Huawei: Was bei 5G-Smartphones beachtet werden muss

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Die ersten 5G-Smartphones kommen auf den Markt. Auf der Messe connect ec in Dresden konnte inside handy mit Huawei, einem der ersten Hersteller mit einem 5G-Handy, über die neuen Herausforderungen sprechen, die sich bei der neuen Technik im Handy stellen.
Huawei Mate X halb aufgeklappt

Huawei hat als chinesischer Hersteller wenig überraschend erst einmal einen engen Kontakt zum chinesischen Markt. Damit die Geräte auch in Europa funktionieren und von den Kunden auch akzeptiert werden, muss Huawei sie auf den hiesigen Markt anpassen. Wie Arne Herkelmann, zuständig für das Smartphone-Portfolio und die Planung in Europa gegenüber inside handy sagte, geht es dabei auch um die Vorlieben der Nutzer. Das betrifft beispielsweise die Farbabstimmung der Kamera oder die Selfie-Funktionen.

Doch auch bei 5G müssen Anpassungen beachtet werden, etwa was die Frequenzbänder angeht. Zudem gehe Europa derzeit einen anderen, langsameren Weg bei 5G als es in China der Fall sei. Dennoch wolle man als Huawei die Geräte zum Netzstart verfügbar haben um die Kunden direkt bedienen zu können.

Damit das gelingt, versucht Huawei generell mit einer Hardware-Variante eines Smartphones zu arbeiten und die Anpassungen dann mittels Software auf die jeweiligen Anforderungen vor Ort anzupassen.

Faltbare Handys als wichtiger Formfaktor für 5G

Mit Blick auf 5G und die kommenden Smartphones geht Huawei davon aus, dass faltbare Handys ein wichtiger Formfaktor sein werden. Mit dem Mate X hat der Hersteller bereits eines dieser Geräte vorgestellt. Huawei ist der Auffassung, dass es für den Kunden von Vorteil ist, wenn er gleichzeitig ein Gerät in der Größe eines Smartphones hat, auf dem er dann Streaming und Cloud-Dienste nutzen kann. 5G ermögliche dem Nutzer, auch die Datenraten zu bekommen, die beispielsweise für UHD-HDR-Streams oder Cloud-Gaming benötigt würden.

Doch auch den klassischen Formfaktor eines Smartphones wird es mit 5G geben. Verschiedene Hersteller haben hier schon entsprechende Produkte vorgestellt. Nach Einschätzung der Chinesen kommt 5G hier zum Beispiel für cloudbasiertes VR zum Einsatz. Nutzer können dann das Telefon in ein VR-Headset einlegen und VR-Dienste in Echtzeit in der Cloud berechnen lassen.

Geringe Latenz für Smartphones genau so wichtig wie Datendurchsatz

Damit Cloud-VR-Dienste überhaupt sinnvoll nutzbar sind, ohne dass dem Nutzer schlecht wird, ist auch eine sehr geringe Latenz wichtig. Nach Huawei-Einschätzung ist die Minimierung der Latenz somit neben dem hohen Datendurchsatz das wichtigste 5G-Feature für den Smartphone-Markt.

Mit 5G ergeben sich aber nach Einschätzung des Smartphone-Herstellers auch Änderung des Antennen-Designs im Handy. Denn je nachdem wie ein Nutzer ein Handy in der Hand hält, muss das Handy mögliche Abschattungseffekte kompensieren, da sonst der 5G-Empfang nicht funktioniert. Somit sei es auch wesentlich anspruchsvoller, 5G in ein Smartphone einzubauen als beispielsweise in ein Auto. An einem Auto fasse niemand die Antenne an und das Auto biete mehr Platz, eine große Batterie und eine Lichtmaschine. Das alles gibt es bei Smartphones nicht.

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