LG V40 ThinQ vorgestellt: Mit fünf Kameras aber fragwürdiger Akkukapazität

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LG hat mit dem LG V40 ThinQ ein Spitzenklasse-Smartphone mit gleich fünf Kameras vorgestellt. Doch es gibt noch weitere Highlights: Dazu zählt vor allen der Snapdragon 845 – einer der aktuell schnellsten Smartphone-Prozessoren auf dem Markt. Und ein Quad-HD-Display. Der Akku jedoch könnte dem Spaß ein Strich durch die Rechnung machen.
LG V40 ThinQ: Die Rückseite in allen vier Farben
Bildquelle: LG

Fünf Kameras und ihre Funktionen

LG stattet das V40 ThinQ mit drei Kameras auf der Rückseite und zwei weiteren an der Front aus. Zwar bekommt der Nutzer am Ende immer nur ein Foto, wenn er den Auslöser betätigt. Doch bis er abdrückt, kann er sich für eine von vielen Möglichkeiten entscheiden, was und wie er fotografieren möchte. Doch der Reihe nach.

Die erste Kamera des Trios auf der Rückseite verfügt über einen 16-Megapixel-Sensor, eine Blende von f/1.9 und einen Bildwinkel von 107 Grad. Hinter dem zweiten Objektiv mit f/1.5-Blende empfängt ein 12-Megapixel-Sensor das Licht. Der Bildwinkel liegt hier bei 78 Grad. Die dritte Kamera beherbergt ebenfalls einen 12-Megapixel-Sensor, hat aber ein Teleobjektiv vorgespannt. Bei einem maximal zweifachen optischen Zoom muss der Fotograf je nach Lichtsituation aufgrund der im Vergleich deutlich geschlosseneren Blende von f/2.4 das Smartphone aber ruhig halten. Zu einer optischen Bildstabilisierung beim V40 ThinQ macht LG bislang keine Angaben. Darüber hinaus, so LG, lässt sich mit allen drei Objektiven gleichzeitig ein Foto aufnehmen, das anschließend in eine kurze Videodatei umgewandelt wird.

Selfies mit zwei Bildwinkeln

Die Vorderseite zieren zwei Kameras mit 8- und 5-Megapixel-Sensor. Sie unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Auflösung. Während die Erstgenannte eine Blende von f/1.9 besitzt und einen Bildwinkel von 80 Grad bietet, bildet das zweite Objektiv mit einer Blende von f/2.2 einen Bildwinkel von 90 Grad ab. In wie weit dieser geringe Unterschied in der Praxis sichtbar ist, wird erst ein Test zeigen. Die Daten deuten jedoch auf keine besonders hohe Diskrepanz hin – zumindest was den Bildausschnitt angeht. Anders hingegen dürfte es beim Bokeh aussehen. Da die Daten beider Kameras in Verbindung mit der Software verrechnet werden, lässt sich ein unscharfer Hintergrund einstellen, sodass der Porträtierte besser in den Mittelpunkt des Fotos rückt.

Die Kamera-Technik im Detail

LG zufolge fallen die einzelnen Pixel der Hauptkamera-Sensoren im Vergleich zu denen des LG V30 40 Prozent größer aus und vergrößern sich von 1μm auf 1,4μm. Des Weiteren bietet die Hauptkamera des Trios auf der Rückseite mit der Blende f/1.5 eine bessere Schärfentiefe, eine deutlich kürzere Verschlusszeit und eine schnellere Serienbildgeschwindigkeit als die des V30.

Was sonst noch unter der Haube des LG V40 ThinQ steckt

Wie eingangs beschrieben, setzt LG beim V40 ThinQ auf Qualcomms Snapdragon 845 als Antrieb. Laufende Prozesse lagert die CPU in einen 6 GB großen Arbeitsspeicher aus. Für Dateien wie Fotos, Musik und Apps steht dem Nutzer wahlweise ein 64 oder 128 GB großer interner Speicher bereit. Per Micro-SD-Karte lässt dieser sich theoretisch um bis zu 2 TB erweitern.

Bedient wird das LG V40 über ein 6,4 Zoll großes FullVision-Display, das ein Format von 19,5:9 bietet und eine Auflösung von 3.120 x 1.440 Pixeln besitzt. Das ergibt eine Pixeldichte von 538 ppi.

Kein Android 9

Beim Betriebssystem verlässt sich LG auf Android in der Version 8.1 Oreo. Warum Android 9 Pie nicht zum Einsatz kommt, ist fraglich. Ob WLAN 802.11 a, b, g, n, ac, LTE-A 4-Band-CA, Bluetooth 5.0 BLE, NFC oder USB Typ-C 2.0 (3.1-kompatibel): Hinsichtlich der Verbindungsmöglichkeiten hat der Nutzer die Qual der Wahl. Zudem ist das LG V40 ThinQ nach IP68-Standard vor Staub geschützt und wasserdicht, besitzt eine Gesichtserkennung und einen Fingerabdrucksensor sowie ein FM-Radio.

Manko: Akku

Eine Schwachstelle könnte jedoch der Akku darstellen. Während Huawei, Samsung und Co. in Smartphones mit derart großen Displays wiederaufladbare Batterien mit eine Kapazität von 4.000 mAh einbauen, setzt LG einen 3.300-mAh-Akku ein. Dieser kann zwar kabellos via Qi und dank Quick Charge 3.0 sehr schnell aufgeladen werden. Seine Laufzeit dürfte aber nicht in ungeahnte Höhen schießen.

Marktstart und Preis

Was den Marktstart sowie den Preis für das LG V40 ThinQ angeht, hält sich das Unternehmen aktuell noch bedeckt. „Marktstart, Preis und weitere Details werden zu einem anderen Zeitpunkt bekanntgegeben“, so der Hersteller. Die Farben, in denen das V40 ThinQ auf den Markt kommen wird, stehen hingegen fest. Das Smartphone wird in Schwarz, Grau, Blau und Rot erhältlich sein.

Bildquellen:

  • LG V40 ThinQ: LG
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Blasius liebt Technik, Musik und Fotografie. Während er sich bei technischen Themen für Innovationen begeistert, greift er beim Musizieren auf die Old-School-Akustikgitarre und für großartige Fotos auf die klassische Spiegelreflexkamera zurück. Er ist nicht nur im Privatleben ein Familienmensch, sondern als stellvertretender Chefredakteur auch eins der Oberhäupter der Redaktion. Blasius rechnet Handypreise zwar immer noch in D-Mark um, doch seine ruhige, ausgeglichene, kreative Art und sein Einsatz von immer treffenden und humorvollen GIFs, lassen darüber hinwegsehen.

Handy-Highlights

LG V40 ThinQ Schwarz Front
LG V30 Front

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