"Hallo Magenta" - Telekom stellt (schon wieder) ihren Smart Speaker vor

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Es mutet ein wenig wie ein Déjà-vu an: Die Telekom stellt auf der IFA ihren eigenen smarten Lautsprecher vor. Diese Schlagzeile hatten wir bereits 2018, nun haben wir sie erneut. Mit einem Unterschied: Das Gerät ist verfügbar. Wir zeigen dir, was der Alexa-Konkurrent kann.
Hallo Magenta - Der Smart Speaker der Telekom
Bildquelle: inside digital / Thorsten Neuhetzki

Mit dem Smart Speaker der Telekom wird die Stimme zur Fernbedienung. Dienste wie Magenta TV, Magenta SmartHome und Telefonie lassen sich nun durch die Stimme des Nutzers steuern. Auf Zuruf werden so das Licht oder die Temperatur im Zuhause an die jeweilige Stimmung angepasst. Auch das Tippen auf der Fernbedienung bei der Suche nach der Lieblingsserie im TV wird obsolet. Und selbst beim Telefonieren bleiben die Hände frei: Ohne zusätzliches Gerät telefonieren die Nutzer ganz einfach per Sprachwahl über ihren Festnetzanschluss.

Die Telekom richtet sich mit ihrem eigenen Smart Speaker also gezielt an die Kunden der Magenta-Welt. Nutzer von Amazon Echo oder Google Home müssten dafür Skills installieren. Vorgestellt und gezeigt hatte die Telekom den Smarten Speaker bereits zur IFA 2018. „Die Entwicklung des Smart Speakers hat länger gedauert als wir erwartet haben, aber hier galt für uns: Qualität vor Geschwindigkeit. Daher haben wir unseren Sprachassistenten gemeinsam mit unseren Kunden in den letzten Monaten intensiv trainiert und kontinuierlich weiterentwickelt“, begründet der für das Telekom-Privatkundengeschäft verantwortliche Michael Hagspihl die Verzögerung.

Der Smart Speaker ist ab dem 6. September bis zum 31. Oktober zum Aktionspreis von 99 Euro statt für 149,99 Euro oder als Mietgerät für monatlich 4,95 Euro erhältlich. „Mit dem Vertriebsstart des Smart Speakers macht die Telekom jetzt den ersten großen Schritt in ein neues Ökosystem für die Sprachsteuerung“, so der Manager. Der Weckruf für den Lautsprecher ist übrigens „Hallo Magenta“.

Telekom-Lautsprecher mit eingebauter Alexa

Doch der Lautsprecher steht nicht nur für die Telekom-eigenen Dienste in der Wohnung. Neben der Steuerung von Telekom-Diensten sind auch von Kunden häufig genutzte Anwendungen vorhanden. Der Smart Speaker spielt Radiosender ab und hilft bei der Erstellung von Einkaufslisten. Er verrät auch, wie das Wetter wird. Über Spotify Connect kommt die Musik ins Wohnzimmer. Zusätzlich ist Amazon Alexa als zweiter Sprachdienst in den Smart Speaker integriert und kann auf Wunsch aktiviert werden. Der Leuchtring am Speaker leuchtet dann blau und nicht magentafarben. So lassen sich tausende weitere Skills mit demselben Gerät nutzen.

Mit einer Sache geht die Telekom offen um: Um die Spracherkennung weiter zu verbessern, werden die Sprachdaten stichprobenartig oder bei Verständnisproblemen auch von menschlichen Sprachexperten analysiert. In der „Hallo Magenta“-App werde bereits während der ersten Einrichtung des Smart Speakers deutlich darauf hingewiesen und der Kunde hat jederzeit die Möglichkeit, dem zu widersprechen.

Darüber hinaus können einzelne oder sämtliche Sprachdaten über die entsprechende Funktion in der App innerhalb von 90 Tagen gelöscht werden. Wichtig ist der Telekom auch: Alle Daten sollen in Europa, jedoch nicht in Deutschland bleiben. Der Grund: Der Lautsprecher wurde zusammen mit der französischen Orange entwickelt und die Technik in den Rechenzentren wird geteilt.

Es ist ein ambitioniertes Ziel, gegen die Giganten Amazon und Google einen eigenen Smart-Speaker auf den Markt bringen zu wollen. Das hat auch die Telekom bei der Entwicklung gemerkt und kommt mit satter Verspätung auf den Markt. Es mag auch sein, dass es Telekom-Kunden gibt, die ein solches Gerät wollen und auf Alexa und Google bewusst verzichten.

Doch wenn die Telekom das Gerät bewusst als Sprachsteuerung in der Wohnung positioniert sehen will, ist es vor allem eines: zu teuer. Denn wer nicht gerade eine Loftwohnung in einer Fabriketage hat, der wird für die Steuerung von Smart Home nicht mit einem Speaker auskommen. Und wenn man 99 Euro oder später 149 Euro in Relation zu einem Echo Dot für unter 30 Euro sieht und drei bis vier dieser Geräte braucht, weiß jeder, für was sich der sparsame Deutsche entscheidet.

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Bildquellen:

  • cof: inside digital / Thorsten Neuhetzki
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1 KOMMENTAR

  1. Ich habe mir den Smart Speaker gekauft und drei Tage später wieder zurückgegeben. Man kann mit dem Smart Speaker nicht telefonieren wie es angegeben ist. Bei Betrieb auf Alexa ist das Abspielen für Antenne Bayern nicht möglich. Die Hotline der Telekom konnte mir leider nicht weiterhelfen wie es eingestellt wird das ist einwandfrei funktioniert. Die Hotline Mitarbeiterin hat nach kurzem Gespräch aufgelegt und wollte mich zurückrufen. Was sie aber leider nicht tat. Ich war im Telekom Shop Aschaffenburg und im Telekom Shop Frankfurt am Main. Überall bekam ich voller Stolz den Smart-Speaker gezeigt. als ich ihn ausprobieren wollte bekam ich überall gesagt tut uns leid aber der funktioniert nicht wir wissen wie er eingestellt wird. Glückwunsch Telekom für den neuen Smart Speaker der nicht funktioniert. Dafür habt ihr Jahre gebraucht bis ihr ihn raus gebracht und getestet habt.

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