Mobilfunk und Festnetz: Diese Preisänderung betrifft jeden

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In dieser Woche wird es in Deutschland zu Preisänderungen an jedem Festnetz- und Handyvertrag kommen. Die gute Nachricht dabei ist: Es wird billiger. Denn eine neue EU-Verordnung greift.
Ein Man sitzt auf einer Parkbank und nutzt sein Handy
Bildquelle: Pixabay

Gemäß der neuen EU-Verordnung, die ab dem 15. Mai 2019 gilt dürfen Auslandsgespräche aus Deutschland nicht mehr als 19 Cent pro Minute kosten. Dabei handelt es sich um den Netto-Preis. Das heißt, dass der Endkundenpreis in Deutschland bei 22,6 Cent liegen wird. Es ist bei der Obergrenze egal, ob ein Gespräch vom Festnetz oder vom Handy aus stattfindet. Auch ist es egal, ob im Ausland ein Handy oder ein Festnetzanschluss angerufen wird. Die Anbieter dürfen niedrigere Preise anbieten, was viele auch bei Gesprächen vom und ins Festnetz bereits machen. Die Umsetzung geht auf inzwischen fast ein Jahr alte Pläne zurück.

Weiterhin sind ab 15. Mai auch die Kosten für SMS ins Ausland gedeckelt. Sie betragen künftig maximal 6 Cent netto, also 7,14 Cent brutto in Deutschland.

Wichtig: Die regulierten Preise gelten nur für Anrufe, die zu EU-Ländern geführt werden. Anders als beim EU-Roaming sind Norwegen, Island und Liechtenstein zunächst nicht betroffen. Auch nicht betroffen sind Gespräche in Länder wie die Türkei. Sie dürfen weiterhin frei bepreist werden.

Telefonate im EU-Ausland ins Ausland werden übrigens weiterhin so bepreist, als wäre es ein Gespräch innerhalb Deutschlands. Wer also eine Flatrate in Deutschland hat und in Frankreich nach Italien telefoniert, zahlt dafür nichts extra.

Achtung Kostenfalle: Ausnahmen von der Verordnung

Es gibt auch bei dieser Verordnung Ausnahmen: So sind wie immer Sonderrufnummern von der Regelung ausgenommen. Sie dürfen weiterhin mehr kosten. Außerdem sind auch Gespräche, die zwar scheinbar innerhalb der EU-geführt werden, aber aus speziellen Netzen aufgebaut werden, ausgenommen. Das betrifft insbesondere Fähren und Kreuzfahrtschiffe, die eigene Bordnetze haben.

Eine weitere Ausnahme gibt es für Kunden, die schon einen Auslandstarif bei ihrem Anbieter gebucht haben. Wer beispielsweise eine Auslandsoption gebucht hat, mit der auch Gespräche in Nicht-EU-Länder billiger werden, sollte bei seinem Anbieter in Erfahrung bringen, welche Preise künftig für ihn gelten. Für diese Optionen gibt es eine Übergangsfrist bis Mitte Juli.

 

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