Kein Kinder-Glücksspiel in Overwatch 2: Battle Pass statt Lootboxen

3 Minuten
Overwatch 2 soll am 4. Oktober in die Early-Access Phase gehen. Nun haben die Entwickler bekannt gegeben, dass das Spiel sein Lootboxen-System komplett zurücklässt. Doch welche Auswirkungen hat das auf das kostenlose Spiel?
Zwei Helden aus Overwatch stehen nebeneinander.
Overwatch 2 entfernt sich vom Lootboxen-System.Bildquelle: playoverwatch.com

In den vergangenen Jahren sind Lootboxen immer wieder kritisiert worden. Nicht zuletzt wurden sie als “Kinder-Glücksspiel” bezeichnet und sind in mehreren Ländern verboten worden. Es ist also kaum ein Wunder, dass immer mehr Spiele Lootboxen in der Vergangenheit lassen und andere Wege gehen. Nun schließt sich auch das neue Overwatch 2 dieser Bewegung an und lässt Lootboxen zurück.

Worin liegt das Problem?

Lootboxen stehen groß in der Kritik, da sie laut Verbraucherschützern eine Form des Kinder-Glücksspiels darstellen. Oft sind die Boxen manipulativ konzipiert, um ihr Suchtpotential nochmals zu steigern. Für viele stellt dies ein großes Problem dar. Deswegen wurden die umstrittenen Boxen beispielsweise auch in Belgien verboten. Besonders in der Kritik stand in diesem Fall das Spiel “FIFA 22”, das großen Nutzen von Lootboxen machte.

Laut mehreren Verbrauchergruppen wurden dabei Strategien zur Manipulation von Verbrauchern angewendet. Zum Beispiel sind die Gewinnwahrscheinlichkeiten von Lootboxen oft schwer zu durchschauen und noch schwerer nachzuprüfen. Dies macht sie besonders profitabel für den Einsatz in Spielen. Generell ist es im virtuellen Raum sehr schwer, die Legitimität von Glücksspiel zu überprüfen. Es ist also stets große Vorsicht geboten. 

Die meisten Online-Glücksspiel-Seiten richten ihr Angebot jedoch an Erwachsene. Videospiele hingegen sprechen oft ein sehr junges Publikum an, das oft noch kein Konzept vom Glücksspiel hat. Dies macht sie besonders problematisch. Gerade junge Spieler sind sich der Gefahr von Glücksspiel oft nicht bewusst. Auch haben sie oftmals kaum ein Konzept von Geld, was sie dazu verleitet mehr auszugeben, als sie denken.

Overwatch 2 und Lootboxen

„Overwatch“ ist ein Multiplayer-Game und kostet einmalig 40 Euro. Im ersten Teil bekamen Spieler jegliche neuen Karten und Helden danach kostenlos. Durch Lootboxen bestand die Möglichkeit, neue kosmetische Details für die einzelnen Helden freizuschalten. Wer dies nicht wollte, konnte jedoch ohne weitere Kosten spielen. Nun steht das neue “Overwatch 2” vor der Tür, das ebenfalls auf diesem Prinzip basieren soll. Jedoch soll hier nicht auf das System der umstrittenen Lootboxen gesetzt werden. Da die Entwickler des Spiels aber trotzdem bezahlt werden müssen, soll jetzt ein anderes System zur In-Game Monetarisierung des Spiels her.

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Dieser externe Inhalt von YouTube ergänzt den Artikel. Du hast die Wahl, ob du diesen Inhalt laden möchtest.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

Nach dem neuen Konzept sollen Spieler weiterhin sämtliche neue Karten und Helden kostenlos erhalten. Anstelle von Lootboxen gibt es kosmetische Upgrades dann durch einen Battle Pass. Das System des Battle Passes ist nicht zuletzt durch das Spiel “Fortnite” populär geworden und hat weiten Anklang gefunden. Der Vorteil im Vergleich zu Lootboxen? Beim Battle Pass wissen Spieler stets, was sie erreichen und freischalten können. Der Glücksspiel-Aspekt der Lootboxen geht somit verloren. Für viele Spieler ist ein Battle Pass also eine angemessene Lösung zur Monetarisierung eines Spiels, ohne in die Glücksspiel-Falle zu tappen. Der Battle Pass von „Overwatch 2“ soll mit jeder Saison erneuert werden und neue Boni bieten, die sich Spieler erarbeiten können. Battle Passes funktionieren, in dem Spieler einmal einen festen Betrag zahlen und dann bis Ende des Passes Zeit haben, sich durch Spielen verschiedene Belohnungen zu erarbeiten.

Laut Verbraucherschützern ist dieses System um einiges besser. Es verhindert immense Ausgaben und schafft zudem Transparenz, die bei Lootboxen nicht gegeben ist. Auch für Spieler ist das System des Battle Passes oft ansprechender. Hier hängen die Erfolge nämlich vom tatsächlichen Spiel ab und nicht etwa von bloßem Zufall.

Deine Technik. Deine Meinung.

2 KOMMENTARE

  1. Rolf Rüdiger

    Overwatch ist nicht kostenlos, falsch info

    Antwort
  2. Teralicous

    Bei “Overwatch” handelt es sich um ein kostenloses Spiel. Im ersten Teil bekamen Spieler jegliche neuen Karten und Helden kostenlos.

    Overwatch IST und war NIE kostenlos. Der ganze absatz is falsch. Kostet btw 40€
    Dazu gibt es sowas wie ein „Teil 1“ auch nich.

    Was OW 2 angeht isses ein remake vom 1er. So nothing to see here

    Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein