Kinofilme direkt im Stream: "Das ist es, was Kunden wollen"

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Was wird aus Kinofilmen, die durch die Pandemie vorerst ungesehen bleiben? Sie verschieben sich – oder kommen direkt ins Netz. Netflix spricht sich wenig verwunderlich vor allem für letzteres aus und sagt: Das ist, was Kunden wollen.
Heimkinoprojektor Symbolbild Sony
Bildquelle: Sony

Die Corona-Pandemie hat Kinos überall auf der Welt in eine Tiefe Krise gestürzt. Die Pforten blieben nicht nur 2020 lange Zeit geschlossen, auch in diesem Jahr sieht es bis jetzt nicht rosiger aus. Die Situation zeigt, dass Kinos, so wie sie jetzt bestehen, langfristig gesehen auf einem absteigenden Ast stehen. Netflix-Produktchef Greg Peters sieht das pragmatisch, in Streaming-Diensten aber vor allem die Zukunft.

Kinofilme direkt im Netz: Ist es das, was Kunden wollen?

Gegenüber dem Magazin Deadline äußerte Peters, dass es das sei, was Kunden wollen: Kinofilme direkt im Netz sehen. Dabei sieht er in naher Zukunft das Aus für die Kinobranche, da man sich dem Trend schlicht nicht widersetzen könne. In Zukunft würden Zuschauer so oder so nicht mehr lange darauf warten müssen, ehe ein Kinofilm auch gestreamt werden könne, malt Peters die Zukunft.

Diesen Trend beschleunigt nicht nur die Krise, sondern auch die Entscheidungen der Filmstudios. Ein Grund dafür ist auch die steigende Nachfrage nach Streaming-Diensten und dem Filmangebot im Netz. „Die Känguru Chroniken“ starteten im Frühjahr des vergangenen Jahres direkt im Internet. Auch Disney brachte unter anderem zuletzt „Raya und der letzte Drache“ zum Start nicht nur ins Kino, sondern parallel auch zum hauseigenen Dienst Disney+.

Die Preise sind dabei genauso hoch oder teurer, als das Kinoticket. Für „Die Känguru Chroniken“ wurde beispielsweise ein Preis von rund 22 Euro fällig. Das hielt die Menschen nicht ab, den Film im Netz anzusehen – im Gegenteil: Das Angebot erfreute sich großer Beliebtheit. Verbraucher rüsten indes ihr Wohnzimmer auf – unter anderem mit besser auflösenden Fernsehern, Surround-Sound-Systemen oder Beamern, die das Kinogefühl nach Hause holen.

Netflix und Co. setzen auf eigene Filme

Im Gespräch waren im vergangenen Jahr immer wieder, dass Kinofilme wie „James Bond – Keine Zeit zu sterben“ exklusiv auf Netflix und Co. laufen. Diese vergleichsweise teuren Filme schafften es zwar nicht ins Netz, wurden dafür aber zahlreich verschoben. Der Trend, eigene Filme zu produzieren, nimmt jedoch zu. Speziell Netflix investierte nun verstärkt in Eigenproduktionen, die nur teilweise im Kino zu sehen waren. Dazu zählen etwa „The Irishman“ Oder auch „Bird Box“.

Mit diesem Schritt will der Streaming-Anbieter nicht nur der klassischen Konkurrenz, sondern vor allem Filmstudios entgegenwirken, die ihre eigenen Streaming-Dienste nach und nach auf die Beine stellen. Beispiel: Disney. Waren Disney-Filme eine Zeit lang auch bei Netflix, Amazon Prime Video und Co. verfügbar, liefen die Rechte mit dem Start von Disney+ aus.

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