Huawei Mate 30 in der Übersicht: Daten, Design und Gerüchte

7 Minuten
Huaweis nächstes Technik-Flaggschiff der Mate-Serie wird wohl kurz nach der anstehenden IFA 2019 in Berlin vorgestellt. Mittlerweile sind jedoch schon fast alle Daten durch die Gerüchteküche gegangen. Dazu gab es schon diverse Live-Bilder und auch Material, das für die Presse und Händler gedacht ist. Damit ist es Zeit ein Zwischenfazit zu ziehen und zu resümieren, was man erwarten kann.
Huawei Mate 30 ProBildquelle: Ben Geskin

Das Huawei Mate 30 schwirrt schon seit Februar 2019 in den Medien herum. Damals ging man noch von fünf Modellen aus, die Mate 30, Mate 30 Pro, Mate 30 Mini, Mate 30 Smart und Mate 30 Lite genannt wurden. Wahrscheinlicher sind jedoch weniger Varianten. Recht sicher wird es ein herkömmliches Mate 30 und ein Mate 30 Pro geben. Dazu wird Huawei wahrscheinlich eine Lite-Variante anbieten. Ein 5G-Modell ist mit großer Sicherheit ebenfalls auf dem Zettel.

Huawei Mate 30 und Mate 30 Pro: Das sind die angeblichen technischen Daten

Huawei wird sich beim Mate 30 und dem Mate 30 Pro technisch nicht lumpen lassen und wieder alles ins Gehäuse stecken, was der Konzern zu bieten hat. Die Branche erwartet für die IFA 2019 einen neuen Prozessor der Chinesen, der dann in der Mate-30-Familie Premiere feiert. Der Kirin 990 soll dabei stromsparend und leistungsfähig sein. Huawei soll das mit einer 7nm-Fertigung erreichen. Darauf beruht schon der Exynos 9825 und der Qualcomm Snapdragon 855, die aktuellen Top-Prozessoren der schärfsten Konkurrenten.

Software Android 10
Prozessor Kirin 990
Display 6,53 Zoll, 1.176 x 2.400 Pixel
Arbeitsspeicher 8 GB
interner Speicher 256 GB
Hauptkamera 7728x5368 (41,5 Megapixel)
Akku 4.500 mAh
induktives Laden
USB-Port 3.1 Typ C
IP-Zertifizierung IP68 (Schutz gegen Untertauchen)
Gewicht 198 g
Farbe Silber, Grün, Violett, Schwarz
Einführungspreis
Marktstart unbekannt

Die Kamera im Fokus

Die Hauptkameras der Mate-Serie sind ebenfalls schon relativ klar umrissen. Es sollen zwei Kameras mit 40 Megapixel zum Einsatz kommen. Dazu wird ein drittes Modul mit 8 Megapixel verbaut. Huawei will die beiden hochauflösenden Sensoren für die Normal- und die Weitwinkelbrennweite nutzen. Der Sensor mit der geringen Auflösung kümmert sich um die Telebrennweite, die einen 5-fach-“Zoom“ bietet. Die Blende, hauptverantwortlich dafür, wie viel Licht auf den Sensor trifft, soll bei der Hauptkamera bei 1:1,6 oder 1:1,4 liegen. Zu erwarten ist, dass Huawei die Hauptkamera mit dem eigenen RYYB-Filter ausstattet und nicht auf ein Bayer-Array setzen wird. Die Blende der Weitwinkelkamera wird wohl bei 1:1,7 liegen. Zur Telekamera ist die Blende noch nicht bekannt, jedoch soll es sich nicht um die Periskop-Kamera aus dem Huawei P30 Pro handeln.

Eine ToF-Kamera zur Unterstützung gesellt sich wohl ebenfalls zum Kamera-Trio auf der Rückseite. Dabei ist jedoch ungeklärt, ob sie bei beiden Modellen oder nur in der Pro-Version eingesetzt wird. Ebenfalls fraglich ist der Einsatz eines Xenon-Blitzes. Er wurde vor Kurzem ebenfalls kolportiert, jedoch gibt es hier nur wenige Quellen, die einen solchen Blitz bestätigen oder als realistisch bezeichnen.

