Neue Quartalszahlen: Smartphones bleiben LGs größtes Problem

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Alle drei Monate die gleiche Leier: Der südkoreanische Elektro-Konzern LG Electronics stellt seine aktuellen Quartalszahlen vor. Und die lesen sich wie folgt: Alle Bereiche laufen gut, nur die Smartphone-Sparte sorgt für herbe Verluste. Auch im dritten Quartal 2018 ist das nicht anders. Einziger Unterschied: Die neuen LG Quartalszahlen sprechen von „gesenkten Kosten“.
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Bildquelle: LG

LG macht Rekordumsatz doch Smartphone-Geschäft ohne Durchschlagskraft“, „LG: Handy-Absatz bricht trotz Rekord-Quartal massiv ein“ oder „Handy-Sparte bleibt ein Verlust-Geschäft“: Die Narration der aktuellen Geschäftszahlen aus Seoul liest sich alle drei Monate gleich. Auch die neuen LG Quartalszahlen sind da keine Ausnahme. Die Einnahmen liegen mit knapp 11,9 Milliarden Euro etwas über dem Vorjahresniveau (2017: 11,4 Milliarden Euro). Im Vergleich zum Vorquartal steigt der Umsatz somit um 2,7 Prozent. Die Einnahmen betragen derweil 576,6 Millionen Euro. Das Ergebnis im Vorjahr war mit 385 Millionen Euro rund 45 Prozent schlechter.

Schwachstelle des Quartalsberichts bleibt die Smartphone-Sparte. Die Verkaufszahlen belaufen sich im dritten Quartal 2018 auf rund 1,5 Milliarden Euro. Nach Abzug der Kosten ergibt sich ein Verlust von rund 112,7 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen somit seinen Verlust stark senken. Laut LG ist dies ihrem „Business-Plan“ sowie einem starken Fokus auf Mittelklasse-Geräte zu verdanken. Man hoffe darüber hinaus auf einen starken Anstieg im vierten Quartal 2018 mit dem kommenden Flaggschiff, dem LG V40 ThinQ. Ziel sei es langfristig, die Sparte zu konsolidieren und ertragreicher zu machen.

Die neue LG-Quartalszahlen sind auch positiv

In den vergangenen Wochen hatte LG durchaus einen Fokus auf das Mittelklasse-Segment gezeigt. Mit dem LG G7 One und LG G7 Fit stellte man direkt zwei neue Handys vor, die auf Preis-Leistung setzen. Hinzu kommt noch, das aktuelle Modelle wie das ehemalige Flaggschiff LG G7 ThinQ teilweise stark an Wert verloren haben und dementsprechend ebenfalls in das Mittelklasse-Preissegment gefallen sind. Das schon erwähnte LG V40 ThinQ rundet das aktuelle Portfolio in die Oberklasse ab.

Noch einmal zu den Quartalszahlen: Nur in einem weiteren Bereich gibt es Verluste: der Automobil-Sparte von LG. Hier stand ein Minus von umgerechnet 33 Millionen Euro auf dem Plan. Abseits davon verzeichnete das Unternehmen aber in allen anderen Teilen Gewinne. Ganz vorne mit dabei war die „LG Home Appliance Air Solution Company“ mit einem Plus von knapp 315,5 Millionen Euro. Dahinter befinden sich der Home-Entertainment– und der Business-Bereich des südkoreanischen Unternehmens.

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