Das Aus fürs Bargeld? EZB und Amazon testen digitale Währung

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Kommt der digitale Euro? Die EZB testet gemeinsam mit fünf Unternehmen, zu denen auch Amazon zählt, mögliche Nutzungen eines digitalen Euros. Die Untersuchungen der EZB zur praktischen Anwendung einer digitalen Währung laufen bereits seit dem Oktober 2021.
Kommt der digitale Euro - EZB testet mit Amazon digitale Währung
Kommt der digitale Euro - EZB testet mit Amazon digitale WährungBildquelle: Photo by Ibrahim Boran on Unsplash

Kommt der digitale Euro? Die Europäische Zentralbank (EZB) testet die Möglichkeiten für die digitale Währung gemeinsam mit fünf Unternehmen aus. Darunter findet sich der bekannte Onlinehändler Amazon. Bereits seit Oktober 2021 läuft eine zweijährige Untersuchungsphase, in der die EZB herausfinden möchte, wie der digitale Euro in der alltäglichen Anwendung aussehen soll.

Ausgerechnet Amazon? Mit diesen Unternehmen testet die EZB den digitalen Euro

Die Europäische Zentralbank (EZB) versucht die praktische Anwendung des digitalen Euros zu erproben. Um möglichst reale Nutzungsszenarien für die Währung der Zukunft durchzuführen, arbeitet sie dabei mit fünf Unternehmen zusammen. Eine für zwei Jahre angesetzt Untersuchungsphase für den digitalen Euro begann bereits im Oktober 2021. Die Einführung eines digitalen Euros gab die EZB bereits 2021 bekannt. Zu diesem Zeitpunkt lagen jedoch noch keine konkreten Pläne vor, zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Konditionen dies geschehen soll. Die zweijährige Untersuchungsphase der EZB dient dem Zweck, ebendies für die bargeldlose Währung zu erforschen. Laut des ursprünglichen Berichtes wird vonseiten der EZB jedoch nicht mit einer Einführung von früher als fünf Jahren gerechnet. Man sollte daher erst ab dem Jahr 2026 mit dem digitalen Euro rechnen.

Der neuste Test läuft in Zusammenarbeit mit Amazon, der spanischen Caixa-Bank, der französischen Bezahlplattform Wordline, der italienischen Bank Nexi sowie der European Payments Initiative (EPI). Die EPI stellt dabei einen Zusammenschluss aus insgesamt 31 Banken und Kreditinstituten dar, die ein großes Interesse an der künftigen Bezahlmethode besitzen. Laut aktueller Planung soll der Test voraussichtlich im ersten Quartal 2023 abgeschlossen sein. Zu diesem Zeitpunkt möchte die EZB die entsprechenden Ergebnisse veröffentlichen. Die EZB hofft mithilfe des digitalen Euros eine Alternative für Zahlungen mit Kryptowährungen bereitstellen zu können.

Diese Nutzungsbedingungen simuliert der Testlauf

Laut einer Pressemitteilung der EZB wurden die fünf Unternehmen, die sich an dem Test beteiligen dürfen, aus 54 Bewerbern ausgewählt. Die EZB hat nach eigenen Angaben aus allen Bewerbern, die infrage kamen, jene gewählt, die die besten Bedingungen für die Simulation der Testläufe lieferten. Ziel des Experiments ist es, konkrete Transaktionen zu simulieren. So können die Prototypen des digitalen Euros in verschiedenen Szenarien auf Stärken und Schwächen überprüft werden. Es ist laut EZB jedoch nicht geplant, einen der dafür entwickelten Prototypen, zu denen auch diverse Apps zählen, anschließend tatsächlich im System des digitalen Euros zu verwenden. Wohl aber dürften die gewonnenen Erkenntnisse in die Gestaltung der kommenden Währung einfließen.

Die EZB teilte zudem mit, dass sich jeder Teilnehmer des Tests auf ein bestimmtes Nutzungsszenario konzentriert. Bei Amazon liegt dieses Nutzungsszenario in E-Commerce-Zahlungen, während die Caixa-Bank hingegen sich auf Peer-To-Peer-Onlinezahlungen konzentriert. Worldline simuliert Peer-To-Peer-Offlinezahlungen. EPIs Aufgabe im Testlauf stellt die Simulation von Verkaufsstellen dar, bei denen die Zahlung durch den Zahlenden initiiert wird. Nexi hingegen liefert die entsprechenden Verkaufsstellen im Testlauf, bei denen die Zahlungen vom Zahlungsempfänger initiiert werden. So sollen möglichst viele Fälle für den Einsatz des digitalen Euros im alltäglichen Leben erprobt werden.

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5 KOMMENTARE

  1. Traute Czilwa

    Als ob wir nicht schon gläsern genug wären…..

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  2. Spielberger

    Ich bin Händler und Verkäufer auf Amazon und sehe das äußerst problematisch. Amazon in einem Entscheidungsprozess einzubinden, der der Öffentlichkeit dienen soll und nicht US-Großkonzernen ist gelinde gesagt ein Wahnsinn.
    Es scheint Wirklichkeit, dass die EU, in den letzten fast 2 Jahren (Biden), zu einer US-Marionette verkommen ist. Wie kann das sein?
    GUTE NACHT EUROPA!

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    • U.v.d.Leyer

      Ich bin echt irritiert, was für naive Post hier erscheinen. Alle gerade aufgewacht? Die Verschwörungstheoretiker haben das schon seit ein paar Jahren geschrieben. Covid, Rus-Kokaineauseinandersetzung, da kommen noch viel mehr Schweinereien ans Tageslicht. BITTE NICHT AUF DIE STRASSE GEHEN, COUCHEN UND CHILLEN, WEITER SCHLAFEN:

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  3. gundy

    wie wäre es denn,wenn man erstmal das Volk fragt ,denn wir sollen damit einverstanden sein und nein,ich bin es nicht.ich will weiterhin mein Bargeld und nicht eine,vom Idioten entwickelte,bezahlmöglchkeit,die ich nicht horten kann

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  4. Karin Pehofer

    Es gehört eine Volksabstimmung her….ich möchte mein Bargeld!!!! Pure Kontrolle!!!! Was kommt als nächstes….bitte aufwachen

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