Von Supersportwagen bis Transporter: Die neuesten E-Autos im Überblick

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Was es heißt, ein E-Auto zu fahren, kannst du dir ganz klassisch anhand eines E-Golf oder BMW i3 anschauen. Doch es geht auch exotischer. Wir zeigen dir in dieser Übersicht, die Neuheiten vom E-Auto-Markt der vergangenen Tage, die dieses Mal zum Teil auch richtig sportlich ausfallen.
Battista Anniversario
Bildquelle: Automobili Pininfarina

Koenigsegg Gemera

Sicherlich für die meisten unerschwinglich, aber trotzdem ein schönes Plug-in-Hybrid-Auto: der brandneue Koenigsegg Gemera, den der schwedische Hersteller auch als „Mega-GT“ bezeichnet. Und mit Blick auf die Leistung des Autos ist das alles andere als übertrieben.

Schon auf den ersten Blick wird deutlich: Hier geht es um einen waschechten Sportwagen. Um einen, der nicht nur unter der Haube einiges zu bieten hat, sondern zum Beispiel mit seinen geöffneten Flügeltüren, die sich um 90 Grad nach vorne klappen lassen, auch optisch so einiges hermacht. Egal von welcher Seite man den Koenigsegg Gemera betrachtet, es wird sofort deutlich, dass hier ein Auto unterwegs ist, dass so richtig gezähmt werden möchte, wenn es auf seinen 21- (vorne) beziehungsweise 22-Zoll-Reifen (hinten) zum Ziel rollt.

Koenigsegg Gemera
Ein Sportwagen, wie man ihn sich schöner nicht ausmalen könnte: der Koenigsegg Gemera.

Bis zu vier Personen finden im Koenigsegg Gemera Platz und können dann erleben, wie das Auto mit seinen 1.700 PS Systemleistung und 3.500 Newtonmetern (Nm) Drehmoment von 0 auf 100 in fast schon schwindelerregenden 1,9 Sekunden beschleunigt. Das Gefühl der Beschleunigung dürfte ziemlich einzigartig sein. Die Höchstgeschwindigkeit – sie liegt bei 400 km/h – ebenso.

Interieur des Koenigsegg Gemera
Im Innenraum des neuen Gemera finden bis zu vier Personen Platz.

Wenn du das Fahrzeug, das übrigens auf 300 Einheiten limitiert ist,  rein elektrisch bewegst, kommst du mit ihm circa 50 Kilometer weit.  Dafür stehen insgesamt drei E-Motoren zur Verfügung. Einer an jedem Hinterrad und einer direkt an der Kurbelwelle. Für bis zu 1.000 km/h Reichweite muss der Dreizylinder-Benziner zugeschaltet werden.

Frontansicht des Koenigsegg Gemera
In der Spitze bis zu 400 km/h und 1.700 PS – mehr als beim Koenigsegg Gemera geht kaum.

Einen Preis für das Luxus-Auto gibt es von offizieller Seite bisher noch nicht. Niemanden dürfte jedoch ein Betrag von 1,5 Millionen Euro oder sogar noch mehr überraschen. Ein Fahrzeug dieser Klasse gibt es eben nicht mal eben für ’n Appel und ’n Ei.

Pininfarina Battista Anniversario

Wenn es statt eines Hybrid-Antriebs lieber ein reiner Elektro-Sportwagen sein soll, könnte der Pininfarina Battista Anniversario etwas für dich sein. Der bringt es sogar auf satte 1.900 PS Systemleistung nebst 2.300 Nm Drehmoment, wird aber nur fünf Mal gebaut. Der Preis: Schlappe 2,6 Millionen Euro. Du kannst also schon mal zur Bank laufen, um die notwendigen Euro-Scheinchen abzuheben.

Doch Spaß beiseite: Das Sondermodell des Battista ist natürlich nur für Menschen gedacht, die es sich auch leisten können. Am ehesten solltest du einen Anniversario also irgendwo in Dubai oder Beverly Hills zu sehen bekommen. Längere Strecken zurückzulegen ist jedenfalls kein Problem. Emissionsfrei sind über die 120 kWh große Batterie rund 500 Kilometer Reichweite möglich.

Das nach Angaben des Herstellers leistungsfähigste italienische Auto mit Straßenzulassung beschleunigt in unter zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h, auf 300 km/h spurtet das Auto auf seiner 21-Zoll-Bereifung in unter zwölf Sekunden. Und in der Spitze sind sogar 350 km/h möglich.

