Von BMW über Peugeot bis Aiways: Viele neue E-Autos und Hybride

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Der Herbstanfang hat es in Sachen Neuvorstellungen auf dem Automobilmarkt in sich. Gleich mehrere namhafte Hersteller haben die vergangenen Tage genutzt, um neue Elektroautos oder Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid-Antrieb neu vorzustellen. Die Highlights gibt es hier im Überblick.
Land Rover Velar
Neu von Land Rover: der Velar als Plug-in-Hybrid-Modell.Bildquelle: Land Rover

Die vergangenen Tage waren auf dem Markt der E-Mobilität überaus spannend. So hat zum Beispiel am vergangenen Wochenende Mazda bei seinen Händlern die Premiere des neuen E-Autos MX-30 gefeiert. Wir hatten in der vergangenen Woche die Möglichkeit, das brandneue Auto schon auf die Probe zu stellen. Den zugehörigen Fahrbericht veröffentlichen wir im Laufe der kommenden Tage. Weitere topaktuelle Neuheit: Der Volkswagen ID.4. Der elektrifizierte Kompakt-SUV von VW soll noch in diesem Jahr in den Handel kommen und überrascht mit einem sehr sportlichen Außendesign. Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Neuigkeiten vom Markt der E-Autos und Hybrid-Fahrzeuge. Wir fassen die Highlights der vergangenen Tage für dich zusammen.

Neue E-Autos als Neuvorstellung

BMW Modellpflege – Autos für den Herbst

So hat zum Beispiel BMW mehrere Modellpflege-Maßnahmen für den Herbst verkündet. In der BMW 5er Reihe wird beispielsweise die Auswahl an Plug-in-Hybrid-Modellen um drei neue Varianten erweitert: BMW 545e xDrive Limousine, BMW 530e Touring und BMW 530e xDrive Touring. Damit steht der BMW 5er bereits in fünf Plug-in-Hybrid-Varianten zur Verfügung. Das neue Modell 545e xDrive Limousine bringt es auf eine maximale Systemleistung von 290 kW (394 PS) und verfügt über einen Allradantrieb. Dabei wird ein Reihensechszylinder-Ottomotor und ein 8-Gang-Steptronic-Getriebe mit einem E-Motor kombiniert. Die beidem Touring-Modelle basieren auf einem Vierzylinder-Ottomotor und einem ebenfalls in ein 8-Gang-Steptronic-Getriebe integrierten Elektroantrieb. Gemeinsam erzeugen sie eine Systemleistung von bis zu 215 kW (292 PS).

In der BMW 3er und BMW 8er Reihe sind ab November auch neue Reihensechszylinder-Dieselmotoren mit 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie verfügbar. Große Strecken kannst du damit zwar nicht rein elektrisch zurücklegen, aber immerhin in Segelphasen und im Stau oder vor der Ampel Sprit sparen. Die neuen Mild-Hybrid-Optionen stehen beim BMW 330d Limousine, BMW 330d xDrive Limousine, BMW 330d Touring und BMW 330d xDrive Touring zur Verfügung. In der BMW 8er Reihe wird die 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie mit einem 3,0-Liter-Dieselmotor kombiniert. Der integrierte Reihensechszylinder mit 250 kW (340 PS) kommt gleichermaßen im BMW 840d xDrive Coupé, BMW 840d xDrive Cabriolet und BMW 840d xDrive Gran Coupé zum Einsatz.

BMW 8er Cabrio
Auch das BMW 8er Cabriolet steht ab November als Mild-Hybrid-Fahrzeug zur Verfügung.

Peugeot 508 PSE

Leistung satt verspricht auch das neu vorgestellte Peugeot-Modell 508 PSE. Die drei Buchstaben am Ende der Modellbezeichnung dieses Autos stehen für Peugeot Sport Engineered und lassen Rückschlüsse auf die Aktivitäten der französischen Automarke im Motorsport zu. Peugeot verspricht für den 508 PSE: Es handelt sich um das bisher leistungsstärkste Serienmodell der Löwenmarke. Mit Plug-in-Hybrid-Antrieb und 265 kW (360 PS).

