Huawei dreht den Spieß rum: Milliarden-Forderung an US-Unternehmen

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China und die USA im Handelskrieg, Huawei als "regierungsnahes", chinesisches Unternehmen mittendrin. Der Huawei-Bann zieht Kreise und gefällt auf beiden Seiten im Grunde niemandem – außer vielleicht der US-Regierung. Jetzt dreht Huawei den Spieß aber um.
USA-Flagge und Mobilfunkmast

Dass Huawei nicht nur Smartphones, sondern vor allem auch Netztechnik und -Infrastruktur herstellt, sollte sich auch bis nach Nordamerika herumgesprochen haben. Nach wochenlangem Giftpfeil-Schießen seitens der USA in Richtung China und Huawei, schlägt das Unternehmen nun zurück.

Für Patente, die US-Unternehmen wie AT&T, Verizon, Sprint und T-Mobile US – also US-Netzbeteiber – nutzen, verlangt Huawei jetzt mehr als eine Milliarde Dollar Nutzungsgebühr. Eine erste Zahlungsaufforderung wurde offenbar schon im Februar gestellt.

Jetzt kocht das Thema wieder hoch. Wohl auch, wie ein Verizon-Sprecher gegenüber dem „Wall Street Journal“ sagte, weil „angesichts des geopolitischen Zusammenhangs jede Sache, die Huawei betrifft, Anlass zu nationaler und internationaler Besorgnis gibt.“

Huawei vs. USA – wann endet der Streit?

Die Milliarden-Forderung ist nur der nächste Schritt in einem Hin und Her, das die Welt um Huawei seit Wochen beschäftigt. Aufgekommen ist das Thema als Google Huawei die Android-Lizenz entzog. Freiwillig tat Google das nicht. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Huawei als chinesisches Unternehmen per Dekret auf eine schwarze Liste gesetzt.

Grundsätzlich kann Google es nicht vollends gutheißen, dass mit Huawei einer der größten Smartphone-Kunden und -Partner wegbricht. Dennoch liegt die Debatte seitdem in der Schwebe. Von Huawei hört man seitdem vorrangig Entwicklungs-Wasserstände bezüglich einer eigenen Android-Alternative. Die heißt ArkOS und soll womöglich noch in diesem Jahr erscheinen.

Ein Ende des Streits, in dessen Zentrum Huawei sitzt und nun als Netzwerk-Ausrüster über eigene Gegenschlag-Argumente verfügt, ist nicht in Sicht. Allerdings könnte ein Ende ebenso plötzlich kommen, wie der Eklat begonnen hat.

 

 

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