Google streicht bekanntes Datenprotokoll aus Chrome

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Nach dem Umbau der Adresszeile steht die nächste größere Änderung beim Google-Browser Chome an. Sie wird ein halbes Jahr dauern, danach wird ein bestimmtes Protokoll zur Datenübertragung nicht mehr funktionieren. Relevant ist das aber nur in bestimmten Fällen.
Google Chrome
Bildquelle: Hayo Lücke / inside handy

Wer Daten von einem Server herunterlädt, macht das oft per Mausklick im Browser. In der Regel erfolgt die Datenübertragung heutzutage über http- oder besser dem verschlüsseltem https-Protokoll. Doch manchmal kommt auch das FTP-Protokoll zum Einsatz. Dieses lässt sich bisher für Downloads auch per Browser nutzen, kommt aber eigentlich für den Up- und Download auf Server über ein spezielles FTP-Programm zum Einsatz.

Kaum jemand nutzt FTP über Chrome wirklich

Gerade einmal 0,1 Prozent der Nutzer seien es, die das FTP-Protokoll nutzen, heißt es in Google-Statistiken. Grund genug für die Entwickler, diese Datenübertragung in weiteren Chrome-Versionen nicht weiter zu unterstützen. Damit will man auch eine Sicherheitslücke beseitigen. Denn über ein bestimmtes Angriffsverfahren könnten die eigentlichen Downloads für bestimmte Nutzer durch Downloads mit Schadsoftware ersetzt werden.

FTP wird aber einen langsamen Tod sterben. Wie aus einem Entwickler-Dokument hervorgeht, wird es bis Chrome 82 dauern, bis FTP komplett aus dem Code von Chrome verschwunden ist. Das wird im zweiten Quartal 2020 sein. In Version 78 Ende des Jahres wird Google FTP aber schon standardmäßig deaktivieren. Aktuell steht die Versionsnummer bei Chrome 76. Im Idealfall verweist Chrome dann mittels Flag auf ein installiertes FTP-Programm auf dem Rechner, so dass betroffene Nutzer dann den Download dennoch durchführen können.

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