Größerer Akku und schnelleres Laden

Die Akkus der beiden Mate-30-Modelle sind laut neuesten Gerüchten etwas gewachsen. So soll nun das kleinere Modell 4.200 und das Pro-Modell 4.500 mAh bieten. Das sind beiden kleinere Kapazitäten als beim Mate 20 X, dem riesigen Gaming-Ableger der aktuellen Mate-20-Familie.

Die Akkukapazitäten sind also weniger stark gewachsen als gedacht, jedoch hat Huawei noch ein weiteres Ass im Ärmel. Laut Quellen habe man die Ladeleistung auf bis zu 55 Watt angehoben. Damit würde man die Ladegeschwindigkeit noch einmal gegenüber der Mate-20-Familien kräftig beschleunigen. Dazu werden das Mate 30 und das Mate 30 Pro kabellos über Qi geladen. Die Ladeleistung soll hier bei satten 30 Watt liegen. Das wäre ein neuer Rekord.

Huawei Mate 30
Software
Prozessor Huawei Kirin 990
Display 6,3 Zoll, 1.080 x 2.340 Pixel
Arbeitsspeicher 8 GB
interner Speicher 256 GB
Hauptkamera 7728x5368 (41,5 Megapixel)
Akku 4.200 mAh
induktives Laden
USB-Port 3.1 Typ C
IP-Zertifizierung IP68
Gewicht
Farbe
Einführungspreis 799 €
Marktstart Oktober 2019

Das Design des Huawei Mate 30 – Vieles ist klar

Beim Äußeren wird es neben einer kleinen Überraschung wenig Neues geben. Die Rückseite besitzt abgerundete Kanten, das Display wird sich um den Rahmen schmiegen und die Ecken des Gehäuses sollten wieder etwas weniger Radius bieten, als bei der P-Reihe. Die für Android-Handys typische Drei-Taster-Anordnung steht genauso außer Frage, wie die plane Rückseitenfläche. Die wohl sichere Neuerung befindet sich auf dem Rücken des Handys. So geht die Branche von einem runden Kamera-Modul aus, das das eher eckige Design des Vorgängers ersetzt. Darin sind die vier Kameras und der Blitz untergebracht.

Huawei Mate 30 Kamera GerüchtebildQuelle: Slashleaks

Bei der Gestaltung der Front ist noch nicht alles klar. Es wird aber wohl wieder ein Notch-Design geben, das von sehr schmalen Rändern begleitet wird. Damit ist fast die gesamte Front mit Display bedeckt. Darin wird sich auch der Fingerabdrucksensor befinden. Somit stört er auch das Design der Seiten oder des Hecks nicht.

Vorstellung des Mate 30 Pro früher als erwartet

Das Mate 20 und der Vorgänger Mate 10 wurden in den vergangenen Jahren immer im Oktober veröffentlicht. Das wurde auch für die neue Mate-30-Familie erwartet. Laut neusten Meldungen, hat jedoch ein ranghoher Huawei-Mitarbeiter auf der Entwicklerkonferenz ausgeplaudert, dass die Chinesen den Launch vorziehen werden. Er soll bereits am 19. September stattfinden. Damit rückt er gefährlich nahe an den Vorstellungstermin des neuen Apple iPhone heran. Die meisten Hersteller vermeiden eine terminliche Kollision mit Apple-Produktvorstellungen, weil sich die Aufmerksamkeit der Medien und potenziellen Kunden dann meistens auf die Amerikaner richtet.

Doch warum macht Huawei diesen PR-Stunt? Der Hauptgrund dürfte der Handelsstreit mit den USA sein. Unter Donald Trump als Präsident wurde Huawei auf die schwarze Liste gesetzt. Das bedeutet, dass US-Firmen den chinesischen Konzern nicht mehr beliefern dürfen. Eine Aussetzung dieses Verbotes wurde erst vor Kurzem um 90 Tage verlängert. Der Belieferungsstopp gilt für Googles Software nur bei Neugeräten. Damit muss Huawei das Mate 30 fertigstellen, bevor Google keine Software mehr liefern darf. Die Alternative für Huawei liegt jedoch auf der Hand. Auf der Entwicklerkonferenz hat man das neue eigene Betriebssystem HarmonyOS vorgestellt.

