iOS 12.1 ist da: Gruppen-FaceTime und 70 neue Emojis

5 Minuten
Auf der aktuellen Apple-Keynote in New York stellte der Technologieriese neue iPads sowie MacBooks vor. Doch auch Apple-Nutzer, die kein neues Gerät erwerben wollen, kommen auf ihre Kosten. Parallel zur Hardware wurde nämlich auch die Software erneuert. Die neue iOS-Version ist dabei ab sofort verfügbar.
Apple iOS 12.1 mit Facetime-App
Apple iOS 12.1Bildquelle: Apple

Das Apple-Update auf iOS 12.1 bringt vor allem vier große Neuerungen mit sich – allem voran die Gruppen-FaceTime-Funktion für bis zu 32 Nutzer. Diese bietet nun einige neue Funktionen. Demnächst nutzt das Programm beispielsweise die künstliche Intelligenz, um die aktivsten Teilnehmer eines Gesprächs zu ermitteln und den aktuell Sprechenden hervorzuheben. Weiterhin werden auch die restlichen Gesprächsteilnehmer beurteilt und entsprechend ihres Gesprächsverhaltens auf dem Display verkleinert oder vergrößert. Bei den Faktoren, die dabei berücksichtigt werden, handelt es sich um die Sprechdauer, die Lautstärke sowie die Bewegung. Sollte der Nutzer jedoch entgegen dem Algorithmus handeln wollen, genügt ein Klick auf einen Teilnehmer, damit dieser mittig im Vordergrund angezeigt wird.

Zusätzlich dazu wird es demnächst vergleichsweise einfach sein, eine Gruppen-FaceTime zu starten. Die besagte Funktion ist nämlich in die Nachrichten-App integriert, sodass eine Face-Time-Sitzung direkt aus einer Gruppenunterhaltung gestartet werden kann. Die Kommunikation selbst ist derweil Ende-zu-Ende-verschlüsselt und somit geschützt.

iOS 12.1: Neue Emojis

Eine weitere Neuerung, die die Software mit sich bringt, sind neue Emojis. Gleich 70 bisher unbekannte Bildchen können somit in Zukunft auf iPhones und iPads verschickt werden – darunter Personen ohne Haare, Reisegepäck, ein Känguru und ein frierender Smiley. Die neuen Emojis umfassen unter anderem die Bereiche Nahrung, Sport, Reisen und Tiere. Die Bildchen werden auch auf der Apple Watch und den Macs begutachtet werden können.

Apple iOS 12.1 Emojis
Apple iOS 12.1 EmojisQuelle: Apple

iOS 12.1: Tiefen-Kontrolle in Echtzeit-Vorschau

Eine der wichtigsten Funktionen, die durch eine Dual- oder Triple-Kamera ermöglicht werden, ist die Tiefen-Kontrolle. Dabei werden Bilder gleichzeitig mit mehreren Objektiven aufgenommen und können nachträglich so zusammengeschnitten werden, dass der Hintergrund unscharf ist. Gleichzeitig bleibt die Person oder der Gegenstand im Vordergrund unverändert. Es entsteht ein sogenannter Bokeh-Effekt. Mit iOS 12.1 kann dieser Effekt nun nicht nur in der Nachbearbeitung, sondern bereits in der Echtzeit-Vorschau begutachtet werden. Das soll eine bessere Kontrolle bei der Erstellung von Porträts mit Hintergrundunschärfe ermöglichen.

iOS 12.1: Dual-SIM wird aktiviert

Zu guter Letzt können die drei Neuankömmlinge, iPhone XS, XS Max und XR, nach dem Update auch mit zwei SIM-Karten verwendet werden – sprich: Dual-SIM. Im Gegensatz zur Konkurrenz kann hier allerdings nur eine SIM-Karte physisch sein, während es sich bei der zweiten um eine eSIM handelt.

Diese Änderungen bringt iOS 12.1 im Detail

Gruppen-FaceTime

  • Unterstützung für Video- und Audioanrufe mit bis zu 32 Teilnehmern gleichzeitig.
  • Konversationen sind mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt und bleiben privat.
  • Gruppen-FaceTime kann direkt aus einem Gruppenchat in „Nachrichten“ gestartet werden und weitere Teilnehmer können einem aktiven Anruf jederzeit beitreten.

Emojis

  • Über 70 neue Emojis, einschließlich Figuren mit rotem, grauem und lockigem Haar, Emojis für Personen ohne Haar sowie ausdrucksvollere Smileys und weitere Emojis für Tiere, Sport und Lebensmittel.

Unterstützung für Dual-SIM

Andere Verbesserungen und Fehlerbehebungen

  • Einführung der Tiefenkontrolle in der Kameravorschau mit iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR.
  • Verbesserte Mobilfunkverbindung für iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR.
  • Neue Möglichkeit zum Ändern oder Zurücksetzen der Bildschirmzeit für Kinder mit Face ID oder Touch ID.
  • Ein Problem mit der Auswahl des schärfsten Bezugsrahmens bei Aufnahmen mit der vorderen Kamera von iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR wurde behoben.
  • Ein Problem wurde behoben, bei dem mehrere Nachrichten in eine Konversation zusammengeführt wurden, wenn beide Nutzer mit derselben Apple-ID auf mehreren iPhones angemeldet waren.
  • Ein Problem mit der fehlenden Anzeige einiger Voicemails in der Telefon-App wurde behoben.
  • Ein Problem in der Telefon-App mit Anzeige von Telefonnummern ohne den dazugehörigen Kontaktnamen wurde behoben.
  • Ein Problem mit dem Aufführen von bestimmten Websites im Aktivitätsbericht der Bildschirmzeit wurde behoben.
  • Ein Problem mit dem Hinzufügen oder Entfernen von Familienmitgliedern zur Familienfreigabe wurde behoben.
  • Ein Problem, bei dem Beschreibungen der Luftqualität falsch gekennzeichnet sein könnten, wurde behoben.
  • Fügt eine Leistungsverwaltungsfunktion für iPhone X, iPhone 8 und iPhone 8 Plus hinzu, um zu verhindern, dass sich das Gerät unerwartet ausschaltet, einschließlich der Option, diese Funktion zu deaktivieren, sollte es dennoch zu einem unerwarteten Ausschalten kommen.
  • Über die Funktion „Batteriezustand“ können Nutzer jetzt informiert werden, wenn die Funktion nicht bestätigen kann, dass sich im iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR eine echte Apple-Batterie befindet.
  • Verbesserte Zuverlässigkeit von VoiceOver bei der Kamera, Siri und Safari.
  • Ein Problem wurde behoben, das dazu führen konnte, dass die Registrierung von MDM-Geräten in Unternehmen für einige Nutzer einen Fehler wegen ungültigem Profil meldete.

Wie lässt sich iOS 12.1 installieren?

iOS 12.1 steht ab sofort über die Luftschnittstelle – also per WLAN – zum Download zur Verfügung. Es lässt sich direkt über iPhones, iPads und iPods in den Einstellungen installieren. Auf einem iPhone XS mit zuvor installiertem iOS 12 ist das Update knapp 480 MB groß.

Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate > Laden und installieren

Alternativ ist es möglich, das Update über die neueste Version von iTunes herunterzuladen und auf den Geräten zu installieren. Dafür muss die Hardware per Datenkabel mit jenem Rechner verbunden werden, auf dem iTunes installiert ist.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL