Idealo verklagt Google auf eine halbe Milliarde Euro Schadensersatz

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Das Internet ist ein Haifischbecken. Vor allem wenn es um Fragen des Wettbewerbs geht. Und selbst wenn Google für viele Unternehmen eine große Hilfe ist, online überhaupt eine Rolle zu spielen, regt sich nun Widerstand. Die Preissuchmaschine Idealo sieht sich im Suchmaschinen-Ranking von Google massiv benachteiligt und hat Klage vor dem Landgericht Berlin eingereicht.
Google Zentrale in Zürich
Bildquelle: Google

Idealo wagt den Frontalangriff. Die mehrheitlich zum Axel Springer Verlag gehörende Online-Preissuchmaschine verklagt den Internetriesen Google auf eine halbe Milliarde Euro Schadensersatz. Grund: Google, Marktführer im Bereich der Internet-Suchmaschinen, missbrauche seine marktbeherrschende Stellung.

Idealo-Vorwurf: Google bevorzugt eigene Preissuchmaschine

Der Vorwurf, den Idealo vor dem Landgericht Berlin eingereicht hat, wiegt schwer. Google tue alles dafür, Wettbewerber zu schwächen, um den eigenen Preisvergleichsdienst am Markt durchzusetzen. Der Google-Preisvergleichsdienst stehe in den Suchergebnissen stets vor den Angeboten der Konkurrenz.

Die nun von Idealo eingereichte Klage beruht auf einer Entscheidung der Europäischen Union gegen Google aus dem Jahr 2017. Damals hatte die EU eine Abmahnung an Google geschickt, die sich auf eine festgestellte marktbeherrschende Stellung am Suchmaschinenmarkt stützte. Damals hatte EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager europäische Unternehmen ermutigt, das EU-Entscheidung zu nutzen, um Schadensersatzansprüche gegen Google geltend zu machen.

Diesem Ratschlag folgt Idealo nun. Denn Google habe Vorgaben aus der EU-Entscheidung nicht umgesetzt. Man wolle mit dem nun eingeleiteten Verfahren ein Zeichen setzen, dass sich Unternehmen „gegen das rechtsmissbräuchliche Verhalten von Google“ zur Wehr setzen könnten, sagte Idealo-Geschäftsführer Philipp Peitsch in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Klage sei „ein notwendiger und folgerichtiger Zwischenschritt in unserem Engagement für einen fairen Wettbewerb“, so der Manager weiter.

„Ein fairer Wettbewerb im Internet ist nur möglich, wenn Monopolisten wie Google andere Marktteilnehmer nicht zugunsten eigener Angebote benachteiligen dürfen.“ Philipp Peitsch, Geschäftsführer von idealo

Idealo erwartet langen Rechtsstreit

Übrigens: Weil die Uhr weiter tickt, behält sich Idealo nach eigener Darstellung vor, die Schadensersatzsumme im Laufe des Verfahrens zu erhöhen. Denn man erwarte einen sich über mehrere Jahre und Instanzen erstreckenden Rechtsstreit.

Bildquellen:

  • Per Handy im Einzelhandel bezahlen: obs/REWE Markt GmbH/Thomas Bonrath
  • Google Zürich: Google
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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er im Technik-Journalismus durch. Heute ist Hayo nicht nur Feuer und Flamme für die besten Serien bei Prime Video und Sky - ein Netflix-Abo hat er nicht - sondern auch für alles, was mit elektrifiziertem Fahren zu tun hat. Und damit sind nicht nur die ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn gemeint, die er im Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und der Redaktion von inside digital vor den Türen Kölns mehrmals wöchentlich besteigt, sondern vor allem auch Elektroautos.

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