Foxconn schmeißt 50.000 Mitarbeiter raus - so früh wie nie

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Weil sich unter anderem die iPhones von Apple nicht mehr so gut verkaufen wie noch früher, hat Auftragsfertiger Foxconn den Rotstift angesetzt und Tausende Mitarbeiter entlassen - deutlich früher als sonst, was ein alarmierendes Signal darstellt.
Arbeiter in einem Werk von Foxconn
Bildquelle: Apple

Wenn Apple vor einem rückläufigen Gewinn warnt, bedeutet das in der Regel für die gesamte Branche nichts Gutes. Und so war es auch keine Überraschung, dass viele Zulieferer von Apple kurz nach den jüngsten Schreckensmeldungen ihrerseits mit entsprechenden Warnungen um die Ecke kamen. Foxconn, der größte Auftragsfertiger von Apple in China, zieht jetzt ebenfalls Konsequenten.

Foxconn-Mitarbeiter müssen früher gehen als sonst

Wie die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtet, trennte sich Foxconn seit Oktober vergangenen Jahres von 50.000 Mitarbeitern. Unter anderem weil Apple aufgrund einer gesunkenen Nachfrage weniger iPhones produzieren lässt. Vor allem das iPhone XR gilt als Problemkind. Aber auch das iPhone XS und das iPhone XS Max finden nicht so viele Abnehmer wie erhofft. Wohl auch, weil sie schlicht für viele Kunden zu teuer sind.

Zwar sei eine solche Entlassungswelle von Saisonarbeitern für Foxconn im Allgemeinen nichts Besonderes, doch der frühe Zeitpunkt sei durchaus überraschend, berichtet „Nikkei“ unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen. Es sei unüblich, dass Foxconn eine solche Vielzahl an Mitarbeitern aus den Produktionsstätten schon vor Jahresende entlasse.

Üblich sei eher, dass erste Entlassungen ab Mitte Januar ausgesprochen werden. Betroffen sei vor allem das Werk im chinesischen Zhengzhou, das als wichtigstes iPhone-Werk überhaupt gelte. Mindestens werden vor Ort 100.000 Arbeiter benötigt, um die iPhone-Produktion am Laufen zu halten. In der Spitze sind bis zu 200.000 Menschen in dem Werk für Foxconn tätig.

Foxconn warnte bereits vor rückläufigem Umsatz

Schon vor einigen Tagen hatte Foxconn in einer Börsenmitteilung vor einem „ziemlich großen“ Umsatzeinbruch gewarnt. In der „Endkundenkategorie“, zu der auch das iPhone zählt, ging der Umsatz um mehr als 8 Prozent zurück. Es war der erste Rückgang beim Umsatz seit zehn Monaten. Für das Gesamtjahr 2018 rechnet Foxconn gegenüber dem Vorjahr aber trotzdem noch mit einem Plus von 12,5 Prozent.

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3 KOMMENTARE

  1. Es ist eben so das keiner diese neuen iPhones haben will
    Sie sind schlichtweg zu teuer für die Leute. Apple hat sich einen künstlichen Markt geschaffen der die Masse der Leute ausschließt.

  2. Das ist gar nicht schlimm, es gibt doch genug Alternativen. Man muss sich eben mit Android anfreunden. Mir persönlich gefällt IOS kein bisschen.

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