Mate 30 (Pro): So will Huawei bei der Installation von Android-Apps helfen

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Die neuen Flaggschiffe von Huawei, das Mate 30 und das Mate 30 Pro, kommen ohne Google-Apps. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich Anwendungen wie Google Maps oder Chrome gar nicht auf den Smartphones installieren lassen. Das ist prinzipiell möglich und soll mit der neuen Mate-Generation im Vergleich sogar noch einfacher sein.
Huawei Mate 30 Pro Rückseite
Huawei Mate 30 Pro RückseiteBildquelle: Michael Büttner

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat ein weiteres „Opfer“ hervorgebracht: Die neue Mate-30-Generation von Huawei wird ohne Google-Apps, dafür aber mit Android 10 auf den Markt kommen. Während der chinesische Hersteller diesen Umstand auf der offiziellen Pressevorstellung unter den Teppich kehrte, wurde die Neuigkeit im Nachgang doch noch publik. So fehlen neben Anwendungen wie Google Maps, YouTube und der Chrome-Browser auch der Google Play Store. Das bedeutet für viele Nutzer, dass ihre erste Quelle für neue Apps versiegt ist.

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, auch auf dem Huawei Mate 30 (Pro) Google-Apps zu installieren. So lassen sich prinzipiell alle möglichen Anwendungen und Custom-ROMs auf einem Android-Handy aufspielen. Zumindest solange, wie der Bootloader offen beziehungsweise entsperrt ist. Wenn der Hersteller die Software hingegen schließt, sind Installationen auf dem Gerät limitiert und ohne viel Hintergrundwissen kaum möglich. Dies war bei Huawei seit einiger Zeit der Fall. Der chinesische Hersteller sperrte den Bootloader mit Verweis auf die bessere Sicherheit für Kunden.

Huawei möchte Bootloader auf dem Huawei Mate 30 (Pro) entsperren

Im Falle des neuen Huawei Mate 30 (Pro) habe man sich jedoch dagegen entschieden, den Bootloader zu sperren. Dies bestätigte Richard Yu in einem Interview mit Android Authority: „Dieses Mal möchten wir den Konsumenten mehr Freiheiten lasen, damit sie sich ihr Handy so einstellen können, wie sie wollen.“ Es gibt jedoch eine Einschränkung, die Yu direkt hinterherschickt: So „plane“ man aktuell damit, den Bootloader zu entsperren. Bisher sei dies also nicht geschehen. Ob die Smartphones zum Marktstart die Funktion schon unterstützen, bleibt somit fraglich.

Wer übrigens kein Interesse daran hat, den Bootloader zu nutzen, kann sich viele Android-Apps auch via dem hauseigenen App-Store von Huawei, der App Gallery, herunterladen. Dort werden aber Google-Anwendungen nicht angeboten. Weitere Einschränkungen im Software-Bereich, mit denen sich Nutzer der Huawei-Mate-30-Handys abfinden müssen, betreffen unter anderem WhatsApp, Instagram und Facebook. Auch ein Veröffentlichungsdatum für Deutschland steht bisweilen noch aus.

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3 KOMMENTARE

    • Das ist doch jetzt hier Lachhaft mit einem Entsperrten Bootloader von Huawei.Alleine dem Kunden mehr Freiheit zu Gewähren ich kriege eine. Lachkrampf.Viel Spass den Käufern wenn es welche geben sollte,mit Bootloops und anderen Netten Nebeneffekte aus einem 1100 € Handy einen Briefbeschwerer zu machen,weil dafür werden die sicher keine Garantien übernehmen.

      Huawei wird hier grosse Umsatzeinbrüche verzeichnen ,nicht nur bei den Mate 30 und die noch Highendgeräte 30 Pro echt.werden die nächsten Wochen und Monate dem Preisverfall Tribut Zollen müssen.

      Momentan wäre wohl „Finger Weg“ von Huawei Geräten,die beste Wahl.Hier wird man scheinbar dich eher Verarscht als der Kunde ist König.

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