Huawei vs. Google, Apple und die USA: Der nächste Schritt zur Selbstständigkeit

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Erst vor Kurzem hat Huawei mit seinem eigenen "Android" namens HarmonyOS einen ersten Schritt zur Selbständigkeit gewagt hat. Nun sind weitere Pläne durchgesickert, die zeigen, wie weit das chinesische Unternehmen gegen seine Mitstreiter ausholt.
Huawei-Logo auf Scheibe

Anfang August hat Huawei sein neues Betriebssystem vorgestellt. HarmonyOS soll schlank, performant und Open Source sein. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Chinesen damit den Frontalangriff auf Googles Android vorbereiten. Noch nimmt Huawei das Wort „Smartphone“ in Verbindung mit dem eigenen Betriebssystem nicht in den Mund. Zunächst soll HarmonyOS in Wearables und Autos zum Einsatz kommen. Man kann aber davon ausgehen, dass nicht nur der Handelsstreit Chinas mit den USA zu einer beschleunigten Entwicklung beiträgt, sondern auch der Plan der chinesischen Regierung, technologisch möglichst autark zu werden. Ein Huawei-Smartphone mit HarmonyOS ist wohl also nur eine Frage der Zeit.

Huawei Maps

Nun kommen weitere Huawei-Pläne ans Tageslicht. So soll das Unternehmen an einer eigenen Karten-Software arbeiten, die ein Angriff auf Google Maps, Here und Apple Maps werden könnte. Bereits im Oktober soll „Map Kit“ erscheinen. Das berichtet die chinesische Online-Ausgebe von Chinadaily unter Berufung auf eingeweihte Personen. Map Kit soll eine Reaktion auf den Handelskrieg zwischen China und den USA sein. Huawei befürchte, zukünftig nicht mehr auf das Kartenmaterial von Google Maps zugreifen zu können, heißt es.

Im ersten Schritt soll Hauweis Map-App aber nicht für Endverbraucher zur Navigation mit dem Smartphone konzipiert sein, sondern sich an Software-Entwickler richten. Dafür kooperiert Huawei mit dem russischen Unternehmen Yandex, das selbst Kartenmaterial anbietet. Im Detail soll Map Kit 150 Länder und Regionen abdecken und in 40 Sprachen verfügbar sein. Darüber hinaus sollen Echtzeit-Informationen zur aktuellen Verkehrslage enthalten sein.

Alternative zu Google Maps?

Huawei Map Kit könnte in ferner Zukunft eine echte Alternative zu Google Maps und Co. werden. Doch bis dahin dürfte das Unternehmen noch viel Geld in die Hand nehmen müssen, um an die Konkurrenz heranzukommen. Es bleibt die Frage, an welchen weiteren Diensten Huawei arbeitet, um sich irgendwann von Google lösen zu können.

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3 KOMMENTARE

  1. Hallo und Grüß Gott,
    Dass die Chinesen auf die Einschränkungen von den USA reagieren war vorauszusehen, aber leider sind viele der heutigen Politiker nicht mehr in der Lage vorausschauend zu agieren. Man sollte auch Wirtschaftlich kooperieren und nicht sofort den Knüppel benutzen. Immer miteinander reden und möglichst schlauer und intelligenter sein als der Gegner, das ist die Alternative zu Gewalt.

  2. Intelligenz ist ein rares Gut. Man kann es nicht einfach kaufen. Und leider besitzt nicht alle in gewisse Position. Was sehr traurig ist…

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