Netflix will das Teilen von Zugangsdaten und Kosten unterbinden

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Grundsätzlich können Streaming-Dienste weder als teuer noch als günstig bezeichnet werden. Das liegt immer im Auge des Betrachters. Darum ist es auch kein Wunder, dass diejenigen, die eine solche Frage mit „teuer“ beantworten oftmals den Account mit Freunden und Familienmitgliedern teilen, um die Kosten zu senken. Genau diese Praxis will Netflix künftig jedoch unterbinden.
Ein Paar liegt auf dem Bett und schaut eine Serie auf dem Fernseher
Bildquelle: Netflix

Ein Großteil derer, die nicht gerade in Geld schwimmt und dennoch die neusten Filme anschauen möchte, hat wohl zumindest schon einmal daran gedacht: Wenn man das Konto mit mehreren weiteren Personen teilt, sinken die monatlichen Kosten auf einen Bruchteil des ursprünglichen Betrags. So kann viel Geld gespart werden – Geld, dass ansonsten in den Taschen von Netflix gelandet wäre. Kein Wunder also, dass der Streaming-Dienst bei einer solchen Praxis nicht gerade Freudensprünge macht. Bisher blieb der Status quo dennoch unverändert; wobei „bisher“ hier das Stichwort ist.

Netflix will Passwort-Sharing stoppen

In einem kürzlich veröffentlichen Video zum dritten Geschäftsquartal wurde der Netflix-Manager Greg Peters gefragt, wie das Unternehmen das Teilen von Passwörtern angehen wolle, ohne die Nutzer zu verschrecken. Daraufhin bestätigte Peters, dass Netflix die Situation beobachte. Das Unternehmen suche nach verbraucherfreundlichen Lösungen. Große Päane, die das Unternehmen ankündigen könne, gäbe es zu diesem Zeitpunkt allerdings noch keine.

Zusätzliche Regulierungen könnten mehr schaden als nützen

Dass sich der Netflix-Manager im Interview so zurückhaltend zeigte, hat seine Gründe. Der Video-Streaming-Markt ist nämlich hart umkämpft. Laut einer neuen Studie von ARD und ZDF nutzen rund 21 Prozent der Deutschen (ab 14 Jahren) mindestens ein Mal die Woche Netflix. Damit ist das Unternehmen bei Video-Streaming-Diensten hierzulande ungeschlagen. Doch falls Netflix zu aggressiv gegen das Passwort-Sharing vorgeht, könnte sich das schon bald ändern. Mit rund 16 Prozent ist der Konkurrent Amazon Prime nämlich nicht allzu weit entfernt. Zudem dürften ähnliche Dienste von Apple und Disney demnächst stark an Bedeutung gewinnen – eine allzu strenge Anti-Passwort-Sharing-Kampagne kann sich Netflix also eigentlich nicht leisten.

Spotify als Negativbeispiel

Eine ähnliche Kampagne hat vor Kurzem der Musik-Streaming-Dienst Spotify geplant. Dabei wollte das Unternehmen mithilfe von Google Maps überprüfen, ob Personen, die einen Familientarif nutzen, auch tatsächlich zusammen in einem Haushalt leben. Egal ob diese Vorgehensweise gerechtfertigt ist oder nicht, der Aufschrei im weltweiten Datennetz war auf jeden Fall groß.

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