Huawei Patent: Smartphone mit Zoom-Kamera und zweitem Display gesichtet

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Sollte man aktuellen Gerüchten Glauben schenken, dürfte das neue Flaggschiff Huawei P30 (Pro) bereits am 26. März 2019 enthüllt werden. Konkrete Details zum Smartphone sind allerdings noch Mangelware. Dafür zeigt ein aktuelles Patent, welche Highlights das Nachfolgemodell mit sich bringen könnte.
Huawei Patent
Bildquelle: Letsgodigital

Das neue Patent aus dem Hause Huawei wirkt auf Render-Bildern recht vielversprechend. So verfügt das abgebildete Smartphone über gleich zwei Displays, die der Hersteller auf die Front- und Rückseite platzierte. Während der Hauptbildschirm ein typisches, randloses Design aufweiset – wenngleich auch ohne gebogene Ränder -, ist das zweite Panel recht klein und füllt nur ungefähr einen Drittel der Gesamtfläche aus. Größer muss der Bildschirm allerdings auch nicht sein, um seinen Zweck zu erfüllen.

Mögliche Einsatzbereiche des zweiten Bildschirms

Aktuell ist noch unklar, wie das Ersatz-Display genau eingesetzt werden wird. Einige Einsatzfelder lassen sich allerdings von bereits existierenden (Vivo Nex Dual Display) oder geplanten Konkurrenzprodukten ableiten. So ist es beispielsweise möglich, dass das Miniatur-Panel als Always-On-Display fungiert und einige relevante Informationen wie die Uhrzeit, das Datum und Benachrichtigungen anzeigt. Weiterhin könnte der kleine Bildschirm als Steuerelement zum Scrollen auf Webseiten genutzt werden. An dieser Funktion scheint aktuell Motorola zu arbeiten.

Der eigentliche Sinn hinter einem zweiten Display auf der Rückseite ist allerdings ein anderer. Dank einer solchen Konstruktion ist der Nutzer nämlich in der Lage, Selfe-Fotos mit der Hauptkamera aufzunehmen. Das macht die Frontkamera ihrerseits überflüssig und ermöglicht ein gänzlich randloses Design – mit einer Ausnahme.

Huawei PatentQuelle: Letsgodigital

Triple-Kamera mit optischem Zoom

Über dem Ersatz-Bildschirm befindet sich eine horizontal-angebrachte Triple-Kamera. Diese umfasst neben einem Weitwinkel- und einem Hauptsensor anscheinend auch einen Zoom-Sensor. Die Gerüchteküche vermutet an dieser Stelle einen zehnfachen optischen Zoom – sicher ist dies allerdings nicht.

Abseits der Hauptkamera und trotz des zweiten Displays, verfügt das abgebildete Huawei-Smartphone zusätzlich auch über eine Frontkamera. Dafür ist die zuvor erwähnte Ausnahme verantwortlich, die mit einem Ersatz-Bildschirm nicht ausgeglichen werden kann: die Gesichtserkennung. Zwar ist es technisch natürlich möglich, einen entsprechenden „Time-of-Flight“-Sensor auf der Rückseite anzubringen, für den Nutzer wäre dies allerdings eher unkomfortabel. Bis die Kamera unter dem Display platziert werden kann, ist die einzige Lösung, auf die Gesichtserkennung zu verzichten.

Eine Markteinführung ist fraglich

Hersteller patentieren im Regelfall nahezu alle ansatzweise interessanten Ideen, die ihnen einfallen. Als Folge dieser Vorgehensweise landen zahlreiche Patente in einer bodenlosen Schublade und schaffen es niemals bis zur Markteinführung. Das aktuelle Patent scheint allerdings recht vielversprechend zu sein. Es ist nicht zu kurios, ist umsetzbar und macht durchaus Sinn. Somit könnte das Handy früher oder später in den Läden landen. Ob es sich bei dem Gerät um das Herbst-Flaggschiff Huawei Mate 30 handelt, ist hingegen fraglich.

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