Kaufprämie für Elektroautos soll kräftig steigen

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Die Bundesregierung will den Verkauf von E-Autos stärker fördern als bisher. Weil der Absatz von klimaschonenden Elektroautos bislang eher schleppend läuft, soll der sogenannte Umweltbonus, den sich der deutsche Staat und die Autohändler zu jeweils 50 Prozent teilen, in Zukunft höher ausfallen. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten unter Bezug auf ein Regierungspapier hervor.
Ladevorrichtung an einem Volkswagen Passat GTE
Bildquelle: Volkswagen

Im Kern bedeutet das: Wenn du dir ein Auto mit reinem Elektroantrieb oder ein Fahrzeug mit Plug-in-Hybrid-Technologie kaufst, bekommst du eine Kaufprämie. Dadurch wird das Auto unter dem Strich spürbar günstiger. Für rein elektrische Autos unterhalb eines Listenpreises von 40.000 Euro soll es in Zukunft eine Bonuszahlung in Höhe von 6.000 Euro geben. Für Plug-in-Hybride ist ein Bonus in Höhe von 4.500 Euro statt bisher 3.000 Euro vorgesehen.

Höhere Umweltprämie soll kommen

Ist dein E-Auto teurer als 40.000 Euro sollst du nach Plänen der Bundesregierung in Zukunft 5.000 Euro bekommen. Für Plug-in-Hybride ist dann ein Umweltbonus in Höhe von 4.000 Euro vorgesehen. Bisher gibt es pauschal bis zu einem Listenpreis von 60.000 Euro eine Kaufprämie in Höhe von 4.000 beziehungsweise 3.000 Euro. Diese Deckelung soll fallen. Ein Vorteil für all jene, die gerne teurere Autos – zum Beispiel einen Tesla oder ein Premium-Modell von BMW, Mercedes-Benz oder Audi – kaufen möchten.

Ziel ist es, den Verkauf von E-Autos deutlich zu beschleunigen. Bis 2030 soll der Absatz von E-Autos mit der höheren Umweltprämie auf zehn Millionen steigen. Die neue Förderung soll Anfang 2020 starten und bis Ende 2025 laufen. Bisher war vorgesehen, den Umweltbonus Ende 2020 auslaufen zu lassen. Für das neue Berechnungsmodell stehen bis 2023 zunächst zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist, dass sich auch in Zukunft Staat und Autohersteller den Bonus zu 50 Prozent teilen. Volkswagen signalisierte bereits, derartigen Plänen nicht im Weg zu stehen.

Das neue Eckpunktepapier sieht außerdem vor, dass ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug bei einem Kauf bis Ende 2021 mindestens 40 Kilometer rein elektrisch fahren können muss, um förderfähig zu sein. Das ist aktuell in der Regel mit allen Plug-in-Hybriden laut WLTP-Testmodus möglich. Ab 2022 soll die förderfähige E-Reichweite mit dem technischen Fortschritt auf mindestens 60 Kilometer steigen, ab 2025 auf 80 Kilometer.

Im Gegenzug ist geplant, die KfZ-Steuer stärker am CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs auszurichten. Heißt: Wer ein Auto mit hohen Emissionswerten fährt, wird in Zukunft für sein Fahrzeug tiefer in die Tasche greifen müssen.

Mehr Ladesäulen in Deutschland

Bei einem Automobil-Gipfel im Bundeskanzleramt wurde am Montagabend auch beschlossen, dass mehr E-Ladesäulen gebaut werden. Bis Ende 2022 sollen 50.000 neue Ladestationen für Elektroautos entstehen, teilte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil mit. „Ich verhehle nicht, dass man die Ziele an dieser Stelle durchaus etwas höher hätte schrauben sollen“, sagte Weil am Abend.

Bisher sind auf deutschen Straßen rund 220.000 E-Autos unterwegs. Sie können an etwa 21.000 Strom-Tankstellen neue Energie aufnehmen.

Bildquellen:

  • Aufladung eines Plug-in-Hybrid: Volkswagen
1&1 Headquarter
1&1 Drillisch: MVNO-Vertrag mit Telefónica läuft aus
1&1 Drillisch soll der vierte, große Netzbetreiber in Deutschland werden. Nach dem Erfolg bei der 5G-Frequenzauktion ist es aber ziemlich ruhig um den neuen Hoffnungsträger in der deutschen Mobilfunklandschaft geworden. Und noch hat 1&1 Drillisch auch den aktuell gültigen MBA MVNO Vertrag mit Telefónica Deutschland nicht verlängert. Dabei wäre es langsam an der Zeit, eine entsprechende Option zu ziehen.

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