Neue E-Autos: Tesla und Volkswagen greifen an - E-Vans kommen auch

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Was gibt es eigentlich Neues vom Markt der E-Autos? Kurz gesagt: so einiges. Denn nicht nur neue Transporter, sondern auch neue PKW stehen vor ihrem Deutschlandstart. Unter anderem auch von Tesla und Volkswagen.
Peugeot e-Traveller tank an Ladestation Strom
Den Peugeot e-Traveller gibt es jetzt mit mehr Reichweite.Bildquelle: Peugeot

Das Jahr 2021 hat für alle Fans der E-Mobilität ziemlich vielversprechend angefangen. Im Januar haben auf dem Markt der E-Autos unter anderem ein neues Basismodell des Porsche Taycan, der Mercedes-Benz EQA 250 und ein E-Konzept des Renault R5 das Licht der Welt erblickt. Und auch auf dem Markt der Plug-in-Hybride ging es bereits zur Sache. Etwa mit dem Peugeot 508 SE oder dem Audi Q3 45 TFSI e. Doch das ist noch längst nicht alles. Es gibt noch ein paar weitere Neuvorstellungen, die wir dir nicht vorenthalten möchten.

Peugeot e-Traveller in neuer Variante

Zum Beispiel aus dem Hause Peugeot. Denn den vollständig elektrifizierten Familien-Van Peugeot e-Traveller kannst du jetzt in einer neuen Ausführung bestellen. Der Wagen steht jetzt nicht mehr nur mit einer 50 kWh großen Batterie zur Verfügung, sondern auch in einer 75 kWh-Ausführung – für mehr Reichweite. Nach WLTP-Standard sind damit aber auch keine sonderlich langen Reisen am Stück möglich. Bis zu 322 Kilometer stehen im Datenblatt – überschaubar. Zum Vergleich: Das 50-kWh-Modell bringt es sogar nur auf bis zu 227 Kilometer. Der verbaute Elektromotor im Peugeot e-Traveller entwickelt eine Leistung von 100 kW (136 PS) Kostenpunkt des Modells mit 75 kWh-Akku: mindestens 57.440 Euro.

Peugeot e-Partner neu vorgestellt

Speziell für Gewerbetreibende gedacht: der neue Peugeot e-Partner. Der kompakte Kastenwagen fährt mit einer 50-kWh-Batterie bis zu 275 Kilometer weit und ist damit vor allem für den Stadt- und Regionalverkehr interessant. Er soll ab Herbst verfügbar sein. Einerseits in einer Standard-Ausführung (4,40 Meter lang), aber auch in einer verlängerten Variante, die es auf 4,75 Meter bringt. Preise stehen für diese E-Autos aber leider noch nicht fest.

Als klassischer Van produziert sind im Innenraum drei Sitze zu finden. In einer Doppelkabinen-Variante finden bis zu fünf Personen Platz. Gedacht ist der Wagen unter anderem für Handwerker, als Lieferfahrzeug oder als Transporter für Verwaltungen, die sich ein emissionsfreies Fahrzeug für den Transport von Waren zwischen verschiedenen Standorten wünschen.

Peugeot e-Partner auf Parkplatz an Ladestation
Neuer Kleintransporter von Peugeot: der e-Partner.

Eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist nach Herstellerangaben in 11,2 Sekunden möglich, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h. Die maximal abrufbare Leistung hängt vom gewählten Fahrmodus ab. Im Eco-Modus stehen 60 kW für eine möglichst hohe Reichweite zur Verfügung. Standardmäßig lassen sich 80 kW abrufen, im auf Leistung beim Transport schwerer Lasten optimierten Power-Modus sind es 100 kW.

Alternative 1: Opel Combo-e Cargo

Gleiche Plattform, etwas anderes Design, aber auch noch kein veröffentlichter Preis: der Opel Combo-e. Auch hier kommt ein E-Motor mit in der Spitze 100 kW (136 PS) beziehungsweise 260 Newtonmetern Drehmoment zum Einsatz. Die Reichweite auf Basis der 50 kWh Batterie liegt wie beim Schwestermodell von Peugeot bei bis zu 275 Kilometern. Er bietet bis zu 4,4 Kubikmeter Ladevolumen und kann 800 Kilogramm Nutzlast schultern. Zudem kann der Stromer bis zu 750 Kilogramm an Anhängelast ziehen.

Opel Combo-e Cargo auf Parkplatz
Auch der Opel Combo-e Cargo soll Gewerbetreibende ansprechen.

Alternative 2: Citroën ë-Berlingo

Zweite Alternative ist der ebenfalls neu vorgestellte Citroën ë-Berlingo Kastenwagen. Auch hier kommt die e-CMP-Plattform der Groupe PSA zum Einsatz, der Peugeot, Opel und Citroën angehören. Die Folge: Auch mit diesem Fahrzeug bist du in der Lage auf Basis der verbauten 50 kWh Batterie bis zu 275 Kilometer weit rein elektrisch zu fahren. Die Garantie auf die Batterie beträgt acht Jahre oder 160.000 Kilometer für 70 Prozent ihrer Ladekapazität.

Citroën ë-Berlingo an Seitenstreifen an Ladesäule
Ein Kastenwagen für die Stadt: der Citroën ë-Berlingo.

E-Auto für den Schnee: Nissan e-NV200 Winter Camper Concept

Von Nissan gibt es unterdessen ein neues Konzeptfahrzeug. Es wurde für all diejenigen entwickelt, die auch im Winter einen aktiven Lebensstil pflegen möchten. Nissan beschreibt das so: Im Einklang mit (winterlicher) Natur und Wildnis weckt das vollelektrische Konzeptfahrzeug Nissan e-NV200 nachhaltige Abenteuerlust. Ob und falls ja wann es die neue Interpretation eines E-Autos tatsächlich für Endkunden zu kaufen geben wird, ist jedoch unklar.

Bei dem Camper ist unter anderem ein 220-Volt-Netzteil an Bord, das seine Energie aus Solarzellen auf dem Dach zieht und so eine autarke Versorgung inmitten der Natur ermöglicht. Zur Unabhängigkeit tragen auch die ins Fahrzeug integrierte, vollumfängliche Küche samt Kühlschrank und die ausklappbaren Betten bei. Isolierte Fenster schützen vor eisigen Temperaturen. Dank Offroad-Reifen ist auch ein Ausflug ins Gelände kein Problem.

Hyundai Kona Elektro – Die Preise des E-Autos sind da

Bereits ausführlich vorgestellt haben wir dir den neuen Hyundai Kona Elektro des Jahrgangs 2021. Jetzt steht auch fest, was das neue E-Auto kostet. Das Modell mit 100 kW (136 PS) und 39,2 kWh Batterie kostet je nach Ausführung zwischen 35.560 und 38.950 Euro. Mit 150 kW (204 PS) und 64 kWh großer Batterie werden zwischen 41.850 und 48.450 Euro fällig – Umweltbonus noch nicht eingerechnet. Deutlich preiswerter: der Hyundai Kona Hybrid mit Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe und 104 kW (141 PS). Hier musst du zwischen 26.900 und 32.300 Euro bezahlen.

Hyundai Kona Elektro in Garage an Wallbox
Kompakt-SUV für E-Auto-Fans: Der Hyundai Kona Elektro.

Tesla Model S und Model X: E-Autos bekommen ein Upgrade

Gute Nachrichten gibt es darüber hinaus für alle Fans des amerikanischen E-Auto-Pioniers Tesla. Denn das Model S und das Model X gibt es jetzt in überarbeiteten Ausführungen. Teil des Upgrades der beiden E-Autos ist beispielsweise im Innenraum ein Bildschirm im Querformat. So wie man es auch vom Model 3 und Model Y kennt. Noch deutlich auffälliger: Tesla verbaut jetzt ein rechteckiges Lenkrad. Das kannte man bisher nur vom Prototypen des Tesla Cybertruck.

Darüber hinaus dürfen sich jetzt auch Personen in der zweiten Sitzreihe über einen Bildschirm freuen. Überhaupt hat Tesla die Entertainment-Qualitäten von Model 3 und Model Y spürbar verbessert. Der Hersteller selbst will jetzt bis zu zehn Teraflops Rechenleistung pro Sekunde zur Verfügung stellen. Das ist genauso schnell wie die Leistung aktueller Spielekonsolen.

Tesla Model S auf Straße in Seitenansicht
Mehr Leistung für das Tesla Model S.

Zu beachten ist auch, dass es keine Performance-Versionen der beiden E-Autos mehr zu kaufen gibt. Stattdessen tragen sie jetzt den Zusatz Plaid und verfügen nun nicht mehr über zwei, sondern drei E-Motoren. Gemeinsam sind 1.020 PS Leistung abrufbar, was eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,1 Sekunden (Model S Plaid) beziehungsweise 2,6 Sekunden (Model X Plaid) möglich macht.

Tesla Model X Plaid auf Straße in der Seitenansicht
Und auch für das Tesla Model X gibt es jetzt ein Upgrade.

Das alles hat wiederum zur Folge, dass die Preise steigen. Für das Model S musst du mindestens 87.000 Euro einplanen, für das Model X 96.000 Euro. In der Plaid-Ausführung werden bei beiden Fahrzeugen mindestens 117.000 Euro fällig. Das Model S kannst du zudem in einer Plaid Plus Version kaufen – ab 140.000 Euro. Mit 1.100 PS und bis zu 840 Kilometern Reichweite.

Volkswagen nimmt Vorverkauf weiterer VW ID.4 Modelle auf

Und auch von Volkswagen gibt es interessante Neuigkeiten. Denn nach dem VW ID.4 1st stehen ab Mitte Februar auch die weiteren ID.4-Modelle im Vorverkauf zur Verfügung. Die Preise beginnen bei 38.450 Euro. Bereits im März sollen in Europa die Auslieferungen an erste Kunden beginnen. „Allein in diesem Jahr wollen wir deutlich mehr als 100.000 ID.4 an Kunden ausliefern“, sagt VWs PKW-Vertriebsvorstand Klaus Zellmer. Schon heute sollen 17.000 Auftragseingänge vorliegen.

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