LG V40 ThinQ: Fünf Kameras mit unterschiedlichen Einsatzgebieten

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Herbst-Flaggschiff mit intelligenter Assistenz: Die kommende V-Generation von LG soll, wie schon die G-Serie, den Beinamen ThinQ tragen. LG selbst hat ein Video und eine offizielle Mitteilung veröffentlicht, in denen erste Details des LG V40 THinQ unter anderem zum Display, den Farben und der Kameraausstattung bestätigt werden. Nun wurden auch die unterschiedlichen Einsatzbereiche der fünf Kameras offenbart.
LG V40 ThinQ
LG V40 ThinQBildquelle: inside handy

Nachdem die fünf Kameras des kommenden LG-Flaggschiffs, V40 ThinQ, vor wenigen Tagen in einem offiziellen Teaser-Video bestätigt wurden, veröffentlichte der bekannte Leaker Evan Blass nun die dazugehörige Funktionsliste. Demnach soll jedes der fünf Objektive eine spezifische Aufgabe erhalten – und das hat seinen Grund.

In den vergangenen Jahren hat sich die Qualität von Bildern, die mit dem Smartphone aufgenommenen wurden, sehr stark verbessert. Mit teuren Spiegelreflexkameras können die schlauen Telefone jedoch nach wie vor nicht konkurrieren. Die Gründe hierfür sind zahlreich – einer der wichtigsten ist dabei, dass sich richtige Kameras dank auswechselbaren Objektiven besser an die jeweilige Situation anpassen lassen. Bei Smartphones sind austauschbare Objektive jedoch nahezu unmöglich, weshalb einige Hersteller auf mehrere Kamera-Einheiten setzen. Diese sollen unabhängig von anderen Funktionen jeweils bei unterschiedlichen Situationen zum Einsatz kommen. Welche das beim LG V40 ThinQ sind, zeigt nun eine neue Grafik.

Der rechte Sensor kommt standardmäßig zum Einsatz und entspricht dem Objektiv von Single-Kamera-Smartphones. Mittig soll LG ein Weitwinkel-Objektiv verbaut haben, der einen größeren Bereich abdeckt. Bei der dritten Hauptkamera handelt es sich indes um ein Teleobjektiv, das weiter entfernte Objekte ablichten soll. Ähnlich sieht es auch auf der Frontseite aus – mit dem Unterschied, dass hier auf das Tele verzichtet wurde.

Ob LGs Fünf-Kameras-System tatsächlich sinnvoll ist, wird sich erst im Test zeigen. Vor allem bei der Frontkamera dürfte ein einziges Weitwinkel-Objektiv mit einer höheren Auflösung beide Einsatzbereiche abdecken können. Andere mögliche Funktionen wie eine nachträgliche Fokusänderung wären in diesem Fall jedoch ausgeschlossen.

Teaser-Video offenbart fünf Kameras

Kurz vor der offiziellen Präsentation feuert LG höchstpersönlich die Gerüchteküche an. Grund dafür ist ein Teaser-Video, das die Kamera des V40 ThinQ ins Visier nimmt. Die Anspielung auf die Zahl fünf ist eindeutig, ihr Zusammenhang mit die Kameraausstattung des Smartphones auch. Doch es gibt noch mehr Informationen im Video und einer offiziellen Mitteilung LGs.

Wie das Video verrät, besitzt das V40 ThinQ eine Triple-Kamera auf der Rückseite, die an die Konkurrenz á là Huawei aufzuschließen versucht. Soweit, so bekannt. Bisherigen Spekulationen zufolge soll die Hauptkamera mit 12, 16 und 12 Megapixel versehen sein. Auf der Front des nächsten LG-Flaggschiffs soll indes eine Dual-Kamera mit 8 und 5 Megapixel verbaut sein.

Soft-Touch-Rückseite in vier Farben

Auch wenn das Video keine weiteren Details zur Kamera verrät, ist dennoch von „Soft Touch“ die Rede. Was dahinter steckt, klärt LG in einer Pressemitteilung auf: Das V40 ThinQ wird eine spezielle Beschichtung auf dem rückseitig verbautem Glas besitzen, die laut LG einen rutschfeste Oberfläche bietet. Dazu verrät LG die Farben des neuen Spitzenmodells: Die Koreaner werden das LG V40 ThinQ in „New Aurora Black, New Platinum Gray und New Moroccan Blue“ verkaufen. Ein kräftiges „Carmine Red“ ersetzt zudem das bisherige „Raspberry Rose“. Die Farben kommen jedoch nicht in alle Märkte. Somit müssen deutsche Nutzer abwarten, ob sie die rote Variante ergattern können.

LG liefert auch Informationen zum kommenden Display: Es wird 0,5 Zoll größer sein als noch beim Vorgänger. Damit statten die Koreaner ihr V40 ThinQ mit einem 6,5 Zoll großen Display aus. Das LG V30 wird mit einem 6-Zoll-Panel ausgeliefert.

