LTE-Versorgung zu schlecht - Diese Strafen drohen den Netzbetreibern

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Mit der Vergabe der Lizenzen für LTE hat die Bundesnetzagentur Auflagen zur Versorgung Deutschlands gemacht. Diese müssen Ende des Jahres erreicht sein. Doch sie werden wohl verfehlt.
Vodafone Basisstation im Sonnenlicht
Bildquelle: Vodafone

Wie der Spiegel in seiner aktuellen Print-Ausgabe berichte, werden die Mobilfunkkonzerne damit scheitern, die staatlichen Auflagen bei der Versorgung mit dem 4G-Netz zu erfüllen. Das geht aus Messungen der Bundesnetzagentur in Bayern aus diesem Sommer hervor. Demnach sind die Lücken im schnellen Funknetz vor allem auf ICE-Strecken und an Bundesautobahnen groß, obwohl sich die Anbieter zu einer lückenlosen Abdeckung verpflichtet haben.

Besonders in der Kritik steht dabei O2. Die Netzabdeckung der Telefónica Deutschland als Netzbetreiber hinter der Marke O2 sei in den Untersuchungen deutlich schlechter. Die Firmen müssen diese Defizite eigentlich bis zum Ende des Jahres beheben. Denn bei der Ersteigerung der LTE-Lizenzen hatten sie sich mit diesen Auflagen einverstanden gezeigt.

Diese Strafen drohen den Netzbetreibern

Werden die Auflagen für die Netzversorgung verfehlt, sind Strafen fällig. Diese sind nach Angaben des Spiegels allerdings gering und liegen bei bis zu 100.000 Euro. Eine geplante Novelle des Telekommunikationsgesetzes sieht empfindlichere Strafen vor. Sie sollen dann zwischen einer Million Euro und bei bis zu zwei Prozent des Weltjahresumsatzes liegen.

Alle Netzbetreiber drücken beim Netzausbau derzeit aufs Gaspedal. Denn auch jenseits der Bahnstrecken und Autobahnen müssen die Netzbetreiber eine Auflage erfüllen. 98 Prozent der Bevölkerung sollen in ihrem Haushalt LTE-Empfang haben. Die Telekom wird diese Auflage nach eigenen Angaben erreichen. Die anderen Netzbetreiber haben sich noch nicht geäußert. Die zuletzt gemeldeten Ausbaustände lassen aber zumindest an einem Erreichen des Schwellwertes zweifeln.

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  • LTE Basisstation von Vodafone: Vodafone
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