Huawei Mate 30 und Mate 30 Pro: Display und 5G werfen Fragen auf

Die größten Lücken in der Informationslage rund um das Mate 30 und das Mate 30 Pro liegen beim Display und dem 5G-Anschluss. Wird es das Huawei Mate 30 auch mit 5G geben? Verbaut Huawei 5G direkt in das Mate 30 Pro? Wird es ein Sondermodell wie beim Huawei Mate 20 geben? Alles Fragen, die noch nicht beantwortet werden können. Sicher ist, dass Huawei auch das 5G-Modem selbst bauen wird. Ob es dann der Balong 5000 sein wird oder ob man zusammen mit dem neuen Prozessor auch ein neues 5G-Modem zeigt, ist nicht klar.

Ähnlich unsicher sind die Display-Ausstattungen und die Display-Designs. Sicher ist nur, dass Huawei auf AMOLED bauen wird und es wohl ein 6,7-Zoll-Panel für das Pro-Modell geben wird. Welche Größe das kleinere Modell besitzt, ob AMOLED bei allen Varianten eingesetzt wird und wie hoch die Auflösung ist, liegt noch im Dunkel. Wahrscheinlich ist beim Pro-Modell eine QHD-Auflösung. Bei den Mate-20-X-Modellen liegen die Auflösungen lediglich bei Full-HD+.

Das dritte Mysterium ist die Frontkamera-Ausstattung. Mit ihr geht auch die letzte Frage zum Frontdesign einher: Wie groß wird die Notch des Huawei Mate 30 und des Huawei Mate 30 Pro? Es kamen jedoch nicht nur Notch-Dsigns auf. Auch wurden Designs a lá Galaxy Note 10 gezeigt. Wahrscheinlicher ist jedoch eine Notch. Ein Bild des Frontglases wirkt am Realistischsten. Darauf ist eine relative breite Notch mit sehr vielen Aussparungen zu sehen. Damit könnte Huawei bessere Face-Detection und ToF-Funktionalitäten verbauen. Denkbar ist jedoch auch oder zusätzlich Gestensteuerung und ein Blitz für ausgeleuchtete Selfies.

Fazit zum Mate 30 Gerüchtestand: Teilweise spannend

Alles in allem wird das Mate 30 und das Mate 30 Pro wohl kein Neuigkeitenfeuerwerk. Spannend wird vor allem, was Huawei in die Front integriert und wie schnell tatsächlich das Akkumanagement funktioniert. Das neue runde Designelement wirkt frischer als das Ceranfeld des Mate 20. Ob es auch neue Kamera-Features bieten wird, die sich signifikant vom Huawei P30 Pro unterscheiden ist jedoch unwahrscheinlich. Einige Eigenschaften des Huawei Mate 30 und Mate 30 Pro werden sich noch vor der Vorstellung ganz offiziell klären: Der neue Huawei-Prozessor wird zur IFA vorgestellt. Dann zeigen sich die ersten Details des Mate 30 von selbst.

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1 KOMMENTAR

  1. Das Note 10 sieht von der Kameraanordnung
    sehr ähnlich aus wie von Huawei (z.b. P20 Pro)
    Und wenn’s bei Huawei wie bei den Leaks wird, was wahrscheinlich wirklich ein „Block“ (eher Kreis) wird, sieht aus wie ein Moto (Lenovo) Smartphone.

    Schade, das diese Merkmale jetzt irgendwie getauscht werden.

    Beim Pixel 4 wird’s auch ein Kamerablock geben, genauso wie bei einigen Leaks beim IPhone, nur wenn’s so wird schöner.
    Und das Pixel verliert die 2 Farbkombi auf der Rückseite…

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