Xpeng P7

Eine ganz andere Zielgruppe spricht der chinesische Hersteller Xiaopeng Motors an. Er möchte vor allem mit Tesla und anderen Endkundenmarken konkurrieren, die E-Autos produzieren. Unter anderem mit dem Xpeng P7.

Bis zu 706 Kilometer elektrische Reichweite soll die Kleinlimousine bieten, die in knapp sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen kann. Dafür kommt eine Batterie mit einer Kapazität von knapp 81 kWh zum Einsatz.

Ob es den Xpeng P7 mit seinem standardmäßig verbauten Heckantrieb jemals in Europa zu kaufen geben wird? Noch unklar. In China soll der Marktstart im Laufe des Jahres erfolgen – zu einem Preis von umgerechnet mindestens 35.000 Euro.

MeV Bee

In die Kategorie Smart könnte man das neue Kleinfahrzeug Bee packen, das als Zweisitzer konzipiert ist und aktuell auch als Beeanywhere durch die Gazetten geistert. Klein, kompakt, zwei Türen, vergleichsweise wenig Stauraum – das Fahrzeug macht schon auf den ersten Blick klar, wo es sich zu Hause fühlt: im Stadtverkehr.

Auch wenn der Homepage des britischen Herstellers noch keine Details zu dem Stadtmobil zu entnehmen sind, dürfte eines klar sein: Man verfolgt den Ansatz, ein nicht nur kleines, sondern auch preiswertes E-Auto zu bauen. Ganz so wie es auch e.Go Mobile aus Aachen tut.

Volkswagen ABT E-Transporter

Bei Volkswagen ist es ab sofort möglich, ab knapp 45.000 Euro (netto) den ABT E-Transporter 6.1 vorzubestellen. Nach einem Umbau der Spezialisten von ABT e-Line sind mit dem Elektrofahrzeug aus dem Hause Volkswagen allerdings nur emissionsfreie Fahrten bis zu 130 Kilometer möglich. Und das auch nur dann, wenn man nicht schneller als 90 km/h fährt. Wer den Transporter zum Beispiel auf der Autobahn auf 120 km/h beschleunigt, kann nur bis zu 121 Kilometer weit fahren. Das ist ohne Wenn und Aber vergleichsweise wenig.

Die Leistung des Fahrzeugs liegt bei 83 kW, was umgerechnet 113 PS entspricht. Das maximal mögliche Drehmoment liegt bei 200 Nm. Der im Unterboden neu verbaute Energiespeicher hat eine Kapazität von 37,3 kWh.

Ford Transit EV

Interessante Transporter-News gibt es in Sachen E-Mobilität auch von Ford. Und zwar in Bezug auf den Kassenschlager Ford Transit. Als Plug-in-Hybrid hat Ford das Fahrzeug schon vorgestellt, bald kommt es auch als Voll-Stromer in den Handel. Zumindest in den USA und in Kanada. Dort wurde der Ford Transit EV nun für das Modelljahr 2022 offiziell angekündigt. Voraussichtlich Ende 2021 dürfte der meistverkaufte Transporterwagen der Welt – 2019 wurden rund 240.000 Einheiten an den Mann gebracht – dann erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Teaserbild Ford Transit EV

Mercedes-Benz eVito Tourer

Ganz neu ist auch der überarbeitete eVito Tourer, der am Dienstag offiziell vorgestellt wurde. Er bietet mit seinem elektrischen Front-Antrieb eine Leistung von 150 kW (204 PS), Platz für bis zu neun Personen und fährt rein elektrisch bis zu 421 Kilometer weit. Auffällig ist vor allem der Kühlergrill in neuer Optik.

Der Ladeanschluss zum Strom tanken ist im Stoßfänger vorne links integriert. Das Serienmodell kann bis zu 140 km/h schnell fahren, ein von Mercedes ebenfalls angekündigtes Sondermodell sogar bis zu 160 km/h. Grundsätzlich gilt aber natürlich: Je schneller man fährt, desto geringer fällt am Ende die Reichweite aus.

Mercedes-Benz eVito Tourer

Der neue Mercedes-Van mit E-Maschine ist voraussichtlich im Sommer verfügbar. Das Modell mit Verbrenner ist schon ab dem 1. April bestellbar. Der Einstiegspreis liegt bei knapp 22.600 Euro.

Bildquellen

  • Koenigsegg Gemera mit offenen Türen: Koenigsegg
  • Innenraum des Koenigsegg Gemera: Koenigsegg
  • Koenigsegg Gemera Front: Koenigsegg
  • Ford Transit EV: Ford
  • Mercedes-Benz eVito Tourer: Mercedes-Benz
  • Battista Anniversario: Automobili Pininfarina
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