LG Quartalszahlen: Sinkflug der Smartphone-Sparte geht weiter

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Mehr vom Gleichen: Die aktuellen Quartalszahlen des südkoreanischen Herstellers LG bieten ein ähnliches Bild wie schon 2018: Während das gesamte Unternehmen schwarze Zahlen schreibt, bleibt die Smartphone-Sparte ein Verlustgeschäft. Anfang 2019 konnten sich die LG-Handys jedoch etwas fangen.
LG V40 ThinQ auf einem Holztisch
Die Kamera des LG V40 ThinQBildquelle: MIchael Büttner / inside handy

Achtung, das ist kein Déjà-vu: LGs neue Zahlen für das erste Quartal 2019 lesen sich genau so wie im Vorjahr. Während das Unternehmen vor allem im Bereich Home Entertainment und Home Appliance & Air Solution mit positiven Einnahmen und Verkaufsnummern glänzen kann, bleibt die Smartphone-Sparte das Verlustgeschäft par excellence. So nahm man von Januar bis März 2019 umgerechnet 1,16 Milliarden Euro mit Handy ein. Der Verlust lag bei umgerechnet 156 Millionen Euro.

Diese negativen Zahlen sind nicht neu. Schon seit einigen Quartalen verliert LG beim Geschäft mit Smartphones Geld. Einerseits sind die Verkaufszahlen nun aber auf einem neuen, aktuellen Tiefpunkt angekommen. Im vierten Quartal 2018 waren es zum Vergleich noch 1,28 Milliarden Euro in puncto Sales. Im ersten Quartal 2018 lag die Verkaufszahl sogar noch bei 1,64 Milliarden Euro. Die Mobile-Sparte hat im Vorquartalsvergleich somit knapp 10 Prozent verloren und im Vorjahresvergleich sogar 30 Prozent.

Wermutstropfen: LG senkt Verluste

Einziger positiver Punkt für das südkoreanische Unternehmen: Man konnte die Verluste des Handy-Bereichs reduzieren. Denn noch im vierten Quartal 2018 stand man mit umgerechnet 244 Millionen Euro im Minus. Diesen Erfolg schreibt LG in seiner Stellungnahme „einer besseren Geschäftsstruktur“ zu. Darüber hinaus hat man aber nicht viel Positives zum vergangenen Quartal zu sagen.

„Sinkende Verkaufszahlen trotz der Veröffentlichung von Premium-Modelle sind der schwerfälligen Nachfrage am Smartphone-Markt sowie der globalen Expansion von chinesischen Unternehmen geschuldet.“ LG

Interessant: LG hofft auf einen Aufschwung mit 5G. So glaubt das Unternehmen an eine Besserung der Zahlen im zweiten Quartal mit der Veröffentlichung des LG V50 ThinQ. Gleichzeitig gibt man sich jedoch pessimistisch, was den Smartphone-Markt angeht: „Trotz des kommerziellen Starts von 5G in Nordamerika und Korea sowie neuartigen Handymodellen [faltbare Smartphones, Anm. d. Red.], wird die Nachfrage stagnieren und sich der Preiskampf verschärfen.“ Um weiter Verluste aufzubauen, möchte man außerdem die Produktionskosten senken. Dafür verlegt LG seine Handy-Produktion von Südkorea nach Vietnam. Dies war schon im Vorfeld bekannt geworden.

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