LTE-Netzausbau fertig? Telekom, Vodafone & O2 erfüllen Ausbau-Auflagen

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Nach Angaben der Bundesnetzagentur erfüllen Telekom, Vodafone und O2 nun alle Versorgungsauflagen, die man bei der Vergabe von Lizenzen gemacht hat. Allerdings: Die Auflagen sind von 2015. Was bedeutet das nun für den Netzausbau?
5G Speedtest auf dem Samsung Galaxy S10 5G
5G Speedtest auf dem Samsung Galaxy S10 5GBildquelle: Tobias Dirking

Dass die Bundesnetzagentur nun die Überprüfung der Versorgungsauflagen der 2015 versteigerten Frequenzen abgeschlossen hat, ist vor allem eine Formalie. Das Ergebnis: Alle drei Mobilfunknetzbetreiber haben die Auflagen zum Netzausbau erfüllt. Damit drohen ihnen aus der Vergabe der Frequenzen aus dem Jahr 2015 keine Strafen mehr.

Diese Auflagen mussten die Netzbetreiber erfüllen

Insgesamt waren in jedem Bundesland 97 Prozent der Haushalte und 98 Prozent bundesweit von jedem der drei Mobilfunknetzbetreiber mit mobilem Breitband zu versorgen. Diese Auflage hatten die Anbieter bereits im vergangenen Jahr erfüllt – wenngleich nicht immer ohne Androhung von Sanktionen. Insbesondere O2 hinkte dem Plan lange hinterher. Jetzt hat der Regulierer festgestellt, dass auch die Hauptverkehrswege vollständig mit LTE versorgt sind. Das war ebenfalls eine Auflage aus der Auktion. Eigentlich waren die Auflagen bis Ende 2019 zu erfüllen

„Der Netzausbau wird aktiv von allen drei Mobilfunknetzbetreibern weiter vorangetrieben“, heißt es von der Bundesnetzagentur. Dazu habe auch beigetragen, dass die UMTS-Netze abgeschaltet und zum Teil für eine bessere 4G- und 5G-Abdeckung umgerüstet wurden. „Die 2019 ersteigerten Frequenzen werden sukzessive aufgeschaltet, um der steigenden Nachfrage nach mobilen Breitbanddiensten nachzukommen“, heißt es von der Netzaufsicht in Bonn.

Ist der Netzausbau beendet?

Dass die Netzbetreiber die Auflagen der Auktion von 2015 jetzt mit zwei Jahren Verspätung abgeschlossen haben, bedeutet nicht, dass die Netze nicht weiter ausgebaut werden. Denn die drei bestehenden Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 haben schon die nächste Frist zu erfüllen. Sie läuft schon Ende kommenden Jahres ab. Denn nach Erfüllung der Auflagen aus der Zuteilung 2015 sind nun die Auflagen aus dem Jahr 2019 umzusetzen.

Telekom, Vodafone und O2 müssen bis Ende 2022 jeweils 98 Prozent der Haushalte je Bundesland und alle Bundesautobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen und Schienenwege mit mindestens 100 MBit/s versorgen. Bis Ende 2024 sollen sie alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 MBit/s versorgen; Außerdem alle Landes- und Staatsstraßen, die Seehäfen und wichtigsten Wasserstraßen und alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 MBit/s. Zudem gibt es Auflagen zu 5G, die es 2015 noch nicht gab.

Hinzu kommt der neue Anbieter 1&1, der bis Ende des Jahres 2022 ebenfalls Auflagen erfüllen muss. Bis dahin müssen mindestens 25 Prozent der deutschen Haushalte eine Empfangsmöglichkeit des 1&1-Netzes haben. Das sind etwas mehr als 10 Millionen Haushalte, was mit der Versorgung der Metropolregionen vergleichsweise schnell machbar ist. 1&1 hält sich nach wie vor bedeckt, was den Start des Netzes angeht.

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