Huawei Mate 30 Pro kaufen: Jetzt geht es los - aber anders als du denkst

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Vor zwei Monaten hat Huawei seine Mate-30-Familie neu vorgestellt. Mit einem Verkaufsstart hat es seitdem nicht geklappt. Grund ist der Handelsstreit zwischen den USA und China mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Trotzdem wagt sich Huawei nun aus der Deckung und bietet das Mate 30 Pro zum Kauf an - ohne jegliche Google-Dienste. 

Man darf es als Testlauf werten, was Huawei in diesen Tagen in Spanien tut. Das Huawei Mate 30 Pro ist dort zwar verfügbar, aber nur sehr stark eingeschränkt. Der Grund dürfte sein, dass der chinesische Hersteller vor Ort ausprobieren möchte, ob sich das neue Top-Smartphone überhaupt verkaufen lässt, wenn diverse Google-Dienste wie Google Maps, Gmail, Youtube oder auch der komplette App-Store auf dem Handy nicht nutzbar sind.

Huawei Mate 30 Pro kaufen – Risiko für alle Parteien

Auf die meisten bekannten Applikationen soll man trotzdem zugreifen können. Über einen alternativen App Store: die App-Gallery. Hier sind nach Angaben von Huawei „mehr als 11.000 beliebte Anwendungen“ zu finden. Zum Vergleich: Im Google Play Store sind es aktuell mehr als 2,7 Millionen. Du wirst also mit massiven Einschränkungen bei der App-Auswahl leben müssen, wenn du dir ein Huawei Mate 30 Pro ohne Google-Dienste kaufst. Zum Beispiel auch bei Spielen. Und noch eine weitere Frage muss gestellt werden: Kann Huawei auch die Sicherheit garantieren, die Google bei App-Downloads gewährt?

Herzstück der Installation ist auf dem in Spanien angebotenen Huawei Mate 30 Pro zwar Android 10, aber in einer Open-Source-Variante. Das hat zur Folge, dass App-Entwickler ihre Applikationen anpassen müssen, damit sie auch auf dem neuen Huawei-Smartphone nutzbar sind. Es wird Zeit brauchen, ehe das bei allen wichtigen Apps tatsächlich passiert ist. Immerhin will Huawei nach eigenen Angaben finanzielle Anreize schaffen, um App-Entwickler zu einer entsprechenden Anpassung zu motivieren.

Software Android 10
Prozessor Kirin 990
Display 6,53 Zoll, 1.176 x 2.400 Pixel
Arbeitsspeicher 8 GB
interner Speicher 256 GB
Hauptkamera 7728x5368 (41,5 Megapixel)
Akku 4.500 mAh
induktives Laden
USB-Port
IP-Zertifizierung (Schutz gegen Untertauchen)
Gewicht 198 g
Farbe
Einführungspreis 1.099 €
Marktstart 12. Dezember 2019

Auch ohne Google-Dienste kostet das Huawei Mate 30 Pro über 1.000 Euro

Trotz aller Einschränkungen bleibt das Mate 30 Pro übrigens teuer. In einem Huawei-Laden in Madrid, wo das Smartphone jetzt gesichtet wurde, kostet es satte 1.099 Euro. Bis zum 9. Dezember gibt es zudem einen Wertgutschein in Höhe von 299 Euro, den man zum Beispiel für Zubehör einlösen kann. Es bleibt aber dennoch abzuwarten, ob zu diesem Preis ein großer Absatz-Erfolg erreichbar ist. Informationen dazu, wann das Huawei Mate 30 Pro auch nach Deutschland kommt, gibt es weiterhin nicht.

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11 KOMMENTARE

  1. Ich habe das P20 Pro und habe das P30 Pro ausgelassen. Das P40 Pro werde ich mir wieder holen (so der Plan) – mit oder ohne Google. Bei der Fotografie ist der Vorsprung von Huawei einfach zu groß und das ist mein Hauptinteresse bei einem Smartphone.
    Ich will nicht sagen, dass ich mich an Google nicht gewöhnt hätte und mit den Alternativen erst lernen muss zu leben. Viele Dinge müssen halt über den Browser gehen. Ich werde wohl eine alternative Email-Adresse nutzen und Google auch in einigen Dingen gezwungenermaßen den Rücken kehren. Das stärkt ggf. aber die anderen und das ist ja auch nicht verkehrt. Konkurrenz belebt das Geschäft.
    Übrigens finde ich das Vorgehen der Amis in dieser Sache richtig zum k….
    Sie propagieren die freien Marktwirtschaft und schränken Mitbewerber, die einfach nur zu gut sind, ohne beweise für ihre Anschuldigungen auf den Tisch zu legen, ein. Allen wurde bekannt, dass die Amis Daten abgreifen und auch die deutsche Kanzlerin ausschnüffeln. Huawei hat dagegen noch eine weiße Weste. Insofern weiß ich wer meine zukünftigen Einschränkungen zu verantworten hat. Es sind nicht die Chinesen.