Design des LG V40 ThinQ

Das vermeintliche LG V40 ThinQ zeigte sich nun schon auf einen Bildern. Auf der Front wirkt es so, als ob der südkoreanische Hersteller die Notch für einen durchgängigen Rand eingetauscht hat. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch ersichtlich, dass es sich sehr wohl um einen Bildschirm mit Einschnitt handelt. Der ist auf dem Foto aber softwareseitig mit schwarzen Rändern ergänzt und somit auf den ersten Blick versteckt. Abseits davon fällt auf, dass die Display-Ränder außergewöhnlich schmal sind und eine duale Selfie-Kamera im Steg verbaut ist.

LG V40 ThinQ komplett
Bildquelle: mysmartprice

Auf der Rückseite ist derweil das schon vermutete Kamera-Trio zu finden. Im Gegensatz zu Huawei verbaut LG die Module horizontal. Genauere Informationen, welche Objektive und Sensoren der südkoreanische Hersteller verbaut, gibt es nicht. Es darf jedoch spekuliert werden, dass auch beim V40 ThinQ wieder das bekannte Weitwinkel-Objektiv zum Einsatz kommt. Allgemein gab es keine technischen Informationen zu den Pressebildern. Hier bleibt also noch raum zur Spekulation.

An den Seiten des möglichen Flaggschiffs sind derweil keine Neuerungen zu entdecken. Neben dem Power-Button und der Lautstärkewippe kommt auch wieder eine dezidierte Taste für den Google Assistant zum Einsatz. Darüber hinaus ist ersichtlich, dass auch beim LG V40 ThinQ wieder ein 3,5-Millimeter-Anschluss an Bord ist.

Zu all diesen Informationen ist ein Video aufgetaucht, dass auf Basis von Renderbildern des Technik-Insiders OnLeaks und der Webseite Slashleaks entstand. Es untermauert frühere Design-Gerüchte des LG V40 ThinQ und gibt einen Rundumschlag. Zu sehen ist das Smartphone von allen Seiten. Ins Auge springt direkt die auf der Rückseite verbaute Triple-Kamera, die dem V30-Nachfolger zugesprochen wird. Auf der Front soll indes eine Dual-Kamera aufwarten, sodass das Flaggschiff mit insgesamt fünf Kameras ausgestattet wäre. Auffällig ist daneben auch das fast randlose Display, das nahezu die gesamte Front bedeckt.

Des Weiteren findet sich ein Display-Steg am oberen Gehäuserand, der nicht in einer kleinen Tropfenform, sondern in einer länglichen Ausführung integriert ist. Der Fingerabdruck-Sensor ist laut dem Video auf der Rückseite des Geräts angebracht. Als weitere Entsperrmethode könnte aber auch eine Gesichtserkennung angeboten werden, deren Technik in der Notch des V40 ThinQ verbaut sein könnte.

LG V40 ThinQ – die technischen Daten

Abseits der Kamera will der Hersteller, wie erwartet, auf den Qualcomm-Prozessor Snapdragon 845 setzen. Auf der Contra-Seite findet sich indes die Akkukapazität mit 3.300 mAh, was unter Anbetracht des 6,4-Zoll-großen Displays nicht sonderlich viel ist. Trotzdem ergibt sich aus den bisherigen Informationen ein solides Bild eines Oberklassen-Smartphones.

Technische Daten in der Übersicht:

  • Display: 6,4 Zoll, P-OLED, QHD+
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 845
  • Hauptkamera: 12, 16 und 12 Megapixel
  • Frontkamera: 8 und 5 Megapixel
  • Speicher: 6 GB Arbeitsspeicher, 64 oder 128 GB interner Speicher (erweiterbar)
  • Stereo-Lautsprecher
  • Quad-DAC
  • Akkukapazität: 3.300 mAh

Preis und Verfügbarkeit

Der offizielle deutsche Marktstart des LG V30 erfolgte im November 2017. Entsprechend wird auch das Nachfolgermodell LG V40 wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Vorstellung wird jedenfalls am 4. Oktober erfolgen – zumindest in Südkorea. Darauf deutet ein offizielles Video auf der landeseigenen Unternehmensseite hin.

Das Video nennt als Vorstellungsort den LG Science Park, morgens um 10 Uhr. Gemeint ist damit das LG-Hauptquartier in Südkorea. 10 Uhr dortiger Zeit entspricht der deutschen Zeit von 3 Uhr morgens.

Was den Einführungspreis angeht kostete das V30 ursprünglich 899 Euro. In diesem Bereich dürfte sich auch das Nachfolgemodell bewegen, wobei die Kosten hier etwas ansteigen könnten.

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