HTC: Der nächste Tiefpunkt ist erreicht

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HTC kommt nicht auf die Beine. Im Februar ging der Umsatz ein weiteres Mal deutlich zurück. Im Vergleich zu Februar 2017 setzt HTC nur noch ein Viertel des damaligen Umsatzes um. Und es ist nicht erkennbar, dass sich an diesem Trend etwas ändern könnte.
HTC U12+
Bildquelle: HTC

Ein Umsatzminus folgt auf das nächste: HTC kommt aus der Negativspirale nicht heraus und hat auch im Februar wieder einen deutlich gefallenen Umsatz ausweisen müssen. Aus Kreisen des Unternehmens heißt es, dass dieser Umsatzrückgang geplant sei. Das ändert aber nichts an der insgesamt fast schon bedrohlichen Entwicklung.

HTC-Umsatz geht im Februar weiter zurück

Im Februar setzte HTC nach eigenen Angaben nur noch 625 Millionen Neue Taiwan Dollar (NTD) um. Umgerechnet entspricht das 17,91 Millionen Euro. Das waren noch einmal knapp 38 Prozent weniger als im Januar und satte 76 Prozent weniger als im Februar 2018. Damals hatte der Umsatz noch bei 2,61 Milliarden NTD gelegen, im Februar 2017 waren es sogar noch 4,67 Milliarden NTD.

Dass der Umsatz immer weiter fällt, hängt unter anderem damit zusammen, dass HTC im Vergleich zu früher weniger neue Smartphones produziert. Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona verzichtete HTC, anders als in den Vorjahren, komplett auf die Vorstellung neuer Geräte. Fabian Nappenbach, Produkt-Manager bei HTC, sagte auf der Messe gegenüber inside handy aber auch: „Wir werden weiter Telefone bauen.“

Neue Produkte aus neuen Kategorien

Der Fokus lag zuletzt eher auf der Entwicklung neuer VR-Brillen der Vive-Familie. Und auch das Themenfeld 5G ist HTC angegangen. Auf dem MWC wurde ein mobiler 5G-Hotspot (HTC 5G Hub) vorgestellt – auch wenn 5G-Netze in der Fläche noch gar nicht nutzbar sind.

In den zurückliegenden Jahren war HTC unter anderem durch Konkurrenz aus China unter Druck geraten. Smartphone-Hersteller wie Huawei, Oppo, Xiaomi oder auch OnePlus zogen, gemessen an den Verkaufszahlen, mit ihren Smartphone-Neuvorstellungen und umfangreichen Marketing-Maßnahmen – auch im Bereich Social Media – an HTC vorbei.

Quellen:

  • HTC

Bildquellen:

  • HTC U12+: HTC
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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er im Technik-Journalismus durch. Heute ist Hayo nicht nur Feuer und Flamme für die besten Serien bei Prime Video und Sky - ein Netflix-Abo hat er nicht - sondern auch für alles, was mit elektrifiziertem Fahren zu tun hat. Und damit sind nicht nur die ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn gemeint, die er im Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und der Redaktion von inside digital vor den Türen Kölns mehrmals wöchentlich besteigt, sondern vor allem auch Elektroautos.

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7 KOMMENTARE

  1. Das ist wirklich sehr bedauerlich. Die Telefone von htc waren immer innovativ und hatten eine zeitlang auch Vorreiterrolle. Seit über 10 Jahren habe ich htc die Treue gehalten. Angefangen beim HD2, über das Desire, Desire HD, One, M7, Desire Eye und aktuell noch das 10er. Letzteres lässt mich aber immer mehr im Stich und hat auch die Akkukrankheit. Mittlerweile stürzt es bei gut 40% Akku ab.
    Der Umsatzrückgang ist aber auch damit zu erklären, dass man die Telefone von htc kaum noch irgendwo bekommt. Bei Providern ist htc kaum noch im Angebot und selbst im Einzelhandel findet man nur noch Einzelstücke.
    Ich werde wohl dieses Jahr die Marke wechseln, tue mich aber erstaunlich schwer damit und hoffe immer noch, dass mein 10er noch ein bisschen durchhält. Vielleicht überrascht htc ja doch noch.

    • HTC kommt dieses Jahr wieder stark zurück. Mit dem U13+ im Sommer und Telekom soll HTC Geräte nun auch wieder verkaufen, weil Telekom von HTC den 5G Hub vermarktet.

      Also lass den Kopf nicht hängen, ich bin auch totaler HTC Fanatiker und habe auch das HTC 10. Ich werde auf HTC zählen und auf das neue Handy warten. Es wird uns überraschen.

      Daky
      Love HTC

    • Hallo Christian,
      Ich habe mit meinem HTC 10 genau das gleiche Problem. Unter 50% muss man ständig in der Angst leben, dass sein Handy gleich abstürtzt. Wieder benutzen kann man es erst wenn es an den Strom gesteckt wird, da es sonst nicht hochfährt.
      Ich bin am überlegen mir den Akku bei meinem HTC 10 austauschen zu lassen, weiß aber nicht ob sich das lohnt.
      Was haben Sie nun mit ihrem defekten HTC vor?

      Grüße Shirin

      • Hallo Shirin,

        ich würde dir nicht empfehlen den Akku austauschen zu lassen. Das kostet normalerweise recht viel Geld, während das Smartphone selbst nicht mehr viel wert ist. Such dir lieber ein neues Gerät – es muss ja kein 1.000-Euro-teures Flaggschiff sein.

        Viele Grüße
        ebenfalls ein HTC-10-Nutzer

      • Hallo Shirin,

        bislang hoffe ich, dass mein HTC noch ein wenig durchhält. Habe mir zu Sicherheit eine relativ starke Powerbank zugelegt und muss unterwegs halt nachladen, wenn es nötig wird.
        Den Akku auszutauschen habe ich auch mal überlegt aber nachdem ich gesehen habe, was das für ein Aufwand ist, glaube ich nicht, dass man damit wirklich glücklich wird, von den Kosten mal ganz abgesehen.

  2. Ich habe HTC jetzt auch seit 12 Jahren die Treue gehalten, zuletzt mir dem 11er. Aber jetzt ist Schluss. Ich warte seit über einem halben Jahr auf Pie. Mein parallel genutztes Essential PH1 wird vorbildlich mit neuen Versionen und Security Updates versorgt und rennt wie verrückt. Deutlich angenehmer und weit innovativer als das HTC. Schade, wie sich das Unternehmen auf dem Sektor selbst von Markt genommen hat.

  3. Ich bin ebenfalls ein HTC-Fan, erlebe aber mit meinem HTC M9 auch die erwähnte und sehr nervige „Akku-Krankheit“. Der Akku verabschiedet sich plötzlich und ohne Vorwarnung bei teilweise noch über 40%, Derzeit überlege ich das HTC U11 anzuschaffen, denn auch der Akku hat ja im Test ganz gut abgeschnitten. Da das U12 / U12+ hier wieder „schwächelt“, kommt es nicht in Frage. Als Ersatzhandy habe ich mir ein Gigaset GS185 gekauft, ein Einsteiger-Smartphone zu einem adäquaten Preis. Und nach anfänglichen Schwierigkeiten läuft es wirklich gut. Im Grunde wünsche ich mir ein solches Handy mit dem HTC-Klang, IP68-Zertifizierung und vielleicht einem etwas schnelleren Prozessor (Snapdragon 6er-Serie im Vergleich zum derzeitigen Snapdragon 425. Die Akku-Laufzeit ist jedenfalls super. Und es ist „Made in Germany“.
    Sowohl HTC als auch Gigaset haben aus meiner Sicht den großen Vorteil, dass sie auf Software wie Kies verzichten.
    Das neue Gigaset GS280 soll übrigens im März 2019 mit einem 5000 mAh Akku kommen, es steht also quasi vor der Tür. Nun überlege auch ich, ob ich dieses Einsteiger-Gerät mit Qualcomm 430 hole oder das U11 mit Qualcomm 835 bzw. ich auf das neue HTC-Modell warte. Auf jeden Fall kann ich nicht nachvollziehen, warum HTC dermaßen stark zurückgedrängt wurde. Wirklich schade!

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