Huawei wird in Großbritannien am 5G-Ausbau beteiligt

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Erfolg auf der Insel: Der chinesische Handy-Hersteller und Netzwerkausrüster Huawei darf im Vereinigten Königreich am Ausbau von 5G mitwirken. Das gab das nationale Sicherheitskomitee (National Security Council) unter Leitung von Theresa May bekannt. Kritik an der Erlaubnis regt sich aus Sicherheitskreisen.
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Bildquelle: Hayo Lücke / inside digital

Erst vor Kurzem hat Huawei mit seinen ersten Geschäftszahlen im Jahr 2019 die Muskeln spielen lassen, nun könnte das chinesische Unternehmen einen weiteren Erfolg feiern. Wie „The Telegraph“ berichtet, winkte das National Security Council unter Leitung von Premierministerin Theresa May die Teilnahme von Huawei am 5G-Ausbau in Großbritannien durch. Demnach darf der Netzwerkausrüster „nicht-zentrale“ („non-core“) Teile des Netzes mit Antennen und anderen Komponenten ausstatten. Huawei gehört neben Ericsson und Nokia zu den weltweit größten Ausrüstern für den kommenden Mobilfunkstandard.

Kritik an der Entscheidung von May und dem nationalen Sicherheitskomitee regt sich unter anderem aus den Reihen des Nachrichten- und Sicherheitsdienstes Government Communications Headquarters (GCHQ). So soll der Chef der Regierungsbehörde, Jeremy Fleming, vor Vertretern ausländischer Sicherheitsdienste noch einmal explizit vor möglichen Gefahren, die von Huawei ausgehen, gewarnt haben. Der GCHQ-Leiter sprach unter anderem vor Kollegen aus den USA, Australien, Kanada und Neuseeland. In zwei dieser Länder, Australien und Neuseeland, wurde Huawei vom 5G-Ausbau schon ausgeschlossen. Die USA warnen derweil bei Partnern vor dem chinesischen Unternehmen, haben aber selbst noch keinen Bann verhängt.

Huawei und 5G in Deutschland

In Europa gibt es bisher keinen generellen Ausschluss von Huawei beim 5G-Ausbau. In Deutschland will man auf einen verpflichtenden Sicherheitskatalog setzen, dem alle Netzwerkausrüster unterworfen sind. Und auch aus den USA bröckelt der harte Ton. So fordern einem aktuellen Bericht zufolge die USA keinen Bann von Huawei beim 5G-Ausbau in der Bundesrepublik. In den Vereinigten Staaten rief Präsident Donald Trump derweil eine neue 5G-Auktion aus, ohne dabei den chinesischen Herstellern generell vom Ausbau auszuschließen.

Huawei bereitet sich derweil unter anderem in seiner Handy-Sparte auf die kommenden 5G-Netze vor. Neben dem faltbaren Mate X, das den neuen Mobilfunkstandard unterstützen soll, wird auch das Gaming-Smartphone Mate 20 X eine 5G-Variante erhalten. Zu diesem Modell sind in den vergangenen Tagen unter anderem Bilder sowie einige Hinweise auf die Unterschiede zur normalen Version aufgetaucht.

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