LTE-Datenhunger: So stark wächst der Datenverbrauch im Mobilfunk

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Die Nutzung der Mobilfunknetze nimmt zu – auch in Zeiten von Home-Office und Corona. Eine Studie zeigt nun, wie rasant der Datenverbrauch wächst – sowohl absolut als auch im Schnitt pro Nutzer und Monat.
Bildquelle: EE Limited

Eine Marktanalyse des Branchenverbandes VATM ergab nun, dass in diesem Jahr schätzungsweise 5,2 Milliarden Gigabyte über die deutschen Mobilfunknetze übertragen werden. Das ist eine Steigerung des Datenverbrauchs zum Vorjahr um 52,9 Prozent. Zum Vergleich: 2015 – also gerade einmal vor fünf Jahren – lag der mobile Datenverkehr bei 600 Millionen Gigabyte im gesamten Jahr.

Ähnlich deutlich ist in der Folge auch der Datenverbrauch pro SIM-Karte. Während 2015 der Verbrauch pro Nutzer noch bei mageren 400 MB pro Monat und Jahr lag, ist er für 2020 im Bereich von 3 GB zu suchen. Im Vorjahr sind es nach Berechnungen des TK-Experten Professor Dr. Torsten J. Gerpott, der die Studie maßgeblich angefertigt hat, noch 2,06 GB gewesen, sodass das Wachstum pro Nutzer, Monat und SIM-Karte bei 45,4 Prozent lag.

Im Vergleich mit dem Ausland sei der Datenverbrauch pro Nutzer allerdings vergleichsweise gering, so Gerpott. Vor allem in skandinavischen Ländern aber auch in Österreich sei die Nutzung weitaus intensiver. Er führt das einerseits auf die starke Internetnutzung per Festnetz zurück, andererseits aber auch auf das vergleichsweise hohe Preisniveau in Deutschland.

Datenverbrauch: So sieht es im Festnetz aus

Übrigens: Über die deutschen Festnetzleitungen werden im Jahr 2020 in Summe wohl 72 Milliarden Gigabyte übertragen – ein Wachstum um 28,6 Prozent. Hier lag der Vergleichswert 2015 bei 16 Milliarden Gigabyte. Pro Anschluss und Monat macht das einen Datentraffic von 168,1 Gigabyte in diesem Jahr. Vor fünf Jahren waren es noch 44,2 Gigabyte.

Das verwundert nicht. Denn auch die durchschnittlichen Bandbreiten im Festnetz nehmen weiter zu. Inzwischen gehen sogar jene Internet-Anschlüsse mit bis zu 50 Mbit/s Datenrate zurück. Gleichzeitig wachsen die Anteile der Anschlüsse, die schneller als 250 Mbit/s sind. Über sie übertragen Nutzer naturgemäß mehr Daten.

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1 KOMMENTAR

  1. Ich habe mein Internet-Nutzungsverhalten nicht verändert. Andere werden es sicher auch kaum getan haben.
    Deshalb denke ich, dass der Anstieg der Datenraten eher von den Plattformen, die man nutzt, sowie von den Browsern verursacht werden.
    Die Plattformen sind aufwändiger programmiert. Und es wird mehr herumgeschnüffelt.

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