Juno: Mikrowelle umgekehrt – So schnell bekommst du warme Getränke kalt

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Ein kleines Startup, Matrix, wirbt via Indiegogo um die Gunst potenzieller Kunden und Unterstützer für die Eigenentwicklung "Juno". Im Rahmen der CES konnten wir uns das Gerät einmal anschauen und vorführen lassen. Aber was ist Juno eigentlich? Wir zeigen dir das explizit nicht smarte, aber deshalb nicht uninteressante Küchengerät.
Getränkekühler Juno mit Eistee
Bildquelle: Juno

Eine Mikrowelle funktioniert prinzipiell super einfach: Eine Mischung aus Physik und Chemie sorgt dafür, dass Teilchen beschleunigt werden. Die dabei entstehende Energie erzeugt Wärme – kalte Ravioli oder Milch aus dem Kühlschrank sind ruckzuck genießbar warm. Andersherum funktioniert das bisher nicht in der gebotenen Kürze, Kühlen braucht Zeit. Ein Start-up um den Erfinder Akram Boukai hat dieses Problem erkannt und zeigt mit Juno einen Küchenhelfer, der dich schnell zum kalten Bierchen führt – wenn gerade nichts im Kühlschrank lagert.

Nur mit Wasser und Strom

Bei Juno steckt keine Zauberei und keine nebulöse Chemie mit drin. Durch ein rasant kühlendes Wassersystem und schnelle Rotation werden Getränkedosen oder -flaschen innerhalb von einer bis zwei Minuten gekühlt, ausgehend von Zimmertemperatur. Das Prinzip soll aber auch mit Heißgetränken möglich sein. So gibt es zum Beispiel frischen Eiskaffee, ohne das warme Gebräu mit Eiswürfeln zu verwässern. Eiswürfel lassen sich mit Juno im Übrigen auch zubereiten.

Entweicht da nicht die Kohlensäure?

Schnelle Bewegungen in der Flasche oder Dose – ist dann die Kohlensäure nicht raus und der Genusseffekt trotz erfrischender Kühle weg? Die Antwort lautet nein und ist schlüssig: Der Explosionseffekt beim Öffnen tritt nur beim Schütteln ein. Da die Getränkebehälter hier nur rotieren, bleibt die Kohlensäure im Getränk und aus der frischen Cola wird kein schlaffes Sirupwasser.

Juno: „Wir haben die Schnauze voll von smart“

Juno als elektrischer Küchenhelfer ist eigentlich dazu prädestiniert, smart zu sein. Das sehen die Hersteller nicht so. Man habe „die Schnauze voll davon“, dass jedes Gerät auf einmal smart sein muss und per App betrieben wird, erzählte uns eine Produktmanagerin im Gespräch, der Erfinder Akram Boukai pflichtet eifrig bei. Tatsächlich hat Juno nur drei Tasten, mit denen du Kühlprogramme vordefinieren kannst – zum Beispiel für Zieltemperaturen für Weißwein, Bier oder Softdrinks.

Getränkekühler Juno mit drei Buttons
Das finale Gerät hat nur drei Buttons, keine WLAN- oder Bluetooth-Schnitstellen und soll die Bedienung maximal einfach gestalten.

Eine LED-Leiste zeigt den Fortschritt an. Zumindest in ersten Tests ging das Kühlen flott und einfach von der Hand. Interessant wird insbesondere die Langlebigkeit und nachhaltige Leistung des Getränkekühlers sein. Auch die Performance beim Verwandeln von Tee in Eistee und Kaffee in Frappé dürfte über Erfolg und Misserfolg von Juno entscheiden.

Überzeugt? Hier kannst du Juno auf der Invest-Plattform Indiegogo unterstützen.

Bildquellen

  • Getränkekühler Juno: Michael Stupp
  • Juno-Getränkekühler: Juno
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3 KOMMENTARE

  1. 179€ bei Indiegogo und dann ist das nicht mal neu. Gleiches Prinzip gibts von Chill-O-Matic oder Tinchilla für unter 30€ bereits am Markt, sieht nur nicht so trendy aus. Kein Daumen hoch von mir dafür.

  2. Von der Form her hat es den Anschein, dass dieses Gerät vielleicht ganze Wein- oder Sektflaschen kühlen könnte und das wäre etwas, was die schon existierenden Geräte alle nicht können. Das wäre dann in der Tat interessant für mich.

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