"Die Höhle der Löwen": Beliebter Investor steigt bei aus 

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Rund 2,5 Millionen Menschen sind in diesem Jahr Woche für Woche dabei, wenn auf VOX Innovatives, Nützliches oder manchmal auch einfach nur Fragwürdiges vorgestellt wird. Junge Unternehmer kämpfen in der Sendung "Die Höhle der Löwen" um frisches Kapital (und das Netzwerk) von ausgewählten Investoren, um ihre Erfindungen voranzubringen. Einer der beliebtesten Investoren hat nun aber angekündigt, ab 2020 nicht mehr dabei zu sein. 

Die Rede ist von Frank Thelen, der sich selbst als Technologie-Investor sieht. Er hat sich unter anderem an Unternehmen wie Lilium Aviation, Wunderlist, myTaxi, Ankerkraut und YFood beteiligt. Bei „Die Höhle der Löwen“ ist er schon seit 2014 dabei. Jetzt soll aber Schluss sein. „Mir ist die Entscheidung unglaublich schwergefallen“, sagte Thelen jetzt gegenüber dem „Handelsblatt“. Ihm sei es aber wichtig, sich noch stärker auf Investitionen in neue Technologien konzentrieren.

„Die Höhle der Löwen“ frisst zu viel Zeit

Seine Leidenschaft mit der Produktion einer TV-Show unter einen Hut zu bringen, sei unmöglich. „Für jede Staffel bin ich im Endeffekt 30 bis 40 Tage eingespannt – das ist zu viel, wenn man eine erfolgreiche Technologie-Investmentgesellschaft aufbauen will“, ist Thelen überzeugt.

Gleichzeitig übt Thelen leichte Kritik am Konzept von „Die Höhle der Löwen“, indem er sagt: „So eine Sendung muss immer auch Entertainment sein, damit die Leute einschalten. Das war für mich als Technologie-Investor immer wieder auch eine Herausforderung.“ Wenn beispielsweise ein Schnuller-Spender für Babys oder eine Rattenfalle für Yachten Teil der Sendung sind, interessiere ihn das schlicht und ergreifend nicht.

Was will Frank Thelen in Zukunft machen?

In Zukunft will sich Thelen mit seiner Investment Gesellschaft Freigeist unter anderem Themenfeldern wie Künstliche Intelligenz, Blockchain, 3D-Druck, 6G oder auch Mobilität der Zukunft widmen. Denn, so ist der Investor überzeugt: „In diesen Feldern werden neue, weltweit bedeutende Unternehmen entstehen. Ich möchte helfen, dass davon möglichst viele in Europa aufgebaut werden.“

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