USA vs. Huawei: Darum will Trump trotz Gnadenfrist keine Geschäfte machen

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Eigentlich wäre heute Schluss gewesen mit Updates für Huawei-Smartphones. Durch das Embargo der USA gegen Huawei hätte man keine Android-Updates mehr ausspielen können. Doch jetzt gibt es eine Gnadenfrist. Aber keinen Sinneswandel, wie Trump betont.
Huawei Feuerstelle
Bildquelle: Hayo Lücke / inside handy

90 weitere Tage dürfen die Chinesen nun die Smartphones ihrer Kunden aktualisieren und mit Android-Updates zu versehen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Konkret geht es um die Möglichkeit, Dienstleistungen und Produkte von US-Konzernen zu beziehen. Das betrifft natürlich auch Google als US-Konzern und das von Google angebotene Betriebssystem Android. Hintergrund ist der Streit zwischen den USA und Huawei. Und in dieses Feuer gießt US-Präsident Trump neues Öl.

Statt wie bislang bis zum 19. August läuft diese Übergangs-Regelung nun bis zum 16. November weiter. US-Unternehmen dürfen damit bestimmte Bauteile aber auch Software an Huawei liefern. Das betrifft jene Updates, die erforderlich sind, um bestehende Mobilfunk-Netze und Endgeräte am Laufen zu halten. Neue Produkte dürfen auf diesem Weg nicht entstehen.

Trump: Machen keine Geschäfte mit Huawei

Eine finale Lösung im seit Monaten schwelenden und sich zuspitzenden Streit zwischen Huawei und den USA zeichnet sich indes nicht ab. Das betonte Trump nun Medienberichten zufolge noch einmal, während er seine Air Force One bestieg. Er wolle nicht, dass die US-Regierung Geschäfte mit Huawei mache. Diese würden eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen. Der Grund sieht Trump in möglichen Hintertüren in der Technik von Huawei, die China Zugriff auf Netze und Daten gewähren könnten.

Laut Phonearena.com sagte Trump übersetzt wörtlich: „Im Moment sieht es so aus, als würden wir keine Geschäfte (mit Huawei) machen. Ich möchte gar keine Geschäfte machen, weil das ein Thema der Nationalen Sicherheit ist und ich glaube wirklich, dass die Medien das ein wenig anders dargestellt haben.“ Zur aktuellen Gnadenfrist habe Trump dem Bericht nach keine Fragen beantwortet. Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses hatte gestern auf NBC argumentiert, man wolle den Chinesen während der Verhandlungen für ein neues Handelsabkommen guten Willen signalisieren.

Huawei arbeitet derweil an seinem Schritt in die Eigenständigkeit: Mit einem eigenen Betriebssystem und sogar einem eigenen Kartendienst wollen sich die Chinesen unabhängig von den Amerikanern machen. Im ersten Schritt soll Huaweis Map-App aber nicht für Endverbraucher zur Navigation mit dem Smartphone konzipiert sein, sondern sich an Software-Entwickler richten. Und auch zum Betriebssystem gibt es in Bezug auf die Verfügbarkeit auf Smartphones unterschiedliche Angaben.

Seinen Verbrauchern gegenüber hat Huawei indes ein Zukunftsversprechen abgegeben. Sie sollen Android und Apps wie gewohnt nutzen können und auch Sicherheitsupdates bekommen.

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2 KOMMENTARE

  1. Da wird wieder mal Unsinn und Halbwahrheiten verbreitet. Update für bestehende Modelle sind immer möglich, nur eben nicht mehr so einfach und so früh. Vielleicht mal besser informieren.

  2. Warum wird eigentlich nicht darüber hergezogen, wie stark HUAWEI bei der ontime-Vernetzung des US-Militärs im Einsatz ist?

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