Insgesamt stehen 520 Nm Drehmoment zur Verfügung. Neben einem Verbrenner sind gleich zwei Elektromotoren nutzbar. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h, eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist nach Herstellerangaben in 5,2 Sekunden möglich. Unterwegs ist der Fahrer auf 20-Zoll-Bereifung und mit Drei-Modus-Stoßdämpfung (Komfort, Hybrid, Sport) sowie fünf Fahrmodi (Elektric, Comfort, Hybrid, Sport, Allrad).

Peugeot 508 PSE
Das stärkste Serien-Modell von Peugeot, das je produziert wurde: der Peugeot 508 PSE.

Der Peugeot 508 PSE wird im französischen Mülhausen produziert und ist ab Herbst 2020 bestellbar. Angaben zum Preis machte Peugeot bisher noch nicht. Günstig dürfte das Fahrzeug aber nicht werden. Die rein elektrische Reichweite liegt nach WLTP-Norm bei 42 Kilometern.

Seat Leon e-Hybrid

Ab sofort erhältlich ist der von inside digital bereits ausführlich vorgestellte neue Seat Leon e-Hybrid mit klassischem Verbrenner und ergänzend verbautem modernem Elektromotor. Unter Berücksichtigung der E-Mobilitäts-Prämie kostet das Auto mindestens knapp 27.100 Euro. Die maximal mögliche E-Reichweite liegt nach Herstellerangaben bei 72 Kilometern. Der Antrieb im neuen Seat Leon e-Hybrid entwickelt eine Systemleistung von 150 kW (204 PS), eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist in 7,4 Sekunden möglich. Das Kombi-Modell Sportstourer benötigt 7,7 Sekunden. In der Spitze sind 220 km/h möglich, für den Vortrieb sorgt ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Seat Leon E-Hybrid
In der Golf-Klasse zu Hause: der neue Seat Leon E-Hybrid.

Ford Mustang Mach-E GT

Als Elektro-Sportwagen bringt Ford unterdessen den Mustang Mach-E GT in Stellung. Die High-Performance-Version des Elektro-Crossover weist über zwei E-Motoren eine Leistung von durchaus stattlichen 342 kW (465 PS) auf. Der rein elektrische Antriebsstrang überträgt seine Kraft per Allradantrieb auf die Straße. So lässt sich ein Drehmoment von 830 Nm erreichen, was nach Herstellerangeben einen Sprint von 0 auf 100 km/h in nur 3,7 Sekunden möglich macht – bei einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Der Marktstart der GT-Variante ist für Ende 2021 vorgesehen. Die 88 kWh große Batterie bietet eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern. Zum Vergleich: Die Standard-Variante des Mustang Mach-E beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 5,8 Sekunden und schafft in der Spitze bis zu 540 Kilometer.

Ford Mustang Mach-E GT
465 PS: Der Ford Mustang Mach-E GT bringt trotz reinem E-Antrieb reichlich Leistung auf die Straße.

Kia Niro (2021)

Der Kia Niro ist für den südkoreanischen Autohersteller so etwas wie der Bestseller im eigenen Elektro- und Hybrid-Segment. Zum Modelljahr 2021 erfährt das Fahrzeug an verschiedenen Stellen eine Aufwertung. So ist die rein elektrische Modellvariante e-Niro in der stärksten Ausführung mit 150-kW-Motor (204 PS) und bis zu 455 Kilometern Reichweite jetzt serienmäßig für 100 Kilogramm Stützlast ausgelegt und kann daher mit einer Anhängerkupplung ausgerüstet werden – zum Beispiel, um einen Fahrradträger zu installieren. Die Hybrid-Varianten des Kia Niro sind künftig ebenfalls wie der e-Niro mit einem DAB+-Radio für den digitalen Radioempfang ausgestattet. Und bei allen drei Modellen lässt sich optional neben dem Fahrersitz nun auch der Beifahrersitz elektrisch einstellen (als Bestandteil des „Leder+“-Pakets).

