Weil Samsung zu lange braucht: Erste Händler stornieren Galaxy Fold Bestellungen

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Nach den Pannen rund um das Galaxy Fold, verlieren die ersten Anbieter die Geduld mit Samsung. Händler in den USA wie Best Buy und AT&T stornieren ihre Vorbestellungen des faltbaren Handys. Der südkoreanische Hersteller hat derweil immer noch kein neues Veröffentlichungsdatum für das innovative Gerät bekanntgegeben.
Faltbares Smartphone Samsung Galaxy Fold.
Probleme mit dem Display verzögern das Samsung Galaxy Fold.Bildquelle: Samsung

Der Vorverkauf des Samsung Galaxy Fold startete Mitte April. Ab dann war das faltbare Smartphone für ausgewählte Kunden in den USA und Asien vorbestellbar. Ausgeliefert werden sollte das Gerät in diesen Regionen schon am 26. April. Dazu kam es jedoch nie: Das Display des „Foldable“ hielt in ersten Pressetests keine zwei Tage durch. Samsung verschob den Marktstart des Galaxy Fold daraufhin auf unbestimmte Zeit. Seitdem warten Vorbesteller auf eine Ankündigung, wann genau sie ihr Handy erhalten.

Nun hat das US-Telekommunikationsunternehmen AT&T aber wohl keine Geduld mehr mit Samsung und stornierte alle Bestellungen des Geräts. Wie die Website Tom’s Guide berichtet, verschickt der Händler aktuell E-Mails, in denen Käufer über den Vorgang informiert werden. Demnach habe „Samsung die Veröffentlichung des Galaxy Folds verschoben, weshalb wir das Telefon nicht verschicken können und ihre Vorbestellung stornieren müssen.“ Käufer, die bereits für das faltbare Handy bezahlt haben, erhalten ihr Geld zurück. Zudem legt AT&T noch eine Geschenkkarte in Höhe von 100 US-Dollar oben drauf, als Dank für die Geduld.

Galaxy Fold: Weitere Vorbestellungen storniert

AT&T ist nicht der erste Händler in den Vereinigten Staaten, der Vorbestellungen des Galaxy Fold storniert. Im Mai gab bereits der Elektronikfachmarkt Best Buy bekannt, dass man alle Reservierungen des Modells zurücknehmen werden. Selbst Samsung stornierte alle Reservierungen des Telefons automatisch. Kunden, die weiter ein Galaxy Fold haben wollten, mussten ihren ausdrücklichen Wunsch an den Hersteller kommunizieren.

Wann genau das neue Samsung-Modell erscheinen soll, bleibt derweil unklar. In einem Interview im Mai gab Unternehmens-Chef DJ Koh bekannt, man wolle in den kommenden Wochen einen neuen Termin nennen. Bisher ist dahingehend jedoch nichts geschehen. Dementsprechend ist damit zu rechnen, dass in Zukunft weitere Händler ihre Vorbestellungen stornieren. In Deutschland wie dem Rest von Europa schaffte es das Galaxy Fold wegen der Probleme in den USA erst gar nicht in die Vorbestellungsphase. Deutsche Nutzer müssen also sich weiterhin gedulden, bis sie das faltbare Smartphone kaufen können.

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2 KOMMENTARE

  1. Das war vorauszusehen. Einige asiatische Quellen (die ich hier lieber nicht breittreten möchte!) argwöhnen, dass Samsung mit dem scharfen Falten des Displays schon vor der öffentlichen Auslieferung ungelöste Probleme hatte, „Man“ wollte aber den Markt unbedingt „vorpreschend aufmischen“.

    Es ist nicht nachzuvollziehen, warum Samsung das Risiko einging, dieses Modell trotzdem in den Markt zu drücken. Denn es soll abzusehen gewesen sein, dass die Display-Folie sich „insbesondere nach stärkeren Temperaturunterschieden“ an der Falte „zerlegen“ könnte.

    Schade? – Wohl kaum. – Denn das Fold-Konzept gehört wahrscheinlich eher zu den Gimmicks, denen genügend Substanz fehlt und die man kaum braucht.
    – mlskbh –

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