Carsharing: Miles greift mit modernen Elektroautos an

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Carsharing ist vor allem in Großstädten beliebt. Und Miles bringt jetzt in zwei erste Städte moderne Elektroautos von Volkswagen ins Portfolio. Ein weiterer Ausbau der Flotte und Geschäftsgebiete ist schon in Planung.
Frau öffnet mit ihrem Smartphone eine Carsharing-Wagen von Miles.
Die Flotte von Carsharing-Anbieter Miles umfasst jetzt auch den VW ID.3.Bildquelle: Miles

Wenn man über das Thema Carsharing spricht, sind eine Handvoll Anbieter in aller Munde. We Share zum Beispiel, das inzwischen fusionierte Angebot von Drive Now und Car2Go. Oder auch Sixt Share, realisiert vom aktuell größten deutschen Autovermieter. Zudem ist vielerorts auch Flinkster, das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn, vertreten.

Miles: E-Autos für Hamburg und Berlin

Weniger bekannt ist hingegen Miles. Dabei unterscheidet sich das in fünf deutschen Städten verfügbare Carsharing-Angebot deutlich von seinen Wettbewerbern. Die Fahrten werden nämlich nicht pro Minute abgerechnet, sondern pro gefahrenem Kilometer. Das nimmt vom Fahrer den Druck, möglichst schnell zum Ziel zu kommen, um Kosten zu sparen. Und von Miles gibt es jetzt interessante Neuigkeiten. Der Anbieter nimmt sich das Themenfeld E-Mobilität zur Brust.

Ab sofort umfasst die Flotte von Miles nämlich auch 150 Elektroautos. Wie WeShare, Carsharing-Angebot von Volkswagen, setzt auch Miles bei seiner E-Flotte auf den VW ID.3. Das E-Auto hat eine rein elektrische Reichweite von bis zu 420 Kilometern und steht ab sofort vor allem in Hamburg zur Verfügung.

Insgesamt 120 der 150 E-Autos von VW werden künftig über die Straßen der norddeutschen Metropole rollen. Die restlichen 30 Autos stehen in Berlin bereit. Grund für die Standortwahl ist nach Angaben des Anbieters, dass die Stadt Hamburg Elektromobilität stärker fördert. So dürfen in Hamburg Carsharing E-Fahrzeuge im öffentlichen Parkraum kostenfrei parken. In Berlin ist das Parken nach Angaben des Anbieters nur während des Ladevorgangs kostenfrei.

E-Flotte soll Expandieren

Darüber hinaus ist Miles auch in Köln, Düsseldorf und München aktiv. Hier bietet der Carsharing-Anbieter aber nur Transporter zum spontanen Ausleihen an. Und das soll vorerst auch so bleiben. Die VW ID.3 stehen in Hamburg und Berlin unterdessen als Ergänzung zu den schon bisher nutzbaren Carsharing-Autos von Miles zur Verfügung.

„Langfristig stehen wir einer Expansion der E-Fotte und dem Ersetzen von Verbrennern positiv gegenüber“, sagte einer Sprecherin von Miles gegenüber inside digital. Man müsse nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich nachhaltig handeln, ergänzt Miles-Chef Oliver Mackprang. „Hier sind wir auf eine kooperative Zusammenarbeit mit den Städten angewiesen.“

VW ID.3 von Miles in der Seitenansicht während der Fahrt.
E-Auto für Hamburg und Berlin: der ID.3 von VW beim Carsharing-Anbieter Miles.

In der Miles-App werden die neuen E-Autos übrigens mit dem Buchstaben E gekennzeichnet. Pro Kilometer kostet die Fahrt mit einem VW ID.3 89 Cent. Das ist genauso viel wie mit Miles-Autos, die mit einem klassischen Verbrenner ausgestattet sind.

Miles will weiter wachsen

Für 2021 ist ein weiterer Ausbau der Geschäftsgebiete und Flotte geplant. Das Jahr 2020 hat Miles trotz Corona-Pandemie nach eigenen Angaben profitabel abschließen können. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 20 Millionen Euro, was einer Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr entsprach.

Im Februar hatte auch WeShare eine Expansion nach Hamburg verkündet. Seitdem stehen in der Hansestadt zunächst 400 VW ID.3 von WeShare zur Verfügung.

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