Kurzschluss-Gefahr! Das solltest du niemals mit deinem neuen Fernseher machen

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Gerüchte, dass das direkte Anschließen eines Fernsehers im Winter zu einer Beschädigung der Bildpixel führen kann, halten sich hartnäckig. Dabei liegt das wirkliche Problem an einer völlig anderen Stelle.
Fernseher im Winter
Fernseher im Winter - darum solltest du mit dem Anschluss wartenBildquelle: Photo by Alin Surdu on Unsplash

Vermutlich ist bereits jeder über diesen Mythos gestolpert. Das Anschließen eines Fernsehers im Winter soll zu einer Beschädigung seiner Bildpixel führen. Die Behauptung hält sich hartnäckig und geht vermutlich auf die Vorstellungen von Menschen von LCD-Bildschirmen zurück, die mit Flüssigkristallen arbeiten. Die wahre Gefahr für einen Fernseher, der mit Temperaturunterschied in Betrieb genommen wird, besteht jedoch nicht für die Pixel des Geräts.

Fernseher im Winter anschließen – darum sollte ein Temperaturausgleich erfolgen

Die Gefahr für Fernseher steckt nicht in den Pixeln, sondern im gesamten Gerät. Das eigentliche Problem dahinter betrifft auch nicht nur Fernseher. Die winterlichen Temperaturen sind im Allgemeinen eine Herausforderung für technische Geräte. Der wahre Feind, der ungesehen lauert, ist nämlich das sogenannte Kondenswasser.  Auf kalten Gegenständen kann bei plötzlicher Erhöhung der Umgebungstemperatur die Luft kondensieren. Das hat zur Folge, dass sich Wassertropfen oder ein Wasserfilm bilden können. Diese oder dieser sind nicht nur an den Außenseiten der Geräte vorzufinden, sondern können sich auch im Inneren der Geräte verstecken. Im schlimmsten Fall kann das auf Platinen oder den Kontakten der Schnittstellen zu Kriechströmen und Kurzschlüssen führen. Wer besonderes Pech hat, beschädigt seinen frisch gekauften Fernseher im Winter damit.

Um einen unerwünschten Effekt zu vermeiden, solltest du neuen Geräten daher die Möglichkeit geben, sich zunächst innerhalb der Verpackung an die Umgebungstemperatur aufzuwärmen. Dabei sollten sie vor Feuchtigkeit geschützt bleiben, weshalb die Packung idealerweise für einen Moment ungeöffnet im Raum verbleibt. Ähnliches gilt nicht nur für Fernsehgeräte, sondern jegliche Elektronikartikel, die man vom Kalten ins Warme bringt. Hier gilt die Faustregel: Je größer das Gerät, desto mehr Zeit sollte man ihm geben. Denn viele elektronische Geräte besitzen Metallkomponenten, die nicht nur Wärme, sondern auch Kälte halten. Ein Smartphone erwärmt sich in einem Wohnraum wesentlich schneller als ein 85-Zoll-Fernseher der im Winter vom Laden geholt wird. Wer nach dem Öffnen des Pakets schließlich feststellt, dass das Gerät sich noch immer kalt anfühlt, sollte einen Moment länger warten. In den meisten Fallen dürften jedoch 30 bis 60 Minuten in einem warmen Raum genügen, um das Risiko für Kondenswasser zu minimieren.

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