Heiße und lauwarme Neuheiten: Das plant Apple für 2023

5 Minuten
Ein Insider gibt uns einen Überblick zu den Neuheiten rund um iPhone, iPad, Mac und mehr. So soll ein völlig neues Gerät von Apple nach langer Zeit im Jahr 2023 endlich der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Apple Marina Bay Sands
Der futuristische Apple Store in Marina Bay Sands, SingapurBildquelle: Keming Tan/Unsplash

Was hat Apple für das Jahr 2023 geplant? Während das Unternehmen, wie üblich, keine öffentlichen Angaben zu den Plänen macht, sind wir auf Insider wie Bloombergs Mark Gurman angewiesen. In der aktuellen Ausgabe seines Newsletters gibt uns der üblicherweise gut informierte Reporter einen Einblick in die kommenden 12 Monate. In diesem Jahr soll es sich demnach vor allem um das Mixed-Reality-Headset drehen. Diese heiße Neuheit sorgt aber gleichzeitig für nur lauwarme Verbesserungen bei den anderen Produkten.

Mixed-Reality-Headset: Apple „Reality Pro“ soll 2023 erscheinen

Bereits seit vielen Jahren geistern Gerüchte rund um Apples AR- und VR-Headsets durchs Internet. Nun will Apple es im Jahr 2023 endlich der Öffentlichkeit präsentieren. Gurman sagt, dass das intern unter dem Codenamen Borealis bekannte Gerät möglicherweise unter dem Namen „Reality Pro“ verkauft werden soll.

Die Vorstellung sei angeblich zunächst für Januar geplant gewesen. Dieser Termin wurde nun jedoch noch einmal kurzfristig nach hinten geschoben. Apple plant die Präsentation jetzt angeblich im Frühjahr 2023, vor der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni. Die Auslieferung sei für den kommenden Herbst geplant.

Erste ausgewählte Entwickler außerhalb Apples dürfen das Headset bereits testen. Damit will man sicherstellen, dass zum Launch passende Apps zur Verfügung stehen.

Als Betriebssystem soll xrOS zum Einsatz kommen. Dazu hat Apple Hard- und Software-Ingenieure von anderen Projekten für die Entwicklung abgezogen. Dies hat laut Gurman dafür gesorgt, dass andere Plattformen von Apple im Jahr 2023 auf einige große Neuheiten verzichten müssen. So leiden iOS 17 (Codename „Dawn“), iPadOS 17 und macOS 14 (Codename „Sunburst“) unter den Einschnitten durch xrOS.

iPhone 15: Bloomberg schließt sich anderen Berichten an

Bei Apples iPhone 15 für das Jahr 2023 schließt sich Bloombergs Mark Gurman den Berichten anderer Analysten an. So spricht er ebenfalls davon, dass die Pro-Modelle einen Rahmen aus Titan anstelle von Edelstahl erhalten sollen. Die Steuerung der Lautstärke soll außerdem nicht länger mit traditionellen Tasten an der Seite erfolgen.

Stattdessen soll es eine „haptische Steuerung“ geben. Wie bei den letzten Versionen der Home-Taste oder den Trackpads vom MacBook gibt es keine beweglichen Bauteile mehr. Eine Vibration durch Apples Taptic Engine gaukelt hingegen die Bewegung vor.

Screenshots vom iPhone 14 Pro mit AirPods in der Dynamic Island
Die Dynamic Island soll Teil aller iPhone-Modelle im Jahr 2023 sein

Des Weiteren plant Apple für das iPhone-Jahr 2023 angeblich, dass alle Modelle über die Dynamic Island verfügen sollen. USB-C und schnellere Prozessoren sind ebenfalls für alle Modelle geplant.

Enttäuschung für Apples iPad-Fans im Jahr 2023

Beim iPad müssen sich Apple-Fans jedoch auf ein vermutlich langweiliges 2023 einstellen. Laut Gurman arbeitet das Unternehmen zwar an größeren Tablets, diese sollen aber nicht in den kommenden 12 Monaten erscheinen.

Beim bekannten iPad Pro soll es ebenfalls erst im Jahr 2024 Updates geben. Hier plant Apple angeblich ein neues Design inklusive OLED-Displays. Das Unternehmen hält also offenbar am 18-Monats-Rhythmus fest.

Wenn es überhaupt Updates für iPad, iPad mini und Air gibt, dann handelt es sich hier nur um kleine Verbesserungen an den technischen Daten.

Ähnlich geringfügig sollen die Verbesserungen bei der Apple Watch Series 9 ausfallen. Hier hat Apple im Jahr 2023 keine großen Änderungen an der Hardware geplant. Auf neue Sensoren, etwa zur Messung des Blutzuckers, müssen wir demnach weiter verzichten. Es seien stattdessen lediglich kleine Performance-Verbesserungen geplant.

HomePod und AirPods: Apples Neuheiten für 2023 an der Audio-Front

Während Apple keine Pläne für Updates der AirPods im Jahr 2023 hat, soll immerhin der große HomePod eine Rückkehr feiern. Nachdem Apple den Siri-Lautsprecher im Jahr 2021 in den Ruhestand geschickt hatte, ist derzeit nur der HomePod mini in diversen Farben erhältlich.

Akustisch kann dieser jedoch keineswegs mit dem großen Lautsprecher mithalten. Für das Jahr 2023 hat Apple aber eine günstigere Version des regulären Modells geplant. Dieser soll im Vergleich zum Vorgänger keine große Revolution darstellen.

Apple HomePod
Apples großer HomePod soll im Jahr 2023 ein Comeback feiern

Äußerlich soll er sich am Modell aus dem Jahr 2018 orientieren. An der Oberseite befindet sich laut Gurman ein neues Touch-Panel. Im Inneren arbeitet ein S8-Chip aus der Apple Watch.

Neuheiten für den Mac im Jahr 2023

Die frühesten Updates beim Mac erwarten uns laut Bloomberg bereits in der ersten Jahreshälfte. Hier soll das MacBook Pro im bekannten 14- und 16-Zoll-Format mit dem M2 Pro und M2 Max ausgestattet werden. Der Performancesprung durch die neuen Prozessoren sei jedoch nur geringfügig.

Die größte Neuheit bei Apples Mac im Jahr 2023 ist jedoch ein gewachsenes 15-Zoll-MacBook-Air. Ein 12-Zoll-Modell ist nicht länger auf Apples Roadmap für die nahe Zukunft.

Ein Update des iMac im 24-Zoll-Format kommt laut Gurman erst mit dem M3-Chip. Dies erwartet er frühestens Ende 2023 oder Anfang 2024. Ein größerer iMac Pro verschwindet und erscheint immer wieder auf Apples Roadmap. Es sei daher überraschend, wenn Apple diesen im Jahr 2023 vorstellt.

Last but not least ist 2023 das Jahr für Apples Flaggschiff, den Mac Pro. Hier soll ein Modell mit M2-Ultra-Prozessor erscheinen. Das Design sei identisch mit dem aktuell weiterhin verfügbaren Mac Pro mit Intel-Chip aus dem Jahr 2019.

Ein Unterschied ist jedoch die fehlende Aufrüstbarkeit des Arbeitsspeichers. Dieser ist wie bei den anderen M-Prozessoren fest auf dem System-on-a-Chip verlötet, um eine bessere Performance zu ermöglichen. Die zwei Slots für SSD-Module sowie Einschübe für Grafikkarten und so weiter sollen aber weiterhin vorhanden sein. Dies ist gleichzeitig der größte Unterschied zum bereits existierenden Mac Studio.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein