Lidl Pay startet jetzt auch in Deutschland: So will Lidl das Bargeld ersetzen

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Schon lange ist es Thema, nun scheint es sich zu realisieren. Der Discounter Lidl will ein eigenes Bezahlsystem. Das durchläuft nun neue Tests. Lidl Pay soll nun auch in Deutschland durchstarten. Doch ein Detail könnte Nutzern sauer aufstoßen.
Eine Lidl Filiale mit Glasverkleidung im Sonnenschein
Lidl Pay kommt nach DeutschlandBildquelle: Lidl

Schon im Sommer 2019 war es im Gespräch, als das mobile Bezahlen mit dem Handy noch kein allzu großes Thema in Deutschland war. Der Discounter Lidl bastelt an einem eigenen Bezahlsystem, das 2020 jedoch nur im europäischen Ausland verfügbar war. Deutschland schaute bei Lidl Pay in die Röhre. Doch das könnte sich bald ändern.

Auch wenn die Bundesrepublik bislang im Vergleich mit anderen Ländern in puncto Mobile Payment nach wie vor im Hintertreffen ist, hat der Wandel hin zum bargeldlosen Bezahlen begonnen. Nicht zuletzt auch durch die Corona-Pandemie. Das erkennt auch Lidl und lässt aktuell Tests mit Lidl Pay in Deutschland laufen. Bislang ist der hauseigene Bezahldienst in einigen wenigen Filialen verfügbar, doch der flächendeckende Start scheint dementsprechend nicht mehr weit, wie der Supermarktblog berichtet.

Wie funktioniert Lidl Pay?

Bekannt ist bereits, dass Lidl den Bezahldienst in das eigene Bonusprogramm Lidl Plus integriert. Das ist schon seit vergangenem Sommer in Deutschland auf dem Markt. Um Lidl Pay nutzen zu können, muss man sich laut der Lebenmittel Zeitung mit seiner Adresse und einer IBAN anmelden. Denn: Anders als die Konkurrenten Google Pay und Apple Pay, nutzt Lidl keinen NFC-Chip. Stattdessen rechnet Lidl per SEPA-Lastschriftverfahren ab. Beim Einkauf selbst musst du mit der Lidl Plus-App einen QR-Code scannen. Der Scan stößt dann den Bezahlvorgang an. Beim ersten Mal muss das Bezahlen mit Lidl Pay an der Kasse bestätigt werden, so der Supermarktblog. Die Coupons, die du in der Lidl Plus-App sammelst, werden automatisch eingelöst.

Für Neukunden gibt es darüber hinaus offenbar ein Limit. Beim ersten Einkauf kann man über Lidl Pay nur einen Betrag von 50 Euro begleichen. Der Betrag wird von dem Limit abgezogen und steht beim nächsten Einkauf wieder in voller Höhe bereit. Kauft man danach immer wieder mit Lidl Pay ein beziehungsweise bezahlt darüber, wird das Limit für das Lastschrift-Verfahren erhöht. Vorab wird eine Bonitäts- und Risikoprüfung durchgeführt.

Doch ein Detail könnte Nutzern sauer aufstoßen. Denn Lidl führt den Bezahldienst damit in einer anderen Art als beispielsweise in Polen und Spanien ein. Dort können Kunden einfach eine Master- oder Visakarte in der App hinterlegen und mit einem eigenen QR-Code bezahlen. Die Abbuchung läuft also in Echtzeit.

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