Netflix testet neue Zufall-Option und mehr

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Beim Streaming-Dienst Netflix wird es in Zukunft einige kleine, aber interessante Änderungen geben. So hat das Unternehmen bekannt gegeben, man werde neue Funktionen wie eine Top-10-Liste probeweise einführen und offener mit seinen Daten umgehen. Auch ein „Shuffle“-Feature ist nun aufgetaucht.
Ein Paar liegt auf dem Bett und schaut eine Serie auf dem Fernseher
Bildquelle: Netflix

Netflix verändert sich: Der Streaming-Dienst für Serien und Filme hat in den vergangenen Tagen mehrere Neuerungen an seinem Angebot bekannt gegeben beziehungsweise testet diese Funktionen schon. Den Anfang machte dabei die Ankündigung, in Zukunft ein Top-10-Features testen zu wollen. So soll wöchentlich eine Bestenliste im Vereinigten Königreich (UK) angezeigt werden, die die beliebtesten Serien und Filme auf Netflix führt. Jedes Genre soll eine eigene Liste bekommen, berichtet The Verge. Die Testphase der Funktion wird im zweiten Quartal beginnen und einige Monate auf die Probe gestellt. Dann will Netflix entscheiden, ob man das Feature ausbaut oder beendet.

Eine weitere, unangekündigte Neuerung ist in den USA aufgetaucht. So berichtet die Website Android Police, dass Netflix eine Zufall-Option testet. Dieses Feature erscheint in zwei Varianten. Einerseits erhalten Nutzer die Auswahl, eine beliebte Episode einer Serie zu schauen (Play a Popular Episode). Andererseits gibt es einen zusätzlichen Button, der nach dem Start einer Serie erscheint. Er bringt den Zuschauer dann zu einer zufälligen Episode. Beide Funktionen sind aktuell wohl nur in der Android-App von Netflix verfügbar.

Netflix
Netflix
Entwickler: Netflix, Inc.
Preis: Kostenlos+

Netflix versucht’s mit Transparenz

Die wohl größte Neuerung bei Netflix findet aber auf einer Meta-Ebene statt. So will der Streaming-Dienst laut eigener Aussage in Zukunft mehr Zuschauer-Daten veröffentlichen. Man möchte transparenter werden, zitiert The Verge den für Inhalte verantwortlichen Manager Ted Sarandos. Zuerst erhalten Produzenten Zugang zu diesen Daten. Dann sollen Abonnenten folgen und zum Abschluss die Presse. Das Besondere daran ist, dass Netflix in der Vergangenheit stets sehr zurückhaltend war, was die Sehgewohnheiten der eigenen Zuschauer angeht. Nur sehr selten veröffentlichte man konkrete Zahlen.

Für diese Geheimniskrämerei stand das Unternehmen auch das eine oder andere Mal schon in der Kritik – besonders wenn es sich um fragwürdige Aussagen handelt (wie 2015, als das Unternehmen sagte, „Narcos“ hätte mehr Zuschauer als „Game of Thrones“) oder wenn es um exklusive Titel sowie Serien geht. Wie genau Netflix in Zukunft transparenter werden will, sagte man aber nicht.

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