen mit (mindestens) Gaming-Performance wird stetig größer.

Wer braucht welches Notebook 2020 wofür?

Aus dieser Aufstellung klare Konkurrenzen abzuleiten, wäre etwas vermessen. Zudem kann man sich bei fast jedem Gerät ein Feature heraussuchen und fragen: Wofür brauche ich das? Die Anwendungsszenarien sind aber klar und für jedes gibt es mindestens eine, vielleicht auch nur eine kleine, Zielgruppe. Für den Ottonormalverbraucher sind die Arbeitsmaschinen, die teils mehrerer tausend Euro kosten ohnehin nur bedingt notwendig; etwa, wenn du in deiner Freizeit viel und mindestens semi-professionell fotografierst oder gerne an Home-Videos rumschnibbelst. Dann erleichtern dir die Hardware-Könige die Arbeit vor allem dadurch, das nichts ruckelt und selbst das Rendering des halbstündigen Hochzeitsvideos in 4K keine Ewigkeit braucht.

Die eher auf Mobilität und Vorzeige-Kompetenz ausgelegten ASUS-Notebooks in der Auflistung haben vorrangig Business-Anwender im Visier: Außendienstler, die immer auf Achse sind und überall produktiv sein wollen und müssen, finden hier ihren Gefallen. Akkulaufzeiten von bis zu 23 Stunden werden beworben. Selbst mit der Hälfte kommt auch der schlimmste Workaholic über den Tag. Wem das ASUS-Notebook zu klein ist, der kann aus dieser Auswahl zum Beispiel in Richtung HP schielen. Wer dazu noch Blicke auf sich ziehen will und seine mobilen Inhalte mal in klein und mal größer präsentieren will, der sollte auch das Lenovo ThinkPad X1 Fold in seine Überlegungen mit einbeziehen.

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Bildquellen

  • Acer ConceptD Ezel 7 Pro: Acer ConceptD
  • ASUS ROG Zephyrus G14Q: ASUS
  • ASUS ExpertBook: ASUS
  • Apple Macbook Pro 16: Apple
  • HP Spectre x360 15: HP
  • Kollegen-Gruppe am Arbeiten: rh2010 / Adobe Stock
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