    • Ich bin ganz deiner Meinung. Verstehe allerdings nicht, wieso man – mit offenbar großem Interesse für Fotografie – ein Smartphone verwendet. Manche sind gut, ja… aber so gut?
      Naja, warum die Amis das machen, ist doch klar. Einerseits haben sie einen hochgradig paranoiden Präsidenten, der die US-Wirtschaft vom Rest der Welt zu schützen versucht (dumm nur, wenn die Zulieferer Probleme bekommen) und andererseits offenbar Apple und Cisco stärken will.
      Huawei steht auf der Blacklist, weil es einen nicht begründeten und nicht bewiesenen Verdacht zum Einbau sogenannter Hardware-Backdoors in Netzwerktechnik gibt. So weit so gut. Sollen die Amis halt Nokia oder Ericsson oder wen auch immer beauftragen. Warum aber Endbenutzer-Hardware durch das Handelsverbot über Google darunter leider müssen und zusätzlich auch noch Märkte die Auswirkungen spüren, denen ein Streit zwischen China und den USA eigentlich doch egal sein könnte, wirkt etwas seltsam.
      Ich würde zu gern eine Begründung dafür haben, wieso ZTE immer noch Smartphones mit supported Android herstellen darf. Oder andere in China ansässige Unternehmen.
      Für mich hat Trump ne Vollmeise 😛

  2. Das Huawei Mate 30Pro / LIO-AL00 wird von CECT-Shop in China (deutschsprachig ) für 869 € verkauft, mit Google Playstore vorinstalliert. Es kommen zusätzlich noch 19 % MWSt obenrauf. Keine weiteren Kosten.
    8GB RAM / 256 GB ROM
    Wie gesagt, mit Google Playstore vorinstalliert…..Wo ist also das Problem??
    Das Mate30 Pro wird schon seit einigen Wochen vom CECT-Store verkauft.

    • Das Problem ist, dass Du leider auf dem Holzweg bist, denn mit dem nächsten Update der Android Basis unter dem EMUI 10 sind die Apps danke der Sicherheitsprüfung futsch.

  3. Was ich noch vergessen habe zu erwähnen : das amerikanische Handelsministerium ist im Moment dabei die Genehmigung für Huawei zu erteilen, rückwirkend die Huawei Geräte mit Google Apps zu versorgen. Es handelt sich um Tage, nicht um Wochen…….

    • Blödsinn. Das Mate 30 wird NIEMALS Google erhalten.
      Das Embargo kann nur für neue Geräte gelöst werden. Genau wie das Mate X übrigens.
      Was Du (vielleicht) meinst, ist die Verlängerung der Handelsfrist mit Huawei. Ja, 90 Tage neue Frist. Aber ne Änderung fürs Mate 30 und Mate X hat das nicht im Bauch.

  4. Wie gut seit ihr in Informatik? Nicht gut! Kein Entwickler muss seine Software an den Huawei Shop anpassen um das es auf Asop Android läuft, Asop ist nur ein Android ohne Google Müll da läuft zur Zeit jede AP drauf ausser Google das ist wieder so ein Käse mit den Anpassen ich Fass es nicht. Da müsste ja jeder Linux Derivat Ersteller die Linux Aps immer wieder verändern weil das mit Asop und Google Android nur der Unterschied eines Derivate ist mehr nicht. Wenn ihr was sagen wollt dann richtig. Der andere Post hat in gewisser Weise recht. Für die Blacklist hat die USA eine eigene Behörde geschaffen, diese hat bisher nicht gearbeitet weil sie nicht wussten ob Trump gefällt was dabei rum kommt nur fmda gesessen. Jetzt haben sie offiziell die Arbeit aufgenommen und wollen in kurzer Zeit Entscheidungen fällen. Ob das ein ja Google für huawei gibt oder ein neun ist dabei der Kern und das wird in den nächsten Tagen entschieden. Das ist sicher nur was entschieden wird nicht. Deswegen ist alkes wie am Anfang der Blacklist. Alt Geräte die ihre Lizenzen vorher hatten haben Google bekommen jedes Google Update weil alles andere internationales Handelsrecht bricht. Neu Geräte bekommen zur Zeit keine Lizenz wenn ja gesagt wird dann auch die bereits verkauften da gibt’s dann halt nen update fertig. Das Update wird sicher schon bei huawei liegen weil Google nur oberhalb der Wasserflächen mit Trump schwimmt unter halb werden sie alkes tun um huawei am Ball zu halten und wenn ein ja kommt sofort auf dem Google Markt zurück zu haben. Und somit ist jede Diskussion bis zum entscheiden der Kommission nur spekulation und unnötig. 75

    • Dafür nimmst Du es offenbar mit dem „Deutsch“ nicht so genau. Huawei hat bereits bekannt gegebenen, dass eine Anpassung der Apps notwendig ist. ASOP gibt es übrigens nicht. Auch nicht als Abkürzung. Also keine Ahnung, was Du da erzählst.
      Und der Rest… ist leider auch sachlich falsch.

  5. Ich brauche keine Millionen Apps, ohne diese ist es sogar besser. Ich habe erfahren alle gängigen Spiele laufen schon auf diesem Smartphone. Also ich sehe überhaupt keine Probleme oder Nachteile ohne Google Apps. ich werde es kaufen.

    • Sorry, aber es laufen nur 0,4% aller Apps auf dem Mate, da mehr nicht verfügbar sind. Deine Spiele werden, sofern Du dich sonst via Google registriert hast, ebenfalls nicht mehr laufen, denn der Google Dienst in Apps ist weg. Du verlierst Spiele, Spielstände, InApp Käufe, Accounts und vieles vieles mehr.

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