Kia e-Niro 2021
Der neue Kia e-Niro (2021) steht in zwei Versionen zur Verfügung – mit 100 oder 150 kW Leistung.

Die Grundpreise sind für die Autos unterdessen gleich geblieben. Der Niro Hybrid mit 104 kW (140 PS) starkem 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer und Doppelkupplungsgetriebe kostet in der Basisversion rund 26.300 Euro. Das Plug-in-Hybrid-Modell, das bis zu 58 Kilometer rein elektrische Reichweite bietet, ist in der Basisversion zu einem Preis ab rund 33.100 Euro zu haben. Inklusive Umweltbonus lässt sich dieser Preis auf knapp 26.000 Euro drücken. Den Stromer Kia e-Niro bekommst du in der 100-kW-Version ab rund 34.400 Euro und in der 150-kW-Variante ab rund 38.100 Euro. Hier sinken die Einstiegspreise nach Abzug der aktuellen Förderprämien auf rund 24.800 beziehungsweise 28.500 Euro. Sieben Jahre Garantie – wie immer bei Kia – inklusive.

Jaguar F-Pace (2021)

Ein SUV wie man ihn sich typischer nicht vorstellen könnte: der Jaguar F-Pace. In der neuen Modell-Generation ist das Auto jetzt erstmals auch mit Mild-Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Antrieb erhältlich – ab 52.800 Euro. Die Markteinführung ist für Anfang 2021 geplant.

Jaguar F-Pace 2021
Der Jaguar F-Pace steht ab Anfang 2021 in einer überarbeiteten Version zur Verfügung.

Im Vergleich zum Vorgänger ist unter anderem die tiefer heruntergezogene Motorhaube auffällig. Dazu gesellen sich sehr schmale LED-Scheinwerfer, ein neu designter Grill, neue Rückleuchten sowie neu gestaltete Stoßfänger an der Vorder- und Rückseite. Die Plug-in-Hybrid-Variante mit vier Zylindern liefert im Zusammenspiel von Verbrenner und E-Motor 297 kW (404 PS) und bis zu 61 Kilometer rein elektrische Reichweite. Das Mild-Hybrid-Modell mit sechs Zylindern schafft je nach Ausführung als Benziner bis zu 294 kW (400 PS) und maximal 221 kW (300 PS) als Diesel.

Das Plug-in-Hybrid-Modell vereint einen 2,0 Liter Vierzylinder-Benziner mit 221 kW (300 PS) Leistung und einen 105 kW (143 PS) starken Elektromotor zu einem Gesamtpaket, das 297 kW (404 PS) Systemleistung bereitstellt. Ein Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt nach Herstellerangaben in 5,4 Sekunden.

Land Rover Velar (2021)

Etwas wuchtiger (weil kantiger designt) kommt kommendes Jahr der überarbeitete Land Rover Velar in den Handel. Es ist das letzte der aktuellen Land-Rover-Modelle, das nun ebenfalls mit einem (teil)elektrifizierten Plug-in-Hybrid-Antrieb zu haben ist. Mit bis zu 61 Kilometern rein elektrischer Reichweite. Dazu gesellen sich noch neue Autos mit Vier- und Sechszylindermotoren samt Mild-Hybridtechnologie. Im günstigsten Fall kostet der Land Rover Velar (2021) knapp 58.400 Euro.

Land Rover Velar
Als letztes Land Rover Modell ist jetzt auch der Velar als PHEV zu haben.

