Lufthansa: Der Notbetrieb geht weiter - mit noch weniger Flügen

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Dass bei Lufthansa in der Corona-Krise nur noch sehr vereinzelt Flugzeuge starten und landen, ist längst kein Geheimnis mehr. Nachdem die Bundesregierung am Mittwoch neue Details zu einer verlängerten Kontaktsperre in Deutschland kommunizierte, hat sich nun auch die Kranich-Airline mit einem Update zu ihren Planungen für die kommenden Wochen aus der Deckung gewagt.
Austrian Maschine am Boden nach Grounding
Bildquelle: Austrian Airlines

Wie Lufthansa am Donnerstag in Frankfurt bekannt gab, wird der sogenannte Rückkehrer-Flugplan über das bisher kommunizierte Maß hinaus mindestens bis zum 17. Mai verlängert. Heißt: Flüge aus Deutschland starten mit deutlich mehr Platz im Flugzeug und primär, um Personen aus dem Ausland eine Rückkehr nach Deutschland und Europa zu ermöglichen. Als Grund führt Lufthansa die weiter bestehenden nationalen und internationalen Reisebeschränkungen an. Ursprünglich hatte der Rückkehrer-Flugplan bis zum 3. Mai gelten sollen.

Lufthansa streicht Flugplan weiter zusammen

Das ohnehin schon eingeschränkte Angebot an Flügen streicht Lufthansa unterdessen noch weiter zusammen. Die geringe Nachfrage mache eine weitere Reduktion des Flugplans auf nur noch 15 wöchentliche Langstreckenverbindungen unausweichlich. Dreimal wöchentlich heben Lufthansa-Jets von Frankfurt nach Newark (New York) und Chicago ab. Ebenfalls dreimal pro Woche geht es nach Sao Paulo (Brasilien), Bangkok (Thailand) und Tokio (Japan). Die drei wöchentlichen Verbindungen nach Montreal (Kanada) werden gestrichen.

Darüber hinaus bietet Lufthansa von Frankfurt aus 36 tägliche Verbindungen zu den wichtigsten Städten in Deutschland und Europa an. Ab München, eigentlich ein Flughafen, an dem Lufthansa in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, stehen ab dem 4. Mai nur noch sechs tägliche Verbindungen zu innerdeutschen Städten im Angebot. Alle anderen Verbindungen sind ebenfalls abgesagt.

Austrian Airlines bleibt länger am Boden

Auch bei anderen Airlines der Lufthansa Group geht es nur im Notbetrieb weiter. Swiss bedient ab Zürich und Genf nur ausgewählte europäische Städte und weiterhin drei wöchentliche Langstreckenflüge nach Newark in den USA. Austrian Airlines hat das Grounding aller Maschinen am Donnerstag noch einmal ausgedehnt. Der Flugbetrieb ruht jetzt mindestens bis zum 17. Mai. Wann ein regulärer Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist abhängig von der Lockerung der Reisebeschränkungen und dem damit verbundenen Anziehen der Nachfrage. „Wir halten uns weiter für einen langsamen Neustart bereit“, sagte AUA-Vorstand Andreas Otto am Donnerstag in Wien.

Bei Eurowings läuft das verkündete Rumpfprogramm unterdessen weiter. An den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Köln wird eine Grundversorgung an innerdeutschen Verbindungen und zu ausgewählten europäischen Zielen gewährleistet.

Fluggäste können umbuchen

Fluggäste, deren Flüge abgesagt worden sind oder die ihren Flug nicht wahrnehmen konnten, können ihr Ticket behalten und bis 31. August eine Umbuchung auf ein neues Reisedatum – bis spätestens Ende April 2021 – und gegebenenfalls ein neues Reiseziel vornehmen. Bei einem Reiseantritt bis zum 31. Dezember dieses Jahres erhalten sie für die Umbuchung zusätzlich eine Ermäßigung von 50 Euro.

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