Luca-App: Das sind die Infektions-Hotspots für Corona in Deutschland

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Die Luca-App ist eine der Möglichkeiten, in der Corona-App die Kontaktnachverfolgung sicherzustellen. Jetzt zeigen die Macher der App, wo sie die häufigsten Warnmeldungen feststellen und welche Orte man somit eher meiden sollte.
Check-In mit der Luca App
Check-In mit der Luca AppBildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside digital

Verhältnismäßig wenige Warnmeldungen stellen die Macher der Luca-App demnach in jenen Gebieten fest, die man vermeintlich als Treiber der Pandemie ausmacht: Restaurants, Cafés, Kinos, Einzelhandel sowie Theater, Kultur und Museen. Eine vergleichsweise starke Häufung von Warnmeldungen allerdings verzeichnet Luca in Clubs und Bars. De die PR-Agentur der Luca-App mitteilte, handelte es sich im Oktober um 72 Prozent aller Warnmeldungen, die auf diese Orte zurückzuführen sind. Insgesamt habe man 130.000 Warnungen ausgespielt an Besucher von Clubs und Bars.

Warnmeldungen bei Luca werden erst nach einer Risikobewertung durch das jeweilige Gesundheitsamt herausgegeben. Hamburg zeige, dass hohe Anzahl von Warnmeldungen zusammen mit 2G, Tests und aktiver Nachverfolgung zu geringeren Inzidenzen bei Geimpften führen könne, heißt es von Luca. Über die App wurden in Hamburg vom 1. bis 14. November 68.972 Warnungen ausgespielt. Nicht überliefert ist, wie viele Gewarnte sich tatsächlich mit Corona infiziert haben.

Den Warnungen bei Luca gehen Abwägungen durch das Gesundheitsamt hinsichtlich Ort, Anzahl der Besucher zum relevanten Zeitpunkt und Raumeigenschaften voraus. Bloße Nähe, beispielsweise im Freien, reicht für eine Warnmeldung durch Luca nicht aus, heißt es von den Machern.

Weitere Zahlen: Auf den Einzelhandel sind gerade einmal 1 Prozent der Warnungen zurückzuführen. Theater und Museen sowie Cafés, Schwimmbäder und Sport-Locations machen jeweils unter 1 Prozent aus. Ganz oben in der Liste stehen die erwähnten Clubs mit 49 Prozent und Bars mit 23 Prozent. Restaurants machen etwas mehr als 10 Prozent aus.

Nicht alle Gesundheitsämter unterstützen Luca

Mit den Zahlen wolle Luca einen weiteren wichtigen Datenpunkt liefern, um Politiker, Betreiber aber auch Bürger dabei zu unterstützen, ihre Entscheidungen auf Basis möglichst guter und vollständiger Informationen zu treffen. Das sagt Patrick Hennig, Chef der hinter Luca stehenden Firma des Luca-Entwicklers culture4life. Die Daten seien komplett aggregiert und anonymisiert und ließen keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen zu.

Nachdem die Luca-App im Oktober die Marke von 36 Millionen Nutzern geknackt hat, steigt weiterhin die Zahl der User-Registrierungen. Insbesondere rund um Halloween konnte ein starker Anstieg der Neuanmeldungen beobachtet werden. Dabei gingen 65 Prozent der Check-ins zu Halloween von Personen aus, die sich erstmals via Luca in einer Location eingecheckt haben. Das zeige, dass sich derzeit viele Menschen dazu entschließen, sich erstmals zum Ausgehen auch wieder in Innenräume zu begeben.  323 von 375 Gesundheitsämtern deutschlandweit sind an das Luca-System angeschlossen.

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