Mercedes EQA 250 vorgestellt: E-Kompakt-SUV mit Sparpotenzial

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Mit dem Mercedes-Benz EQA steht jetzt ein neuer Stromer zur Verfügung, der auf dem Mercedes GLA aufsetzt. Zunächst steht nur ein Modell des EQA zur Verfügung, doch weitere Varianten sind bereits in Aussicht gestellt.
Mercedes EQA vorgestellt
Ein Kopakt-SUV wie er im Buche steht: der Mercedes Benz EQA 250.Bildquelle: Mercedes-Benz

Lange wurde über ihn spekuliert, jetzt hat Daimler ihn offiziell vorgestellt: den Mercedes-Benz EQA. Das E-Auto aus der Klasse der Kompakt-SUVs soll im Format des Mercedes-Benz GLA den Einstieg in die Welt der Stromer auch für Mercedes-Fans möglich machen. Vor allem Singles und junge Familien in Großstädten will der Stuttgarter Hersteller mit dem Wagen ansprechen. Elemente des in Deutschland so beliebten SUV-Looks sind unübersehbar. Der Preis wirkt auf den ersten Blick recht hoch angesetzt, lässt sich aber spürbar drücken. Und es winkt noch mehr Sparpotenzial.

Mercedes EQA: Kompaktes SUV-Gewand

Blickt man auf die technischen Daten des Mercedes-Benz EQA 250, wird schnell deutlich, dass der Fokus auf Alltagstauglichkeit liegt. Und zwar primär auf der Kurz- und Mittelstrecke. Denn mit einer Reichweite von maximal 426 Kilometern nach WLTP-Norm ist es beispielsweise nicht möglich ohne Strom-Nachtankung von Hamburg bis Frankfurt, von Berlin bis Nürnberg oder von München bis Dresden zu fahren. Gleichwohl reicht die Reichweite aus, um im Stadtverkehr lange mobil zu bleiben. Und auch für Pendler ist die Reichweite des Mercedes EQA in aller Regel vollkommen ausreichend.

Ausgestattet mit einem Frontantrieb entwickelt der Mercedes EQA 250 eine Leistung von 140 kW (190 PS) bei einem Drehmoment von 375 Nm. Eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt nach Herstellerangaben in 8,9 Sekunden, bei der Höchstgeschwindigkeit ist bei 160 km/h Schluss. Die Kapazität der Batterie liegt bei 66,5 kWh, eine Wiederaufladung an einer Wallbox gelingt laut Hersteller von 10 auf 100 Prozent in 5:45 Stunden. Flotter geht’s an einer Schnellladesäule: von 10 auf 80 Prozent in 30 Minuten.

Mercedes EQA 250
Frontansicht des Mercedes-Benz EQA 250.

Weitere EQA-Modelle werden folgen

In den kommenden Monaten will Daimler das Angebot an EQA-Modellen vergrößern. Dann sollen weitere Varianten des SUV-Stromers mit Allradantrieb beziehungsweise mehr als 500 Kilometern Reichweite folgen. „Wir werden eine ganze EQA Modellfamilie anbieten, mit Leistungen von 140 bis über 200 kW und mit Front- sowie Allradantrieb“, sagt Daimler-Vorstand Markus Schäfer. Das ist vor allem mit Blick auf den Volkswagen ID.4 notwendig, dessen Reichweite den EQA überflügeln kann.

Erhöhte Sitzposition für mehr Übersicht im Straßenverkehr

Ganz offiziell ist der Mercedes-Benz EQA 250 das erste vollelektrische Mitglied der Kompaktwagen-Familie von Mercedes-Benz. Gewisse SUV-Züge sind aber unverkennbar. Und das wird vor allem die Passagiere des EQA erfreuen. Sie dürfen sich nämlich über eine erhöhte Sitzposition freuen, die für mehr Überblick im Straßenverkehr sorgt.

Heckansicht des Mercedes-Benz EQA 250
Ein breites Lichtband ziert das Heck des Mercedes-Benz EQA 250.

