Huawei Mate 30 Pro: Marktstart ungewiss, keine Google-Apps, aber etwas Hoffnung

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Mitte September hat Huawei das Mate 30 Pro vorgestellt. Mit diesem Smartphone wollten die Chinesen Samsung als Marktführer angreifen. Doch US-Präsident Donald Trump machte Huawei einen Strich durch die Rechnung. Mittels Handelsembargo verbot er amerikanischen Firmen den Handel mit Huawei. Das könnte sich bald jedoch ändern.
Huawei Mate 30 ProBildquelle: Michael Büttner

In einem Interview mit dem Nachrichtenunternehmen Bloomberg sagte US-Handelsminister Wilbur Ross, dass man schon bald damit beginnen möchte, US-amerikanischen Firmen Lizenzen zu erteilen. Lizenzen, die es den Unternehmen erlauben, die Geschäfte mit Huawei wieder aufzunehmen. Laut Ross seien über 260 Anträge für Ausnahmegenehmigungen eingegangen.

Bereits im Juni hatte der US-Präsident amerikanischen Unternehmen Hoffnung gemacht, bald wieder mit Huawei handeln zu dürfen. Was Handelsminister Ross nun erneut mit „bald“ meint, präzisiert er nicht. Damals hieß es, die Regierung wolle allen US-Firmen den Handel mit Huawei erlauben – wenn sie keine Güter an die Chinesen verkaufen, die die nationale Sicherheit gefährden. Ob Google, Facebook und Co. dazu gehören, ist bis heute nicht klar. So steht Huawei immer noch auf der schwarzen Liste.

Das Mate 30 Pro muss warten

Ross und die US-Regierung prüfen nun alle eingegangen Anträge und schauen genau hin. Schließlich will man kein Sicherheitsrisiko eingehen. Wie lang der Prozess jedoch dauern wird, ist unklar. Huawei indes sitzt auf heißen Kohlen und würde das Mate 30 Pro lieber gestern als morgen in den Handel bringen. Natürlich könnten die Chinesen ihr aktuellen Spitzen-Smartphone auch ohne Google-Dienste auf den deutschen Markt bringen. Man kann aber davon ausgehen, dass die Verkaufszahlen nicht dem entsprechen würden, was Huawei sich erhofft hat. Denn mittlerweile sind zu viele Nutzer von Android-Smartphones von Google-Diensten abhängig. Und ohne diese ist das vielleicht beste Smartphone aller Zeiten nicht viel wert.

Ob so oder so: Auf der Präsentation des Mate 30 und Mate 30 Pro hat Richard Yu, Chef der Mobile-Sparte bei Hauwei, angekündigt, dass die Geräte nach Europa kommen werden. Er hat nur nicht gesagt, wann.

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