Huawei-Embargo: USA geben keine weitere Gnadenfrist

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Bisher hatte des Embargo der USA gegenüber Huawei vergleichsweise wenig Auswirkungen auf Privatkunden, wenn man von den Problemen rund um das Huawei Mate 30 Pro absieht. Doch das könnte sich im November ändern. Dann läuft eine Ausnahme-Genehmigung der USA aus.
Huawei-Logo auf Scheibe

Diese Genehmigung von verschiedenen Ausnahmen hatten die USA im Mai eingeführt, damit Huawei unter anderem noch die Smartphones seiner Kunden aktualisieren konnte. Auch sollten so die Handelsbeziehungen regulär beendet werden können. Diese Gnadenfrist sollte zunächst drei Monate – also bis August – laufen, wurde dann aber noch einmal um weitere drei Monate verlängert. Im November wird nun aber wirklich Schluss sein. Das sagte Rob Strayer, der stellvertretende Staatssekretär der USA gemäß eines Berichts von Bloomberg.

Mehr noch: In den USA denkt man auch drüber nach, dass man die Beziehung zu jenen Staaten, die weiterhin auf 5G-Technik von Huawei setzen, neu bewerte. Das ist eine offene Drohung auch in Richtung Europa, wo sich längst nicht alle Länder gegen Huawei ausgesprochen haben. In Deutschland beispielsweise hat die Regierung lediglich einen Sicherheitskatalog aufgestellt, der maßgeblich für Netzwerkausrüster ist. Ein Verbot gibt es nicht.

Folgen für Endkunden unklar

Was das Auslaufen der Gnadenfrist am 19. November 2019 für die Kunden von Huawei bedeutet, ist immer noch unklar. Denkbar ist, dass es nur noch Zugriff auf Sicherheitsupdates bei bestehenden Handys, nicht aber auf neue Software-Versionen gibt. Das wird, wenn es so kommt, auch deutsche Kunden betreffen. Eine Entspannung des Streites zwischen den USA und China kündigt sich zumindest derzeit nicht an.

Am jüngsten Endkundenprodukt von Huawei, dem Mate 30 und Mate 30 Pro zeigt sich, wie schwierig die Lage für Huawei ist. Das Gerät soll zwar in Europa auf den Markt kommen, Details ließ man sich aber auf einer in München stattfindenden Pressekonferenz nicht entlocken. Wenn es denn auf den Markt kommt, so werden zumindest nach aktuellem Stand alle Google-Dienste fehlen.

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