Honor 10i (in)offiziell vorgestellt: Neue Mittelklasse mit Selfie-Fokus

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Den Anfang macht Russland: Ab sofort ist dort das Honor 10i zu haben. Ein neues Mittelklasse-Smartphone mit Triple-Kamera auf der Rückseite und Tropfen-Notch auf der Front. Und auch sonst bietet das in drei Farben angebotene Handy einige durchaus interessante Spezifikationen. An anderer Stelle enttäuscht es aber auch.
Honor 10i
Bildquelle: Honor

Nutzbar ist das 164 Gramm leichte und knapp 8 Millimeter flache Smartphone mit zwei SIM-Karten (Dual-SIM) auf Basis von Android 9 Pie. Es kommt allerdings nicht pures Android zum Einsatz, sondern die angepasste Nutzeroberfläche EMUI 9.0.1. Die Navigation durch das Menü erfolgt über ein 6,21 Zoll großes Display, das eine Auflösung von 1.080 x 2.340 Pixeln liefert (415 ppi). Sicherlich kein herausragender Wert, für die angesprochene Zielgruppe aber ausreichend.

Honor 10i mit acht CPU-Kernen und 128 GB Speicher

Der Antrieb erfolgt über einen von Huawei entwickelten Prozessor (Kirin 710), der über acht Kerne verfügt. Vier davon (Cortex A73) takten mit bis zu 2,2 GHz, vier weitere (Cortex A53) liefern eine Taktrate von maximal 1,7 GHz. Neben 4 GB Arbeitsspeicher sind auch 128 GB Flash-Speicher nutzbar.

Ein besonderes Augenmerk sollten Interessenten aber neben der Leistung auch den verbauten Kameras widmen. Denn die gleich drei vertikal angeordneten Kamera-Objektive auf der Rückseite lösen mit 24 Megapixeln (f/1.8-Blende), 8 Megapixeln (f/2.4-Blende) und 2 Megapixeln (f/2.4-Blende) auf.

32-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite

Die Frontkamera bietet gemessen an der reinen Megapixel-Zahl noch mehr. Hier liegt die maximal mögliche Auflösung bei satten 32 Megapixeln. Inwiefern dadurch eine bessere Fotoqualität erreicht wird bleibt fraglich. Trotzdem: Die Frontkamera ist ein echtes Ausrufezeichen, über das sich Selfie-Fans sicher freuen werden. Video-Aufnahmen sind sowohl mit der Frontkamera als auch mit dem Trio auf der Rückseite maximal in Full-HD-Qualität (1.080p) möglich.

Einschnitte müssen Nutzer bei anderen technischen Feinheiten akzeptieren. So steht bei LTE-Verbindungen nur Cat.4 mit bis zu 150 Mbit/s im Download zur Verfügung. Klar, für die meisten Nutzer dürfte das vollkommen ausreichen. Wenn man jedoch bedenkt, dass Top-Smartphones heutzutage schon mit LTE Cat.20 punkten, hätte dem Honor 10i in der LTE-Ausstattung ein bisschen mehr gut zu Gesicht gestanden.

Ebenfalls schade ist der Verzicht auf Bluetooth 5 und das 5-GHz-Band bei WLAN-Verbindungen. Auch die Tatsache, dass nur ein micro-USB-Anschluss statt USB Typ-C verbaut ist, lässt das Honor 10i etwas alt aussehen. Lobend kann man wiederum hervorheben, dass Honor einen Fingerabdrucksensor verbaut, ein UKW-Radio integriert und auch NFC nicht auf der Ausstattungsliste fehlt. Der fest verbaute Akku liefert eine Kapazität von 3.400 mAh.

Preis für das Honor 10i ist noch unbekannt

Angeboten wird das Honor 10i in den Farben Schwarz, Blau und Rot. Zu welchem Preis ist offiziell noch unbekannt. Vermutlich wird er sich zwischen 300 und 350 Euro bewegen.

Verwirrend: Nachdem es am Dienstag zunächst über die russische Homepage von Honor abrufbar war, ist das Smartphone inzwischen an gleicher Stelle nicht mehr zu finden. Entweder ein geschickter Marketing-Schachzug, um Aufmerksamkeit zu erlangen oder die Veröffentlichung war tatsächlich ein Versehen. 

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