Instagram-Datenskandal: Millionen Nutzer betroffen

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Im vergangenen Jahr fand sich das soziale Netzwerk Facebook unzählige Male in den Negativ-Schlagzeilen wieder. Nahezu monatlich musste sich die US-amerikanische Plattform mit unzähligen Datenskandalen herumschlagen und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht. Dieses Mal scheinen es zig Millionen Nutzer das Tochterunternehmens Instagram gewesen zu sein, deren persönliche Daten ungeschützt im Internet veröffentlicht wurden.
Ein Smartphone mit geöffnetem Instragram-Account wird von einer Hand gehalten
Bildquelle: Pixabay

Neuer Datenskandal: Eine Datenbank mit den persönlichen Daten von 49 Millionen Instagram-Nutzern – darunter zahlreiche Influencer, Food-Blogger und Prominente – soll noch vor Kurzem öffentlich zugänglich gewesen sein. Diese befand sich auf einem Server von Amazon Web Services. Sicherheitsforscher Anurag Sen entdeckte die Datenbank. Der Besitzer ist allerdings nicht Instagram selbst, sondern das indische Unternehmen Chtrbox, das Werbetreibende mit Influencern zusammenbringt.

Inhalt der Datenbank

Laut Angaben des Technik-Portals Techcrunch bestand der Datensatz unter anderem aus den Profilbildern, den Follower-Zahlen und den genauen Standorten (Land und Stadt) der Nutzer. Weiterhin umfasste die Datenbank allerdings auch persönliche Daten wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Techcrunch hat die Informationen nach eigenen Angaben überprüft und zwei positive Rückmeldungen von Betroffenen erhalten. Demnach gehören die E-Mail-Adressen und Telefonnummern tatsächlich zu den zugeordneten Personen. Die Daten haben die Nutzer bei ihrer Instagram-Registrierung verwendet – mit Chtrbox hätten die Nutzer allerdings keinen Kontakt gehabt. Der Datensatz enthielt darüber hinaus auch den Marktwert von Influencern. Dieser wurde ihnen aufgrund von Faktoren wie der Anzahl der Follower und Likes zugeordnet.

Chtrbox weist Beschuldigungen (teilweise) zurück

Das für den aktuellen Datenskandal verantwortliche Unternehmen Chtrbox verkündete auf seiner Website, dass die Datenbank lediglich für 72 Stunden öffentlich zugänglich war und nicht mehr als 350.000 Influencer umfasste. Weiterhin sollen die darin enthaltenen Informationen von den öffentlichen Profilen der Instagram-Nutzer stammen und lediglich für die interne Nutzung gedacht sein. Auf illegalem Wege wurden nach Angaben von Chtrbox hingegen keine Daten beschafft.

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1 KOMMENTAR

  1. Eigentlich ist es Zeit, sich außerhalb der USA einmal Gedanken darüber zu machen, wem letztendlich all die schönen kostenlosem Portale einen umfassenden Nutzen abwerfen.
    Heute lassen sich z.B. Fortbewegungsmittel aller Art ähnlich den bewaffneten Drohnen fast zentimetergenau von einem Pult mit Monitor (ähnlich Streetview) aus steuern und aktivieren. Mit einen komprimierten Datensatz-Extrakt aus BIG DATA lässt sich zu jeder Location feststellen, wer dort wohnt, was und wie er ist und wie er über Web und Telefon zu erreichen ist.
    Wer auf ALLE diese hübschen Dienste vollen Zugriff hat (wer wohl?), kann nahezu die gesamte Welt kartografisch und videografisch samt aller vernetzten und registrierten Benutzer der Portale bis ins Detail verorten und für seine Zwecke ausnutzen.
    Strategisch betrachtet gibt es vor allem EINEN US-staatlichen Dienst, der daraus im Sinne hegemonialer Interessen Honig saugen kann.
    „Kostenlos“ ist der grösste und gefährlichste Schwindel im WEB.
    – mlskbh –

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