WhatsApp-Goofy: Nach "Momo" und "Blue Whale" jetzt die nächste Gefahren-Challenge

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Ob bei WhatsApp, Instagram oder der bei Jugendlichen aktuell sehr beleibten App TikTok: Ein Unbekannter gibt sich als Jonathan Galindo aus und benutzt ein Profilbild, das einen Mensch gewordenen Goofy zeigt.
Horror-Goofy bei WhatsApp: Vorsicht vor diesem Profil
Horror-Goofy bei WhatsApp: Vorsicht vor diesem ProfilBildquelle:

WhatsApp hat erneut ein Problem: Eine Horror-Figur macht den beliebten Messenger unsicher. Sie nennt sich Jonathan Galindo und gibt sich als Disney-Figur Goofy aus. Dieser Grusel-Goofy versucht Kinder und Jugendliche zu gefährlichen „Spielen“ zu überreden, die schlimme Folgen haben können.

In seinen Nachrichten fordert er Nutzer der Apps auf, bestimmte Aufgaben durchzuführen. Diese fangen harmlos an, werden aber im Laufe der Zeit immer heftiger. Eine davon: Kinder und Jugendliche sollen sich die eigenen Initialen in die Haut ritzen.

Etwas Vergleichbares gab es bereits vor drei Jahren. Schon 2017 forderte die „Blue Whale Challenge“ in sozialen Netzwerken dazu auf, an fünfzig Tagen jeweils eine Prüfung täglich zu bestehen. Eine Aufgabe etwa bestand darin, sich mit einem Messer die Form eines Wals in den Arm oder ins Bein zu schneiden. Eine andere mitten in der Nacht aufzustehen, 24 Stunden lang Horrorfilme zu schauen und mit niemandem zu sprechen. Das Perfide daran: am Ende soll der Selbstmord des Teilnehmers folgen. Vor drei Jahren sorgte der Suizid zweier Mädchen in Russland für Schlagzeilen. Die 14- und 15-jährigen Jugendlichen stürzten von einem 14-stöckigem Gebäude. Der Initiator der damaligen Challenge sitzt mittlerweile im Gefängnis.

Goofy bei WhatsApp und TikTok: Was tun, wenn man betroffen ist?

Hast du oder deine Kinder eine Anfrage bei WhatsApp, TikTok oder Instagram erhalten, solltest du auf keinen Fall auf den Link in der Nachricht tippen. Das Beste ist, die Nachricht einfach zu löschen. Bei WhatsApp solltest du unbekannte Kontakte, die etwa in Gruppen verschickt werden können, erst gar nicht annehmen.

Generell empfehlen Verbraucherschützer und Experten in Sachen solcher Internet-Phänomene, Kindern die Angst zu nehmen, anstatt sie zu schüren. Die Kollegen von mimikama.at empfehlen etwa: „Lässt man sich auf solche Accounts ein, passiert erstmal nichts. Wichtig ist, dass die Kinder solche Phänomene kennen und wissen, wie sie mit angsteinflößenden Inhalten umgehen können. Wird es ihnen zu viel, können sie einfach das Profil im sozialen Netzwerk melden oder blockieren ohne schlimme Konsequenzen fürchten zu müssen!“ Weiter heißt es, dass insbesondere auch die warnenden Beiträge in den sozialen Netzwerken – in diesem Falle besonders bei TikTok – Ängste schüren könnten, anstatt diese zu nehmen. Diese seien von manchen gut gemeint, würden aber das Gegenteil erwirken.

Hier kommen die Bilder her

Wer hinter Joantah Galindo steckt, ist bislang unklar. Das Bild jedoch, dass er für seine miesen Spielchen benutzt, stammt von dem Twitter-Nutzer Dusky Sam. Er selbst fertigte diese Goofy-Maske vor etwa acht Jahren an und fotografierte sich damit. In einem Tweet gibt er zu, dass es nur für sein bizarres Vergnügen gedacht war und keinesfalls dafür, Menschen zu erschrecken.

WhatsApp-Horror: Grusel-Goofy treibt Kinder in den Selbstmord
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Etwas Vergleichbares gab es schon einmal: Vor zwei Jahren trieb die Gruselfigur „Momo“ ihr Unwesen bei WhatsApp. Dabei wurden WhatsApp-Nutzer von Momo selbst kontaktiert und herausgefordert. Sie sollten unterschiedliche Aufgaben erledigen, die im Suizid gipfelten. Medien berichteten über Selbstmorde in diesem Zusammenhang – unter anderem aus Frankreich.

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