Rein optisch fällt sofort der große Mercedes-Stern an der Front ins Auge. Doch nicht nur das. Auch die vorne und hinten in die Karosserie integrierten Leuchtbänder sorgen für einen Wiedererkennungswert bei Tag und Nacht. Ein horizontaler Lichtleiter verbindet die beiden Tagfahrleuchten der Voll-LED-Scheinwerfer miteinander. Blaue Farbakzente im Scheinwerfer bestärken das Mercedes-EQ typische Erscheinungsbild. Die LED-Heckleuchten gehen nahtlos in das sich verjüngende LED-Leuchtband über.

Im Innenraum kommt serienmäßig das Infotainment-System MBUX zum Einsatz – optional mit Head-up-Display. Im Media-Display lassen sich über die Mercedes-EQ Kachel Menüs zu Ladeoptionen, Stromverbrauch und Energiefluss aufrufen. Die rechte Anzeige im Kombiinstrument ist ein Leistungs- statt Drehzahlmesser. Oben wird die prozentuale abgerufene Power angegeben, unten die Energierückgewinnung/Rekuperation. Im linken Instrument lässt sich einblenden, ob das Ziel ohne Zwischenstopp zum Laden erreicht werden kann. Die Farben ändern sich je nach Fahrsituation: Bei einem Boost-Vorgang beispielsweise wechselt die Anzeige zu weiß.

MBUX System im Mercedes-Benz EQA
Im Innenraum des Mercedes-Benz EQA kommt das MBUX-Infotainment-System zum Einsatz.

Was kostet der Mercedes EQA?

All das gibt es aber nicht zum Schnäppchenpreis. In Deutschland beginnen die Preise für den Mercedes EQA 250 bei 47.540 Euro. Davon kannst du aber noch den vollen Umweltbonus abziehen. Das macht einen Einstieg für knapp 39.000 möglich. Erste Fahrzeuge sollen im Frühjahr zu den Händlern rollen. Gebaut wird der EQA in Mercedes-Werk in Rastatt.

Und noch eine Kleinigkeit darf man darüber hinaus nicht vergessen. Wenn du dich für ein reines E-Auto entscheidest, das bis Ende Dezember 2025 neu zugelassen wird, zahlst du über Jahre keine Kfz-Steuer. Stand heute gilt die Steuerbefreiung maximal 10 Jahre und längstens noch bis zum 31. Dezember 2030. Verlängerung nicht ausgeschlossen.

Bildquellen

  • Mercedes-Benz EQA 250 Front: Mercedes-Benz
  • Mercedes-Benz EQA 250 Heck: Mercedes-Benz
  • Mercedes Benz EQA 250 MBUX: Mercedes-Benz
  • Mercedes Benz EQA 250: Mercedes-Benz
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2 KOMMENTARE

  1. Der Autor fährt sicher Bahncard. Sinnloser kann man über ein völlig sinnbefreites Auto nicht schreiben. Äh, sorry, Spardose statt Auto – das hat sicher die PR-Abteilung von MB gesagt (wegen der Steuer) und auch vorgeschlagen, das in den Titel zu schreiben. Schon mal jene Ausstattung hinzugewählt, die bei anderen Herstellern Standard ist und sich den Endpreis angesehen? Teurer Elektroschrott, hochsubventioniert von der Allgemeinheit, lahme Beschleunigung, abgeriegelt, keine nennenswerte Reichweite, kein 4WD trotz rollender Schrankwand. Zielgruppe: Schwachsinnige mit dem nötigen Kleingeld.

    • Kennen wir uns, Max? Ich hatte 3 Jahre eine BahnCard 100 und aktuell eine 50er. Du kennst mich überraschend gut… 😂

      Davon abgesehen kannst du dir ja mal die Original-Pressemitteilung von Mercedes raussuchen und schauen, ob da ein Satz zum Thema Kfz-Steuer drin steht. 😉

      Unbestritten richtig ist natürlich, dass Zusatzausstattung bei MB ziemlich viel extra kostet. Es behauptet aber auch niemand, dass der EQA ein günstiges Auto ist. Günstig ist aber ohnehin kaum ein E-Auto.

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