Mehr als 100.000 Autos betroffen: Diese Modelle fallen am häufigsten durch den TÜV

3 Minuten
Jahr für Jahr gibt der TÜV Zahlen heraus, die unter anderem zeigen, wie viele Autos durch die Hauptuntersuchung fallen. Und auch, welche Modelle besonders von Mängeln betroffen sind. Jedem fünften Fahrzeug verweigern die Prüfer die Plakette, Tausende werden sofort stillgelegt.
Diese Autos fallen am häufigsten durch den TÜV
Diese Autos fallen am häufigsten durch den TÜVBildquelle: Rachel Claire / Pexels

Ob beim TÜV, Dekra oder der GTÜ: Alle zwei Jahre muss das Auto zur Hauptuntersuchung (HU). Wie der TÜV für den Zeitraum Juli 2020 bis Juni 2021 ausgerechnet hat, fällt dabei jedes fünfte Fahrzeug durch. Von den in diesem Zeitraum 9,6 Millionen untersuchten Autos stuften die Prüfer runde 10.000 als verkehrsunsicher ein. Sie wurde sofort stillgelegt. Weitere 100.000 Fahrzeuge mussten aufgrund ihrer erheblichen Mängel sofort in die Werkstatt. Insgesamt fuhren innerhalb eines Jahres deutschlandweit 222 verschiedene Automodelle auf die Hebebühnen. Dabei gab es Gewinner, die vorwiegend von einem deutschen Hersteller stammen und Verlierer, mit denen so mancher bereits gerechnet hat.

Mercedes gewinnt in fast allen Klassen

Gesamtsieger des TÜV-Reports 2022 ist – wie bereits 2020 und 2021 – der Mercedes GLC. Bei den zwei- bis dreijährigen Fahrzeugen sind nur 1,5 Prozent des SUV-Modelles von Mercedes mit erheblichen Mängeln durchgefallen. In der Klasse der Jungfahrzeuge landet auf Platz 2 dieses Jahr ein weiteres Modell von Mercedes: die B-Klasse. Mit einer Quote hinsichtlich erheblicher Mängel von 1,9 Prozent liegt er ganz knapp vor dem VW T-Roc. Doch auch hier müssen nur 2 Prozent aller Fahrer zu einer Nachuntersuchung.

Alle SUV- und Tesla-Fahrer haben ein Problem und wissen es oft nicht

Auffällig ist, dass Fahrzeuge von Mercedes in vier von sechs Klassen am besten abschneiden. Nicht nur die B-Klasse (Van) und der GLC (SUV) wiesen bei den TÜV-Untersuchungen die geringsten Mängel auf. In der Mittelklasse fährt die C-Klasse auf Platz 1 und die A-Klasse sichert sich den Sieg in der Kompaktwagenklasse. Bei den Kleinwagen ist es der Audi A1, der die wenigsten Mängel aufwies und bei den Kleinstwagen war es der Opel Karl.

Die Fahrzeugmodelle fallen beim TÜV am häufigsten durch

Am häufigsten bei den 2 bis 3 Jahre jungen Modellen bemängelten die Prüfer vom TÜV den Dacia Duster. Gut 11 Prozent aller Fahrer des Duster, die im vergangenen Jahr beim TÜV waren, erhielten keine Plakette. Bei Fahrzeugen, die zwischen 4 und 5 Jahre alt sind, zeigte sich die 5er- und 6er-Reihe von BMW am auffälligsten. Fast 17 Prozent bekamen keine Plakette vom TÜV und durften nach einem Werkstattbesuch erneut auf die Hebebühne. Bei den 6 bis 7 Jahre alten Autos hat der Fiat Punto die Nase vorn. Gut 23 Prozent aller Puntos fielen bei der Hauptuntersuchung durch. Bei den 8- bis 9-jährigen Modellen war mit fast 32 Prozent der Renault Kangoo am auffälligsten. Und bei den 10 bis 11 Jahre alten Fahrzeugen bildet der Dacia Logan das Schlusslicht. Knapp 37 Prozent aller Besitzer des Logan erhielten vom TÜV keine Plakette.

Lohnt sich der Umstieg vom Verbrenner zum E-Auto? Dieser Vergleich zeigt die wahren Kosten

Keine TÜV-Plakette: Das sind die häufigsten Gründe

Zu den häufigsten Beanstandungen der TÜV-Sachverständigen gehört bei der HU austretendes Öl an Motor oder Getriebe. Vor allem ältere Autos sind davon betroffen. Noch häufiger jedoch treten Mängel an der Beleuchtung auf. Insbesondere das Abblendlicht beanstandeten die Prüfer. Probleme mit dem Fahrwerk, insbesondere der Achsaufhängung sowie abgenutzte Bremsscheiben sind weitere Mängel, die häufig dazu führen, dass Autos bei der HU durchfallen.

Deine Technik. Deine Meinung.

1 KOMMENTAR

  1. Premiumbernd

    Na ja, die TÜV Zahlen muss man aber auch gewichten. Günstigere Autos, wie Dacia, sehen wohl seltener eine Werkstatt für Inspektionen als ein weit teurer Mercedes. Liegt ja in der Natur der Sache.

    Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE ARTIKEL