Nello One: Smartes Schließsystem läuft nach Insolvenz (doch) weiter

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Home, Smart Home. Hat man sich ein vernetztes Zuhause einmal aufgebaut, ist es schwer, wieder davon loszulassen. Oder auf Produkte zu verzichten, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr funktionieren. Am eigenen Leib erfahren dies nun Kunden der insolventen Firma Nello. Durch die Insolvenz wird das smarte Türschloss des Herstellers aber nicht nutzlos.
Nello One smartes Schließssystem
Bildquelle: Nello

Das Münchner Startup Locumi Labs GmbH, die hinter dem Markennamen Nello stehende Firma, hat bereits vor rund einem Jahr Insolvenz angemeldet. Acht Monate suchte man nach neuen Investoren – vergeblich. Fünf Jahre nach der Gründung schließt das Unternehmen seine Pforten. Die Konsequenz daraus: Viele Produkte werden in der Theorie quasi über Nacht nutzlos. Das Problem: Nello setzt auf cloudbasierte Lösungen, die durch die Pleite zeitnah nicht mehr unterhalten werden können. So dachte man bisher.

Die Server des Unternehmens sollten zum 18. Oktober abgeschaltet werden. Das smarte Türschloss Nello One wäre dann unbrauchbar geworden, da es ausschließlich mit der Verbindung der eigenen Cloud funktioniert.

Nun wurde bekannt: Ende Oktober hat das italienische Unternehmen SCLAK den insolventen deutschen Anbieter smarter Türöffnungssysteme übernommen und will die Dienste nach eigenen Angaben weiter betreiben. Das 150 Euro teuere Nello-Schloss bleibt also weiter nutzbar.

Einzige Voraussetzung ist ein Update der Smartphone-App, das in Kürze zur Verfügung stehen soll. Darin müssen Nutzer auch die Zustimmung geben, dass ihre Daten an SCLAK übertragen werden.

 

Die Idee hinter Nello One

Das smarte Schließsystem Nello One soll den physischen Schlüssel mehr oder weniger überflüssig machen. Das Produkt wird mit der Gegensprechanlage in der Wohnung sowie dem eingerichteten WLAN verbunden. Dadurch kann Nello One nicht nur das Klingeln erfassen, sondern parallel auch den Türöffner betätigen. Nutzer können das System bei Bedarf per Smartphone-App auch aus der Ferne bedienen.

Kritik erntete das Unternehmen immer wieder für den Cloud-Zwang und die damit verbundenen, rechtlichen Unsicherheiten. Man monierte, dass Nello One im Ernstfall nicht offline genutzt werden könne.

Quellen:

Bildquellen

  • Nello One: Nello
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