Lexus LS (2021)

Für Anfang 2021 hat unterdessen Lexus, die Premiummarke aus dem Hause Toyota, den überarbeiteten Lexus LS in Aussicht gestellt. Er kommt mit einer optimierten Hybrid-Batterie in den Handel, die den Elektromotor jetzt in einem noch breiteren Bereich unterstützen soll. Lexus verspricht zudem eine sanftere und gleichmäßigere Beschleunigung. Da die Hybridbatterie eine größere Rolle übernimmt, kann der Verbrennungsmotor bei niedrigen Drehzahlen betrieben werden. Er soll künftig noch leiser laufen, wenn er nach einer Phase des rein elektrischen Fahrens die Antriebsarbeit übernimmt.

Lexus LS (2021)
Der neue Lexus LS (2021) kommt Anfang kommenden Jahres in den Handel.

Von außen betrachtet hat Lexus dem neuen LS 500h einen neu geformten Stoßfänger spendiert. Schmale Dreifach-LED-Scheinwerfereinheiten beherbergen auch das L-förmige Tagfahrlicht. Die kleinen zusätzlichen Lufteinlässe im unteren Stoßfänger sind weiter nach außen gerückt und haben eine rechteckigere Form, was die Breite und kraftvolle Haltung des Fahrzeugs betonen soll. Ein Schnäppchen ist der Lexus LS 500h übrigens nicht. Je nach Ausführung liegen die Listenpreise zwischen 95.500 und 128.000 Euro.

Neue E-Autos jetzt verfügbar

Opel Mokka-e

Keine bahnbrechende Neuerung mehr: der neue Opel Mokka-e. Wir haben dir die Details dieses E-Autos schon Ende Juni in aller Ausführlichkeit vorstellen können. Ein Geheimnis war damals aber noch der Preis. Der ist jetzt ebenfalls bekannt. Ab 32.990 Euro kannst du dir das Fahrzeug sichern. Ziehst du den Umweltbonus ab, ist ein Einstieg sogar ab 23.420 Euro möglich. Die maximal mögliche Reichweite liegt auf Basis der 50 kWh-Batterie bei 324 Kilometern.

Opel Mokka-e
Der neue Opel Mokka-e mit einem neu entworfenen Front-Design.

Airways U5

Ebenfalls jetzt in Deutschland bestellbar, der China-SUV Aiways U5. In der Standard-Ausführung bezahlst du mindestens 35.100 Euro, in der Premium-Variante mindestens 38.100 Euro. Zu diesen Preisen bekommst du ein E-SUV mit 63 kWh-Batterie, der mit Allrad-Antrieb bis zu 410 (Standard) beziehungsweise 400 Kilometer (Premium) weit fahren kann.

Die Leistung des E-Autos aus Asien liegt bei beiden verfügbaren Modellen bei 150 kW (204 PS), das maximal mögliche Drehmoment bei 310 Nm. Während die Standard-Ausführung auf 17-Zoll-Rädern unterwegs ist, ist die Premium-Ausführung mit 19-Zoll-Bereifung unterwegs. Ferner besitzt das Premium-Modell unter anderem ein Panorama-Glasdach.

Bildquellen

  • BMW 8er Cabrio: BMW
  • Peugeot 508 PSE: Peugeot
  • Seat Leon E-Hybrid: Seat
  • Ford Mustang Mach-E GT: Ford
  • Kia e-Niro 2021: Kia
  • Jaguar F-Pace 2021: Jaguar
  • Land Rover Velar: Land Rover
  • Lexus LS (2021): Lexus
  • Opel Mokka-e: Opel
  • Land Rover Velar: Land Rover
Harley-Davidson: So sieht das erste E-Bike der Kultmarke aus
Harley-Davidson: Das ist das erstes E-Bike der Kultmarke
Kaum ein anderer Motorrad-Hersteller hat einen solchen Kult-Status wie Harley-Davidson. Ob Fat Boy, Dyna Glide oder Sportster: Die US-Amerikaner produzieren seit über 100 Jahren Motorräder, die auf der ganzen Welt bekannt sind. Völlig überraschend kommt nun das erste E-Bike von Harley-Davidson.

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